Das Castle3D Framework zur fortlaufenden semantischen 3D-Kartierung von archäologischen Ausgrabungsstätten

Dorit Borrmann, Hamidreza Houshiar, Jan Elseberg, Andreas Nüchter, Falk Näth, Stephan Winkler

Das 3D-Laserscanning ist Stand der Technik bei der Modellierung archäologischer Ausgrabungsstätten, historischer Anlagen und sogar ganzer Städte oder Landschaften. Die Dokumentation der Befunde auf einer Ausgrabungsstätte ist eine wesentliche archäologische Aufgabe. Ein automatisiertes System würde diesen Prozess beschleunigen und die Anzahl der Fehler auf ein Minimum reduzieren.
Dieser Beitrag stellt einen neuen Ansatz in der Dokumentation industrieller Archäologie durch die Entwicklung einer standardisierten Herangehensweise an die computerunterstützte Dokumentation einer archäologischen Ausgrabungsstätte vor. Außerdem wird eine Reihe von Tools zur Erfassung und Registrierung von 3D-Daten
auf Ausgrabungsstätten vorgestellt, die den Hauptbestandteil der Arbeitskette abdecken. Ein effizientes Werkzeug für die Visualisierung der erworbenen 3D-Punktwolken im 2D- und 3D-Modus wird zur Verfügung gestellt. Der Hauptzweck dieser Software ist es, Archäologen ein einfach zu bedienendes Tool für die semantische Kartierung vor Ort zu bieten. Es enthält Funktionen für die Auswahl und Kennzeichnung von Funden. Jedes Label kann mit weiteren Informationen versehen werden. Diese Daten werden im XML-Format exportiert und dienen als Eingabe für andere Systeme und Datenbanken.

Schlüsselbegriffe: 3D-Laserscanner, Archäologie, Semantische Kartierung, 3D-Punktwolkenverarbeitung

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