„Damit stellen wir allen, die in Sachsen-Anhalt am Kauf und Verkauf von Grundstücken interessiert sind, hochaktuelle und verlässliche Informationen zu den aktuellen Wertverhältnissen von Grund und Boden zur Verfügung“, erklärte die Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Dr. Lydia Hüskens, in Magdeburg. Insgesamt ist das Land in 10.704 Bodenrichtwertzonen für Bauland sowie 215 für land- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke eingeteilt. Für jede einzelne dieser Zonen ist ein spezifischer Bodenrichtwert ermittelt worden.
Bodenrichtwerte in Sachsen-Anhalt für Bauland steigen leicht
Im Vergleich zur letzten Erhebung 2024 ist bei den Bodenrichtwerten für Bauland ein leichter Anstieg zu verzeichnen. „Den höchsten Zuwachs von sieben Prozent sehen wir bei den Gewerbegebieten“, sagte Hüskens. „Das ist ein positives Signal und zeigt, wie die Logistikbranche von der gut ausgebauten Infrastruktur im Land profitiert“, ergänzte sie. Konkret würden beispielsweise entlang der Autobahntrassen Quadratmeterpreise von bis zu 100 Euro erzielt.
Die Bodenrichtwerte für Einfamilienhausgebiete stiegen im landesweiten Durchschnitt im Vergleichszeitraum um 5 %, wobei die höchsten Werte traditionell in den Großstädten ermittelt wurden. Der Spitzenwert liegt bei 450 € pro Quadratmeter in Halle-Lettin. Im Gegensatz dazu liegen die Werte in einzelnen dezentralen Ortschaften, etwa in der Altmark oder entlang der Landesgrenze zu Brandenburg, bei 10 € Euro pro Quadratmeter.
Die Quadratmeterpreise für landwirtschaftlich genutzte Grundstücke variieren stark in Abhängigkeit von der Ertragsfähigkeit der Böden. Hier reicht die Spanne von deutlich über 4 € pro Quadratmeter für Ackerböden in der Magdeburger Börde bis hin zu 0,75 € pro Quadratmeter für ackerbaulich wenig nutzbaren Flächen des Oberharzes um Elbingerode und Hasselfelde.
Weitere Informationen unter www.sachsen-anhalt.de