Konzeption und Implementierung eines OGC-konformen Sensor Observation Service für den standardisierten Zugriff auf Rasterzeitreihendaten

Jürgen Sorg, Timon Kirschke, Ralf Kunkel

Interoperabilität von Geoinformationssystemen (GIS), d. h. die Schaffung von Möglichkeiten, heterogene Geodaten in einer einheitlichen, standardisierten Weise abrufbar zu machen, ist das Ziel des Open Geospatial Consortiums (OGC).
Im Bereich der Sensordaten wird dieses Ziel innerhalb der OGC Sensor Web Enablement Initiative aufgegriffen und im Speziellen durch die Sensor Observation Service (SOS) Spezifikation erreicht. Diese definiert einen Dienst für den standardisierten Zugriff auf Zeitreihendaten und wird meist für In-situ-Sensoren (Abflusspegel, Klimastation etc.) verwendet. Die Spezifikation berücksichtigt auch Zeitreihendaten von Fernerkundungssensoren (Rasterdaten), es existieren allerdings hierfür bislang keine Implementierungen.
In diesem Beitrag wird die Konzipierung und Implementierung eines OGC-konformen SOS beschrieben, mit dem Rasterzeitreihendaten verwaltet und interoperabel bereitgestellt werden. Hierfür wird ein Datenmodell entwickelt, das es erlaubt, die Rasterdaten in einer Datenbank mit den zugehörigen Metadaten zu speichern, diese Daten effizient für SOS-Anfragen auszulesen und in die von der SOS-Spezifikation vorgegebenen Rückgabeformate zu codieren. Zwei reale Fallstudien belegen die Anwendbarkeit des entwickelten Diensts.

Schlüsselwörter: TERENO, Sensor Observation Service (SOS), Rasterdaten

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