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Brenner Basistunnel: Die Vermessung der längsten unterirdischen Eisenbahnverbindung der Welt

Brenner Base Tunnel: Surveying the World’s Longest Underground Railway Connection

Ivo Schätti, Lienhart Troyer, Gregor Windischer

Zwischen Innsbruck und Franzensfeste wird zurzeit die zukünftig längste Eisenbahnverbindung der Welt erstellt. Ein Großprojekt von europäischer Dimension soll die Verlagerung des Güterverkehrs von Nord nach Süd auf die Schiene ermöglichen. Die Bauarbeiten sind in vollem Gange, 160 km von 230 km sind ausgebrochen, die Vermessung spielt dabei eine zentrale Rolle. Im länderübergreifenden Projekt kommt der einheitlichen Datengrundlage eine erhöhte Bedeutung zu. Die Bauherrschaft hat dazu frühzeitig die Weichen gestellt und das Bezugssystem für Lage und Höhe grenzüberschreitend einheitlich bestimmt. Die mit der Bauherrenvermessung beauftragte Arbeitsgemeinschaft HKM Brenner (Grünenfelder, Trigonos, Topotec) hat die Arbeiten 2017 aufgenommen. Das Grundlagennetz wurde 2017 neu bestimmt und die Vortriebskontrollen in Wolf und Mauls sukzessive ausgeführt. Zu dem Zeitpunkt der Berichterstattung (Oktober 2023) sind die Vortriebsnetze unter dem Brennerpass noch nicht verbunden. Es fehlen noch wenige Kilometer. Die Analysen des Messmaterials zeigen, dass die statistischen Kennzahlen erreicht werden. Sie zeigen aber auch, dass die reinen Polygonzugsmessungen signifikante, systematische Abweichungen aufweisen, welche mit der Kreiselmessung korrigiert werden müssen.

The world’s longest underground railway connection is currently being built between Innsbruck and Franzensfeste. A major project of an European dimension is to enable freight traffic to be shifted from road to rail. Construction work is in full progress, 160 km of 230 km have been drilled, and of course surveying tasks are playing a key role. In this transnational project, a homogeneous database is of great importance. The Brenner Base Tunnel (BBT) SE set the course for this at an early stage and defined the reference system for location and height homogeneously across borders. In 2017, the surveying consortium HKM Brenner (Grünenfelder, Trigonos, Topotec) was commissioned with the survey and set to work. The baseline network was remeasured in 2017 and control surveys in Wolf and Mauls were carried out successively. At the time of reporting (October 2023), the tunnel systems under the Brenner Pass are still unconnected. A few kilometers are still missing. Analyses of the survey data show that the statistical indicators are being met. However, they also show significant systematic deviations in the traverse data, which must be corrected by gyroscopic measurements.

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