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avn Ausgabe 03/2026

Die gesellschaftliche Diskussion über Wohnraum und Immobilienpreise war in Deutschland nie lauter als heute – und nicht nur hier: Auf der kürzlich in Kapstadt stattgefundenen FIG Working Week (25. – 28. 5. 2026) waren Immobilien, Kataster und Klimawandel Gegenstand vieler Vorträge. Die Triggerpunkte sind: CO2-Reduktion im Gebäudebestand, Schutz vor klimabedingten Extremereignissen, Wohnraummangel in Städten bei gleichzeitiger Überversorgung im ländlichen Raum – und die Frage der Bezahlbarkeit all dessen. Diese Fragen sind zutiefst räumlich und setzen belastbare Daten voraus, die auf deutscher Bundesebene systematisch fehlen. In Deutschland sind wir mit dem System aus Kataster und Geoinformationen eigentlich gut aufgestellt – es fehlt aber an bundesweiter Nutzbarkeit. Der Immobilienmarkt bleibt strukturell intransparent: Es gibt keine gesetzliche Mietpreissammlung, obwohl mehr als die Hälfte der Deutschen zur Miete wohnt. „Share Deals“ werden ohne Notarvertrag abgeschlossen und tauchen in keiner Kaufpreissammlung auf – ihr Umfang ist unbekannt. Die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse sind fragmentiert, wichtige Wertermittlungsdaten fehlen oft.

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