Wer hat bei den zahlreichen Angeboten an Geoinformatik-Ausbildungen noch den Überblick? Die Gesellschaft für Geoinformatik fordert ein Kerncurriculum für Bachelor-Studiengänge Geoinformatik, um die Abschlüsse vergleichbar zu machen.
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Der vor zehn Jahren angestoßene Bologna-Prozess hat die internationale und nationale Hochschullandschaft kräftig durcheinandergewirbelt. Dies trifft ohne Zweifel auch auf den Bereich der Geoinformationswissenschaften und -technologien zu. So bewirkte die Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse unter anderem eine radikale Neuordnung der Ausbildungsinhalte mit der Schaffung verschiedener, standortspezifischer Schwerpunkte – gerne auch als „Alleinstellungsmerkmale“ bezeichnet. Auch die Anzahl relevanter Studiengänge ist gestiegen, für die eine Reihe neuer Studiengangbezeichnungen erdacht worden ist.
Angesichts dieser Tendenzen fällt es allen Akteuren – Studierenden, Lehrenden und Arbeitgebern – immer schwerer, einen Überblick zu bekommen beziehungsweise verschiedene Ausbildungsprogramme bewerten oder vergleichen zu können. Es ist daher zwingend notwendig, Transparenz auf Grundlage einer allgemein akzeptierten Basis zu schaffen.