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Mit dem Smartphone in die Katastrophe

Florian Roth, Michel Herzog, Prof. Hans-Jörg Stark

In der Krisen- und Katastrophenkommunikation haben die Behörden in den letzten Jahren einen guten Teil ihres Informationsmonopols eingebüßt: Insbesondere über Social Media können Bürger heute häufig schnell und direkt krisenrelevante Informationen austauschen. Per Crowdsourcing lassen sich zudem die Informationen einzelner Nutzer, beispielsweise zu Schäden, Fluchtwegen oder Hilfsangeboten, leicht aggregieren und für die Krisenbewältigung nutzbar machen.

Artikelauszug / Extract:

Das Thema Crowdsourcing gewinnt seit einigen Jahren zunehmend an Bedeutung bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophen. Da ein Großteil der mittels Crowdsourcing gesammelten Informationen eine wichtige geographische Komponente beinhalten, ist das Ergebnis häufig eine virtuelle Krisenkarte, die sowohl von den Einsatzkräften als auch von den Bürgern selbst bei der Bewältigung der Krisensituation genutzt wird. In einigen Ländern fördern und nutzen Katastrophenschutzbehörden Crowdsourcing bereits aktiv. Beispielsweise hat die US-amerikanische FEMA eine spezielle App für das Hochladen, Lokalisieren und Sammeln von Fotos in Katastrophenfällen erstellt. Hingegen herrscht in weiten Teilen Europas Skepsis oder Unsicherheit bei diesem Thema.
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