gis.Business Ausgabe 1/2020

Die Kohle ist zäh, schreibt das Magazin „Le Monde diplomatique“ im Atlas der Globalisierung. Und der Beitrag „Die Klimafrage“ fügt an: „Weltweit ist der dreckige Brennstoff längst noch nicht abgeschrieben.“ Nicht nur in Australien, China oder den USA, sondern auch hierzulande. Die zukünftige Energieversorgung muss auf eine dezentrale Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, wie Wind- und Solarenergie in Kombination mit Stromspeichern, umgestellt werden. Um dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, sind neue Konzepte und Steuerungsmöglichkeiten auf der Basis intelligenter (smarter) Lösungen notwendig. Laut der Bundesregierung ist es für eine erfolgreiche Energiewende auch entscheidend, sowohl die Energieeffizienz zu erhöhen als auch den absoluten Energiebedarf zu senken: „Die billigste und klimafreundlichste Kilowattstunde ist die, die man nicht verbraucht“.

Im Titelthema steht das Thema Energiemanagement im Fokus. Der Beitrag „Smartes Energiemanagement für die Welt von morgen“ erörtert das facettenreiche Thema und betrachtet auch den Aspekt des „Energiefressers Internet“. Damit die Energiewende gelingt, arbeiten Wissenschaftler an einer besseren Energieeffizienz in konkreten Projekten. Wie der Weg eines zukünftigen Energiemanagements aussehen kann und in welchen Projekten aktuell geforscht wird, darüber sprachen wir mit Prof. Dr. Volker Coors und Dr. Dirk Pietruschka von der Hochschule für Technik in Stuttgart. Im Kontext von intelligenten Lösungen im Smart-City-Bereich spielt auch das Building Information Modeling (BIM) eine wichtige Rolle. Daher beschäftigt sich der dritte Beitrag des Titelthemas mit dem interoperablen Datenaustausch zwischen Systemen und Akteuren als entscheidenden Faktor für BIM.

Auch so manches Thema im Gesundheitswesen ist zäh. Unter der Überschrift „Die räumliche Vermessung der Gesundheit“ werfen wir im Special einen Blick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich Geo-IT und Gesundheitsfragen. Die räumliche Komponente spielt dabei eine immer wichtigere Rolle – sowohl für die Erklärung von Krankheitsursachen als auch für Erreichbarkeitsanalysen zu Gesundheitsinfrastrukturen. Die Verbreitung des Coronavirus zeigt deutlich, wie wichtig es ist, ein aktuelles räumliches Bild der Erkrankungssituation zu haben.

Zäh gestaltet sich zudem das Vorankommen beim Open-Data-Vorhaben. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat spricht auf den Seiten von „Verwaltung innovativ“ davon, dass das Bereitstellen von Verwaltungsdaten zur Weiterverwendung und Weiterverbreitung, kurz „Open Data“, die Grundlage für ein offenes Verwaltungshandeln sei. Wir haben uns in Europa umgesehen und mit Österreich, Finnland und Spanien drei Beispiele zu den Open-Data-Entwicklungen in den Fokus genommen.

Weniger zäh, weil klar im Votum, verlief die Verleihung des Wichmann Innovations Awards im Rahmen der Intergeo 2019 in Stuttgart. Die Preise wurden an die Firmen Riegl und Geosystems verliehen. In der Rubrik Technologie stellen die beiden Gewinner ihre Produkte und Lösungen in zwei Beiträgen vor.

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