LANDNUTZUNGSMODELLIERUNG MITTELS EINES ZELLULÄREN AUTOMATEN IN DER METROPOLREGION BERLIN

Lisa Heinsch, Steffen Lauf, Birgit Kleinschmit

Die zunehmende Verstädterung des suburbanen Bereichs rückte im letzten Jahrhundert zunehmend in den Fokus von Forschung und Planungspraxis. Phänomene wie ‚urban sprawl’, die ursprünglich mit den USA in Verbindung gebracht werden, treten nun auch in Europa auf. Um sich den dadurch entstehenden neuen Herausforderungen an die Stadt- und Regionalplanung sowie die Landschaftsplanung zu stellen und die Verstädterung zu kontrollieren, können Entscheidungsfindungssysteme, wie beispielsweise Landnutzungsmodelle, hilfreich sein. In der vorliegenden Studie wurde mit dem Modell SLEUTH, einem Zellulären Automaten, die Urbanisierung und der Landnutzungswandel in der Metropolregion Berlin bis zum Jahr 2030 modelliert. Die simulierte Urbanisierung fiel sehr marginal aus, urbanes Wachstum fand vor allem angrenzend an bereits existierende Siedlungen statt. ‚Grüne’ Flächen wie Parks, Gebüsche, Freiflächen und Brachen verloren den höchsten Prozentsatz ihrer Fläche durch die Ausdehnung urbaner Gebiete.
Die Urbanisierungswahrscheinlichkeit ist im gesamten Untersuchungsgebiet gering. Mit einigen Einschränkungen (z. B. Rückgang urbaner Flächen nicht modellierbar) kann SLEUTH im Untersuchungsraum angewandt werden.

Schlüsselwörter: Berlin, Landnutzungsänderungen, Landnutzungsmodelle, SLEUTH, Urbanisierung, Zellulärer Automat

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