Hochpräzise RTK-Positionierung mittels Galileo – Welche Vorteile sind von der aktuellen Konstellation zu erwarten?

Xiaoguang Luo, Jun Chen, Bernhard Richter, Klaus Schleußinger

Am 15. Dezember 2016 gab die Europäische Kommission den Start der Galileo Initial Services bekannt. Damit wurde der Übergang Galileos von einem Testsystem zu einem betriebsfähigen System vollzogen. Das sind ausgezeichnete Neuigkeiten für alle GNSS-Nutzer weltweit, die von einem zusätzlichen Positionierungssystem profitieren wollen, welches die bereits bestehenden GNSS-Konstellationen ergänzt. Durch die Erweiterung des Konzepts der Multi-Konstellation- und Multi-Frequenz-RTK-Positionierung (Echtzeit-Kinematik) werden alle Galileo-Signale im E1- und E5-Band in der Leica-Viva-GNSS-Technologie unterstützt. Zusätzlich zu Multi-GNSS-RTK wird eine reine Galileo-Lösung basierend auf der aktuellen Satellitenkonstellation bereitgestellt. Dieser Beitrag zeigt die Vorteile von Galileo für hochpräzise RTK-Positionierung anhand repräsentativer Fallstudien unter Berücksichtigung von Basislinienlänge, Mehrwegeeinflüssen und Abschattungen. Die Ergebnisse bestätigen die Verwendbarkeit der aktuellen Galileo-Konstellation in hochpräzisen RTK-Anwendungen und zeigen eine verbesserte Verfügbarkeit, Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit der Mehrdeutigkeitslösung in schwierigen Messumgebungen. Zudem werden rein Galileo-basierte RTK-Positionen mit GPS- und GLONASS-Lösungen verglichen.
Schlüsselwörter: GNSS, Galileo, Multi-Konstellation-RTK, Multi-Frequenz-RTK

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