Webbasierte Sichtbarkeitsanalyse mit Laserscanningdaten

Florian Hillen, Bernhard Höfle

In diesem Beitrag werden zwei Ansätze zur Berechnung der direkten Sichtbarkeit auf unregelmäßigen Dreiecksnetzen (TINs) vorgestellt und in eine serviceorientierte Architektur integriert. Der erste von zwei entwickelten Ansätzen basiert auf der räumlichen Indexstruktur des R-Baums und einer schrittweisen Bearbeitung der direkten Sichtlinie. Diese Vorgehensweise liefert zwar korrekte Ergebnisse, ist jedoch mit einem hohen Berechnungsoverhead behaftet und somit nicht für größere Untersuchungsgebiete mit großen Sichtdistanzen geeignet.
Der zweite Ansatz basiert hingegen auf einer topologischen Speicherung der TIN-Dreiecke. Aufgrund der daraus resultierenden effizienteren Prozessierung der direkten Sichtlinie sind die Berechnungen bis zu 10-mal schneller als der R-Baum-Ansatz. Die Integration der Berechnungen in eine serviceorientierte Architektur kann durch die Verwendung eines Web Processing Services (WPS) in Kombination mit einem zwischengeschalteten XML-RPC-Server zur performanten Handhabung des hohen Datenvolumens realisiert werden. In diesem Beitrag wird somit gezeigt, dass die on-the-fly-Berechnung der Sichtbarkeit auch auf hochgenauen Laserscanningdaten prinzipiell möglich ist, was unter anderem für Location-based Services sowie eine Vielzahl
anderer räumlicher Anwendungen von besonderer Wichtigkeit ist.

Schlüsselwörter: 3D-Analyse, Sichtbarkeitsanalyse, Web Processing Service (WPS), Interoperabilität, Laserscanning, Location-based Services (LBS)

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