Das Thema Geo-Business muss in den IT-Planungsrat - Interview Ministerialdirigent Stefan Schnorr

Monika Rech

Auf der Cebit in Hannover stellte die GIW-Kommission jüngst die sogenannte Berliner Erklärung vor (siehe Seite 12). Die Erklärung entstand als kleinster gemeinsamer Nenner im Nachgang des Geo-Business-Kongresses im November 2010. Das Besondere: Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft werben darin gemeinsam für das wichtige Thema Geo-Business. Ministerialdirigent Stefan Schnorr ist einer der Unterzeichner der Erklärung. Mit ihm sprach die GIS.BUSINESS.

 

Artikelauszug / Extract:

GIS .BUSINESS: Herr Schnorr, Sie sind Mitunterzeichner der Berliner Erklärung, die auf dem von der GIWKommission ausgerichteten Geo-Business- Kongress 2010 initiiert wurde. Welches Ziel verfolgt die Erklärung? 

Min.-Dirig. Stefan Schnorr: Das Geo- Business, also die Kommission für Geoinformationswirtschaft, ist seit November 2004 intensiv bei der Arbeit. Unser Ziel ist es, der Wirtschaft staatliche Geoinformationen einfach und einheitlich zu vernünftigen Konditionen verfügbar zu machen. Wir haben dabei schon viel geschafft, aber den Knoten haben wir leider noch nicht ganz durchschlagen können. Noch immer fehlt ein einheitliches und einfaches Lizenzrecht. Die Preise dürfen eine Kompensation zusätzlicher Infrastruktur zur Abgabe der Daten nicht übersteigen und der Datenschutz muss einheitlich und vernünftig berücksichtigt werden. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und eine Geo- Business-Lizenz und ein Pauschaltarifmodell erarbeitet. Gemeinsam mit der Bundesdatenschutzkonferenz erarbeiten wir einheitliche Bedingungen für den Datenschutz. Nun müssen die Verwaltungen mitziehen und das Ganze gemeinsam mit der Wirtschaft ausprobieren. Dieser Paradigmenwechsel soll durch die Berliner Erklärung insbesondere im politischen Raum gestützt werden.

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