GIS als Schlüssel zur Analyse der Stadtentwicklung

Angela Hof

Angesichts wachsender und komplexerer Aufgaben des nachhaltigen Stadt- und Landmanagements kann die räumliche Analyse digitaler Geodaten die schnellere und bessere Entscheidungsfindung unterstützen. Raum- und Stadtplanung profitieren von Geodatenanalysen. Das Beispiel Mallorca.

Artikelauszug / Extract:

Im Zusammenhang mit dem Immobilienboom hat sich auf Mallorca seit den 1990er Jahren eine dynamische urbane Siedlungsentwicklung vollzogen. Beim Immobilienerwerb durch Ausländer nehmen die Balearen auch im Jahr 2012 innerhalb Spaniens die Spitzenposition ein. Die weitere Überbauung und Versiegelung von Boden im Zusammenhang mit dem massiven Bau von Ferienimmobilien zählt zu den drängenden Umweltproblemen, die aus den räumlichen Nutzungsansprüchen dieser Form des Tourismus an der gesamten spanischen Mittelmeerküste erwachsen. Mit GIS und flächendeckend vorhandenen Daten zur Landnutzung und Bodenbedeckung werden Indikatoren für unterschiedliche Erscheinungsformen der Zersiedlung (Urban Sprawl) abgeleitet und visualisiert. Auf dieser Basis können kommunale und regionale Entscheidungsprozesse in der Stadt- und Raumplanung unterstützt werden.
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