China - Verkehr im Blick - Themenfokus China

Mandy Ehnert-Zubor

Ballungszentren – ob sie Frankfurt, London, Dubai oder Peking heißen – haben mit immer mehr Verkehr zu kämpfen. Wenn er reibungslos fließen soll, müssen vernünftige Verkehrsmanagementsysteme eingesetzt werden. Eine in China eingesetzte Lösung trägt dazu bei, Verkehr langfristig zu planen und damit einen verbesserten Verkehrsfluss zu ermöglichen.

 

Artikelauszug / Extract:

Bereits heute herrscht auf Chinas Straßen dicht gedrängter Verkehr. War vor einigen Jahren noch das Fahrrad das wichtigste Verkehrsmittel, sorgen sich heute Verkehrsplaner und Umweltschützer wegen der rapiden Zunahme der privaten Fahrzeuge. Täglich werden allein in Peking rund 1000 Autos neu zugelassen – die Anzahl der Wagen wird dort 2008 auf insgesamt 3,5 Millionen steigen. Damit der Verkehr nicht kollabiert, haben die Pekinger Verkehrsplaner bereits frühzeitig begonnen, umfangreiche Studien zur Verhinderung eines Verkehrsinfarkts zu erstellen. So war vor einigen Jahren zum Beispiel eine 14-köpfige Delegation chinesischer Bürgermeister in Deutschland zu Gast. Sie besuchten auch das Karlsruher Unternehmen PTV, das auf Planung, Transport und Verkehr spezialisiert ist, und informierten sich über das Management nachhaltiger Stadtentwicklung in Deutschland sowie über den Weg zu einer autogerechten Stadt und nachhaltiger Verkehrsplanung.
„In Europa die Vorteile nachhaltiger Stadtentwicklung zu betrachten, ist für die chinesischen Entscheidungsträger sehr interessant. Haben sie doch beim explosionsartigen Verkehrswachstum wesentlich weniger Zeit, sich an die steigende Motorisierungsrate zu gewöhnen und mit ihr umzugehen. Sie müssen den Herausforderungen, die dadurch erwachsen, kurzfristig begegnen“, sagt Thomas Schwerdtfeger, Vorstandsmitglied der PTV.

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