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A historical GIS approach to analyze the impact of WWII bombings in the city of Treviso (NE Italy)

Ein geohistorischer GIS-Ansatz zur Analyse der Auswirkungen der Bombardierung in zweiten Weltkrieg in der Stadt Treviso (Nordostitalien)

Leonardo Mora

This research proposes a methodology for mapping World War II (WWII) bomb craters and analyzing their long-term impact on urban areas, addressing the lack of integrated geohistorical approaches that consider both wartime events and post-war urban evolution. Using historical aerial imagery to assess conflict damage, this project focuses on the city of Treviso, heavily bombed during the final years of the war. Historical sources produced by the Royal Air Force (RAF) between 1943 and 1945 and geospatial data for the present day were elaborated and analyzed through a historical GIS approach to identify craters and trace urban transformation over time. Mapping bomb craters based on historical aerial photos has enabled the identification of “damage zones”, defined as ­areas exposed to varying degrees of danger from explosions if the bombs dropped during WWII bombings had exploded in different time periods between 1945 and 2018. These areas include within their boundaries a percentage of the total Treviso’s urban area varying between 20 % and 70 % depending on the type of bomb used. The results of the research correlate endangered areas and bombings with the presence of military targets such as stations and railways, and can be used in future to support preventive bomb risk analysis and historical research on WWII.

Diese Forschungsarbeit schlägt eine Methodik zur Kartierung von Bombenkratern aus dem Zweiten Weltkrieg und zur Analyse ihrer langfristigen Auswirkungen auf städtische Gebiete vor, um dem Mangel an integrierten geohistorischen Ansätzen entgegenzuwirken, die sowohl Kriegsereignisse als auch die städtische Entwicklung nach dem Krieg berücksichtigen. Unter Verwendung historischer Luftbilder zur Bewertung der Kriegsschäden konzentriert sich dieses Projekt auf die Stadt Treviso, die in den letzten Kriegsjahren schwer bombardiert wurde. Historische Quellen der Royal Air Force (RAF) aus den Jahren 1943 bis 1945 und aktuelle Geodaten wurden mithilfe eines historischen GIS-Ansatzes ausgewertet und analysiert, um Krater zu identifizieren und die städtische Transformation im Laufe der Zeit nachzuverfolgen. Die Kartierung von Bombenkratern auf der Grundlage historischer Luftbilder ermöglichte die Identifizierung von „Schadenszonen“, definiert als Gebiete, die in unterschiedlichem Maß der Gefahr von Explosionen ausgesetzt waren, wenn die während der Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg abgeworfenen Bomben in verschiedenen Zeiträumen zwischen 1945 und 2018 explodiert wären. Diese Gebiete umfassen innerhalb ihrer Grenzen einen Prozentsatz der gesamten Stadtfläche von Treviso, der je nach Art der verwendeten Bombe zwischen 20 % und 70 % variiert. Die Ergebnisse der Forschung korrelieren gefährdete Gebiete und Bombardierungen mit dem Vorhandensein militärischer Ziele wie Bahnhöfe und Eisenbahnlinien und können in Zukunft zur Unterstützung präventiver Bombenrisikoanalysen und historischer Forschungen zum Zweiten Weltkrieg herangezogen werden.

DOI: 10.14627/gis.Science.2026.1.2
APA-Style Cite: Mora, L. (2026). A historical GIS approach to analyze the impact of WWII bombings in the city of Treviso (NE Italy). gis.Science, 39(1), 6–12. https://doi.org/10.14627/gis.science.2026.1.2
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