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Mit Drohnen und Laser die Schweizer Alpen vermessen

Ein Schweizerisch-österreichisches Konsortium schließt sich für Testflüge zusammen, um gemeinsam mit Drohnen und Laser die Schweizer Alpen zu vermessen.

 

Ein Schweizerisch-österreichisches Konsortium schließt sich für Testflüge zusammen, um gemeinsam mit Drohnen und Laser die Schweizer Alpen zu vermessen. Bild: Riegl

Ein schweizerisch-österreichisches Konsortium wird mittels innovativer Drohnen in den Schweizer Alpen großflächige Laserscanner-Anwendungen testen. Am Projekt beteiligt sind Dufour Aerospace, Riegl, BSF Swissphoto und das SLF – die Partner werden über mehrere Monate zusammenarbeiten.

Vermessung der Schweizer Alpen mit Drohnen und Laser

Hochauflösende, aktuelle und kostengünstige Vermessungsdaten sind gefragt: Vor allem im Bereich der Naturgefahren oder der Energieerzeugung in Berggebieten bekunden immer mehr Akteure aus dem privaten oder öffentlichen Sektor ihr Interesse. Heute werden für grossflächige, hochauflösende Laservermessungen Helikopter und Flugzeuge eingesetzt. Diese Testreihe soll zeigen, dass Drohnen eine effiziente Alternative darstellen, die kostengünstiger und umweltfreundlicher im Betrieb ist als die herkömmlichen Lösungen.

Dufour Aerospace wird das Projekt mit ihren zwei unbemannten Fluggeräten – dem AeroMini mit 3 Metern Flügelspannweite und dem Aero2 mit 6 Metern Flügelspannweite – unterstützen. Riegl wird die Laserscanner zur Verfügung stellen und deren Integration betreuen. BSF Swissphoto wird für die Datenvalidierung zuständig sein und den kommerziellen Nutzen der Technologie und Prozesse beurteilen. Das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF unterstützt den Feldtest mit erfahrenem Personal und stellt sicher, dass die Datenqualität den Qualitätsanforderungen entspricht und konkreten Anwendungsfällen der Wissenschaft dient.

Potenzial von Drohnen ausschöpfen

Man habe bereits viel Erfahrung im Einsatz ihrer High-End-Sensoren mit unbemannten Fluggeräten, doch beschränke sich diese Erfahrung meist auf eher kleinräumige Projekte, bei denen Multikopter, Single-Rotor-Drohnen oder kleinere VTOLs zum Einsatz kämen, so Michael Mayer, Geschäftsführer der Riegl-Tochterfirma Ricopter UAV GmbH. Dieses Projekt werde ihnen helfen, das Potenzial von Drohnen größeren Maßstabs zu verstehen, mit deren Hilfe auch großflächige Anwendungsbereiche abgedeckt werden könnten und die es ermöglichten, so die Leistungsfähigkeit der High-End-Geräte noch besser auszuschöpfen. Als qualitätsorientierter High-End-Laserscanner-Hersteller sei man gerne bereit, seine Expertise in dieses Projekt einzubringen.

Als führendes nationales Forschungsinstitut sei man für die eigenen Analysen, aber auch für Dienstleistungen auf aktuelle, kostengünstige und qualitativ hochwertige Daten angewiesen, so Dr. Yves Bühler, Gruppenleiter WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF. Man freue sich, die wissenschaftliche Seite in diesem Feldversuch abzudecken und ihre Erfahrungen im hochalpinen Gelände einzubringen. Sie seien überzeugt, dass vor allem im Bereich der Schnee- und Naturgefahrenforschung noch viele Fortschritte möglich seien.

Die Testreihe wird voraussichtlich in diesem Frühjahr in Dübendorf (Schweiz) mit grundlegenden Funktionstests beginnen und dann im Laufe der Jahre 2024 und 2025 auf den Alpenraum ausgedehnt werden – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der einzelnen Testreihen.

Weitere Informationen unter www.riegl.com

 

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