Copernicus hebt ab

Wolfgang Steinborn

Europas Raumfahrt wird erwachsen. Vom GALILEO-System für bisher unerreichte Präzision in der Navigation sind vier Satelliten im Orbit, sodass 2013 eine erste Ortsbestimmung möglich war. Sechs weitere sollen in diesem Jahr noch folgen bis zur endgültigen Konstellation mit 30 Satelliten in 2019. Nun hat das Erdbeobachtungssystem COPERNICUS mit dem Start des ersten „Sentinels“ in der Nacht vom 3. auf den 4. April 2014 nachgezogen.

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Für eine lange Kindheit hatte die Eifersucht zwischen den europäischen Ländern gesorgt, die der gemeinsamen Raumfahrtagentur ESA bisher nur Forschungssatelliten und damit Unikate gestattete. Für eine operationelle, nachhaltige Datenversorgung braucht man aber Satellitenflotten. In dieser Hinsicht hat das nun begonnene COPERNICUS-Beobachtungssystem der Europäischen Union (früher Globales Monitoring für Umwelt und Sicherheit GMES) zwei Eltern, Deutschland und Italien, und eine Großmutter, Frankreich. Dort hatte man schon 1986 mit dem SPOT-System die operationelle Erdbeobachtung eingeläutet, immerhin noch 14 Jahre nach dem Urgroßvater USA.
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