gis.Business Ausgabe 3/2021

Von der digitalen Stadt bis zur Citizen Science

Liebe Leserinnen und Leser,

viele Städte und Kommunen stehen vor der Herausforderung, die Möglichkeiten der Digitalisierung wirkungsvoll zu nutzen. Für den Deutschen Städtetag kann eine „digitale Stadt“ die Leistungen der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger effizienter erbringen. Und weiter führt der Deutsche Städtetag aus: „Städte mit guten digitalen Lösungen sind digital vernetzt, sie sind sozusagen smart. Digitale Lösungen ermöglichen genauere Planungen und neue Wege bei der Stadtentwicklung. Die Digitalisierung der Kommunalverwaltung verbessert den Service für Bürgerinnen und Bürger. Und sie beschleunigt interne Abläufe und Arbeitsprozesse“.

Beim Thema Digitalisierung ist jedoch bei vielen Kommunen noch Luft nach oben; zu diesem Schluss kommt der Bayerische Rundfunk in seinem letztjährigen Beitrag „Der Traum vom E-Government“. In unserer Titelstory gehen wir deshalb der Frage nach, was bei der digitalen Stadt gut funktioniert und wo es Nachholbedarf gibt. Im Fokus stehen dabei die Städte Hamburg und Bukarest. Wie alle Kommunen suchen auch die Freie und Hansestadt Hamburg sowie die rumänische Hauptstadt nach neuen Wegen, sich als moderne und zugleich bürgernahe Städte zu präsentieren. Dass dies nicht immer einfach ist, erläutert Catalin Vrabie, Nationale Universität für politische Studien und öffentliche Verwaltung in Bukarest, in einem Interview. In einer digitalen Stadt spielt auch die Mikromobilität – unter anderem mit E-Scootern und Segways – eine wichtige Rolle. Welchen Beitrag Tracking-Technologien und Analysefähigkeiten leisten können, um tragfähige Antworten auf die vielfältigen Fragestellungen rund um das Thema einer zukunftsweisenden Mikromobilität zu geben, erörtern wir im abschließenden Beitrag zum Titelthema.

Weitere wichtige Themen im Kontext der digitalen Stadt sind erneuerbare Energien und der ÖPNV. In der Rubrik Datenmanagement beschäftigen wir uns mit dem Potenzial der Windkraft sowie mit Nahverkehrs-Busstrecken. Die mit dem AGIT-Logo gekennzeichneten Beiträge sind in Zusammenarbeit mit der AGIT entstanden, die vom 7. bis 8. Juli als hybride Konferenz stattfindet. Die Vollversionen werden darüber hinaus später im Tagungsband beim Wichmann Verlag sowie unter agit-journal.net erscheinen.

Für die Datenerfassung in digitalen Städten spielt die mobile Vermessung eine wichtige Rolle, unter anderem beim Aufmessen von Dachflächen für Photovoltaikanlagen. Hierfür und für andere Vermessungsaufträge greifen immer mehr Unternehmen aus der Geobranche auf eine Drohne zurück. Programmierbare Flugrouten und automatische Flugmodi helfen, regelmäßige, ortsgleiche Vermessungen zeiteffizient durchzuführen. Diesem Thema widmen wir uns in der Technologie-Rubrik.

Citizen Science oder auch Bürgerwissenschaft hat sich inzwischen in der deutschen Forschungslandschaft etabliert. Es gibt wohl kaum eine Wissenschaftsinstitution, die nicht auch mit einem Citizen-Science-Projekt aktiv ist. Unsere Gastbeiträge im Special zu den Themen Wassergüte, Grünflächen und Lichtverschmutzung geben einen aktuellen Einblick in Projekte, die besonders auf eine aktive Beteiligung der Bürger und Umweltbildungsaspekte setzen.

Viel Spaß beim Lesen der neuen Ausgabe der gis.Business wünscht Ihnen

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