Webbasierte Visualisierung und objektbasierte Analyse von 3D-Geoinformation aus Laserpunktwolken

Kristina König, Andreas Kiefer, Bernhard Höfle

Der zunehmende Bedeutungsgewinn detaillierter dreidimensionaler Geodaten der letzten Jahre fordert neue und schnellere Analysemethoden. Die Entwicklung von Desktoplösungen bei Geoinformationssystemen (GIS) hin zu webbasierten Lösungen wurde in den letzten Jahren durch neue Webtechnologien ermöglicht.
Durch die Etablierung neuer Webstandards wie WebGL sind viele Browser nun in der Lage, in Kombination mit HTML5 und JavaScript gewisse Funktionen des Grafikprozessors nativ zu nutzen und anspruchsvolle, interaktive dreidimensionale Visualisierungen auszuführen. Die Erfassung hochauflösender 3DInformation erfolgt meist mittels Laserscanning.
Für die Verwaltung, Verarbeitung und Analyse dieser großvolumigen 3D-Punktwolken müssen neue Konzepte definiert werden; gängige GIS-Programme sind für die Verwaltung und Verarbeitung solcher Datenvolumina nicht ausgelegt. Dieser Beitrag verdeutlicht das Potenzial der Analyse von 3D-Geodaten in einer GeoWeb-Infrastruktur und zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wie mithilfe der neuen Webtechnologien die Visualisierung und objektbasierte Analyse von 3DVegetationsobjekten aus Laserpunktwolken im Web erfolgen kann. Den Rahmen für diese Visualisierungs- und Analysetools gibt die Geodaten- und Analysestruktur LVISA (LVISA.uni-hd.de), die von der LiDAR Research Group am Lehrstuhl für Geoinformatik der Universität Heidelberg entwickelt wird.

Schlüsselwörter: 3D-GIS, Laserscanning, LiDAR, Punktwolke, GeoWeb, WebGL

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