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Geoinformationen vernetzen Brandenburg

Innenstaatssekretär Schüler und LGB-Präsident Killiches betonen die Bedeutung von Geoinformationen für Brandenburg.

Die LGB (Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg) lud ihre Kunden, Kooperations- und Geschäftspartner sowie alle Interessierten auch in diesem Jahr zu einem „Tag der Geoinformation“ ein. Am 3. Dezember 2021 drehte sich auf dem digitalen Kundentag der LGB deshalb wieder alles um die Verarbeitung und Nutzung von Geodaten. Dieser Datenschatz ist Grundlage für vielfältige Aufgaben in Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft. Er ist allgegenwärtig, und auch Bürger verwenden Geodaten alltäglich mit großer Selbstverständlichkeit, so zum Beispiel bei der Navigation. In sechs Fachvorträgen wurde die interdisziplinäre Rolle von Geodaten eindrucksvoll vermittelt. Nachfolgend werden drei dieser Themen kurz vorgestellt:

Geodatengestütztes Krisenmanagement

In diesem Jahr bildeten Themen, die sich mit Krisen und Sicherheitsaufgaben beschäftigen, einen Schwerpunkt. So wurde vorgestellt, wie im Land Brandenburg ein geodatengestütztes Krisenmanagement funktioniert und wie ein zentrales Lagebild für mehr Sicherheit auf der Grundlage von digitalen Geodaten aufgebaut werden kann. Die pandemiebedingte Lage durch Corona war dabei nur eines von vielen Beispielen. Auch die Waldbrände in den vergangenen Jahren, die Hochwasser an Elbe und Oder sowie die Geflügel- oder Schweinepest bewegten viele Brandenburger. Immer sind Geodaten unerlässliche Mittel, die aktuelle Lage einzuschätzen und anschaulich zu visualisieren. Ob in den Leitstellen der Feuerwehr, in den Einsatzsystemen der Polizei, bei der Lokalisierung und Beseitigung von Weltkriegsbomben oder zur Darstellung der aktuellen Lage im Krisenfall – überall seien Geoinformationen gefragt, betonte Innenstaatssekretär Schüler. Richtig zusammen- und dargestellt in Grafiken und Karten seien Geodaten immer eine unverzichtbare Entscheidungsgrundlage. So könne bei Gefahren effektiv und zielführend gehandelt werden. Die durch die LGB initiierte Veranstaltung widmete sich daher unter anderem diesen Fragestellungen und griff zudem weitere aktuelle Aufgaben und Themen der Teilnehmer auf.

Geoinformationen in der Landwirtschaft

Digitalisierung in der Landwirtschaft ist mehr als nur ein Schlagwort, denn digitale Systeme unterstützen mehr und mehr die tägliche Praxis in der Landwirtschaft – natürlich mit Geodaten. Mit der Vorstellung von Geodaten-Anwendungen in der Landwirtschaft wurde auf der Veranstaltung ein Wirtschaftsbereich beleuchtet, der besonders in Brandenburg von immenser Bedeutung ist.

Zukunft der amtlichen topographischen Karten von Brandenburg

Das große Teilnehmerfeld bewies, wie richtig und wichtig der regelmäßige Austausch zwischen der LGB als Teil der Vermessungsverwaltung des Landes Brandenburg und Nutzern von Geodaten aus anderen Verwaltungen, Wissenschaft und Wirtschaft ist. Die LGB ist als verlässlicher Partner für alle Fragen rund um Geodaten anerkannt. Im bundesweiten Verbund setzt sie sich für die Weiterentwicklung der Geodatenprodukte ein. Auch das wurde anhand des Einblickes in die Zukunft amtlicher topographischer Karten – Smart Mapping – deutlich. Prof. Christian Killiches, Präsident der LGB, unterstrich in diesem Zusammenhang, dass es ihr Ziel sei, auf der Basis amtlicher Geobasisdaten verschiedene kartographische Produkte automatisiert zu entwickeln. Eine hohe Aktualität, die flächendeckende Einheitlichkeit und flexible Erweiterbarkeit seien dabei maßgeblich und entscheidend.

Weitere Informationen unter https://geobasis-bb.de

3811 - Geoinformationen vernetzen Brandenburg
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GeodäsieGeoinformationGeoGeoinformatikGIBrandenburg