gis.Business Ausgabe 2/2018

Wasser ist Leben und wird für viele Menschen auf diesem Planten zur Überlebensfrage. So prognostiziert die UN, dass bis ins Jahr 2050 rund fünf Milliarden Menschen von Wassermangel bedroht sein könnten. Und die Probleme sind hausgemacht, weil Industrie, Landwirtschaft und viele Menschen in den modernen Nationen zu viel Wasser verbrauchen. Die Leidtragenden sind vielfach Menschen in den ärmeren Teilen der Welt. So zeigt sich am Beispiel Afrika, welche Auswirkungen ein unkontrollierter Wasserverbrauch haben kann. Kapstadt, im südlichen Afrika, geht das Wasser aus. Seit Monaten ist Leitungswasser rationiert, müssen die Bewohner mit 50 Liter pro Kopf und Tag haushalten. Apropos haushalten: Es ist Zeit, sich mit neuen Methoden beim Wassermanagement zu beschäftigen. Welche Hilfestellungen Geodaten hierbei spielen und wie die Resilienz von Mensch und Infrastruktur verbessert werden kann, das zeigt unser Titelthema zum „Wasser- und Kanalmanagement“.

Neue Lösungen und Methoden spielen auch bei den Themen Unmanned Aerial Systems (UAS) und Laserscanning eine wichtige Rolle. Bestes Beispiel ist der Markt für UAS. Viele Unternehmen wollen mit UAS-Lösungen durchstarten und sich vom Markt abheben. In einem Interview gewährt uns die Firma Logxon GmbH Ein- und Ausblicke in ein dynamisches Umfeld. Wie der Einsatz des Laserscannings die Archäologie unterstützt, das vermittelt uns ein Praxisbericht zur Vermessung der Felsritzungen im schwedischen Tanum.

Der Gesundheitsbereich profitiert nicht weniger von GIS-Lösungen, um Krankheiten auf der Spur zu sein. Im Zentrum stehen dabei vor allem GIS- und Mapping-Tools, die zahlreiche Analysemöglichkeiten bieten. Gleiches gilt für die geographische Gesundheitsforschung, wie Prof. Thomas Kistemann, stellvertretender Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn, in einem Interview verdeutlicht. Und auch F15beim Modellieren der Erreichbarkeit der Ärzte sind Geoinformationssysteme hilfreiche Werkzeuge.

Für die Forst- und Holzbranche sind Geodaten ebenfalls ein wichtiges Element, um geodatenbasierte Wegeinformationssysteme (WIS) auf- und auszubauen oder mithilfe hochauflösender PlanetScope-Satellitenbilder Sturmwurfschäden räumlich und thematisch genau abzugrenzen.

Es zeigt sich, dass Geoinformationen vielfältige Hilfestellungen bieten können – sei es beim Wasser- und Gesundheitsmanagement, in der Forstwirtschaft oder in der Archäologie.

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