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Bei Katastrophen den Überblick behalten

Das DLR-Projekt „VABENE++“ unterstützt die neue Schnell-Einsatz-Gruppe des BRK bei Lageanalysen.

Das Projekt „VABENE++“ am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Bayerische Rote Kreuz (BRK) haben angekündigt, ihre Zusammenarbeit auszuweiten: Das DLR wird auch die neu gegründete Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) - G.I.L.T., was für Gelände, Infrastruktur, Logistik und Transport steht, des BRK immer wieder bei Übungen und Einsätzen begleiten. Vor Ort sollen Systeme und Methoden getestet werden, um Einsatzkräften bessere Lageinformationen zur Verfügung zu stellen.

Das BRK hatte Ende Juli eine Schnell-Einsatz-Gruppe vorgestellt, um besser für Katastrophen gewappnet zu sein. Denn Hochwasser und schwere Stürme können Verkehrswege und wichtige Infrastruktur zusammenbrechen lassen - Straßen werden durch umgefallene Bäume oder Überschwemmungen blockiert. Die SEG soll auch in solchen Situationen Einsatzorte erreichen und Menschen versorgen oder retten können. Dazu wurde sie unter anderem mit Amphibienfahrzeugen ausgestattet.

Das Projekt entwickelt Systeme und Methoden, mit denen Rettungskräfte bei Katastrophen oder Großereignissen einfach und schnell Lageinformationen gewinnen können. Die Forscher sind vor allem auf Verkehrsbeobachtung aus der Luft spezialisiert - dazu werten sie Kameradaten aus Flugzeugen oder Helikoptern in Echtzeit aus und kombinieren sie mit Daten und Karten des Zentrums für satellitengestützte Kriseninformationen (ZKI) des DLR.

Ihre Technologien testete „VABENE++“ in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Einsätzen - auch zusammen mit dem BRK. Die gewonnen Informationen stellten die Forscher den Einsatzkräften direkt zur Verfügung und unterstützten damit deren Arbeit. Durch die Daten, die man nur vom DLR bekommen kann, kann das BRK bessere Lagebilder erstellen und beispielsweise ein besseres Verkehrsmanagement betreiben.

Für Einsatzkräfte entwickelte das Projekt unter anderem einen Multikopter-Drohnen-Schwarm, der vollautomatisch Gebiete kartieren kann. Mit wenigen Handbewegungen auf einem Laptop oder Computer können Einsatzkräfte die Drohnen ausschwärmen lassen. Diese teilen unter sich das Gebiet auf; eine Software verbindet später die Aufnahmen.

Weitere Informationen unter www.dlr.de

2597 - Bei Katastrophen den Überblick behalten
PR/as
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