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20 Jahre Satellitenmission Grace

Vor 20 Jahren, am 17. März 2002, wurde die deutsch-amerikanische Satellitenmission Grace gestartet, um die Anziehungskraft der Erde hochgenau zu vermessen.

Wissenschaftler der TU Dresden sind seit 20 Jahren von Anfang an dabei, die Daten der Satellitenmission Grace zu nutzen. Aus kleinen Veränderungen der Erdanziehungskraft ermitteln sie Massenänderungen der Eisschilde in Grönland und Antarktika. Datenreihen dieser Eismassenänderungen stellt das Institut für Planetare Geodäsie der TU Dresden auch im Auftrag der Europäischen Weltraumagentur Esa bereit.

20 Jahre Satellitenmission Grace

„Grace“ steht für „Gravity Recovery and Climate Experiment“. Die Grace-Mission endete 2017 und wird seit 2018 durch die Mission „Grace Follow-On“ fortgesetzt. Grace und Grace Follow-On funktionieren nach demselben Prinzip: Zwillingssatelliten folgen einander in ihrer Umlaufbahn in einem Abstand von etwa 200 Kilometer. Die Schwankungen dieses Abstandes werden gemessen, und zwar auf einen Tausendstel Millimeter genau. Da die Schwankungen dieses Abstands durch die Unregelmäßigkeiten der Erdanziehungskraft hervorgerufen werden, kann diese bis in die kleinsten Feinheiten bestimmt werden. Die unmittelbaren Messungen, sozusagen die Rohdaten, bearbeiten unter anderem die Kollegen am Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches Geoforschungszentrum und liefern damit die Ausgangsdaten für die Analysen der Dresdener Geodäten.

Von 2002 bis 2021 hat der Grönländische Eisschild rund 5000 Milliarden Tonnen Masse verloren, der Antarktische Eisschild rund 1800 Milliarden Tonnen. Eine Milliarde Tonnen entspricht der Masse eines Kubikkilometers Wasser. Das Schmelzwasser vermehrt die Wassermassen des Ozeans und sorgt für rund ein Viertel des globalen Meeresspiegelanstiegs.

Weitere Informationen unter https://tu-dresden.de

3898 - 20 Jahre Satellitenmission Grace
PR/as
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GeodäsieGeoinformationGeoGeoinformatikGIGraceSatellitenmissionTU Dresden