Seite weiterempfehlenSeite drucken

Immobilienmarktbericht 2020 des Landes Hessen

Der Umsatz des Immobilienmarktes in Hessen legt 2019 um sieben Prozent zu, so die Informationen des jetzt erhältlichen Immobilienmarktberichts 2020 des Landes Hessen.

Die Nachfrage nach hessischen Immobilien war auch 2019 ungebrochen hoch – das ist ein Fazit des neuen Immobilienmarktberichts des Landes Hessen. Landesweit stieg der Umsatz der Transaktionen um rund sieben Prozent auf 25,4 Milliarden Euro. Der Immobilienmarktbericht wird jährlich von der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte des Landes Hessen (ZGGH) erstellt. Die Daten liefern Immobilien- und Wohnungswirtschaft, Politik sowie Bürgern eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Bauvorhaben.

In Hessen wurden im Jahr 2019 circa 68.000 Kaufverträge registriert. Allein in Frankfurt wurden rund 5.000 Käufe mit einem Gesamtgeldumsatz von knapp 7,4 Milliarden Euro getätigt. Auffällig ist nach wie vor das Süd-Nord-Gefälle: Die kreisfreien Städte und Landkreise des Rhein-Main-Gebietes weisen dabei erwartungsgemäß den höchsten Umsatz auf. Spitzenreiter ist weiterhin die Stadt Frankfurt/Main, gefolgt vom Landkreis Offenbach und der Stadt Wiesbaden mit je 1,8 Milliarden Euro. Auf den hinteren Rängen folgen dagegen die Landkreise Werra-Meißner mit 138 Millionen Euro und Vogelsberg mit 151 Millionen Euro Umsatz.

Ein gebrauchtes, freistehendes Einfamilienhaus in Hessen wechselte im Jahr 2019 für durchschnittlich 390.000 Euro (2018: 360.000 Euro) den Besitzer. Für eine neue Eigentumswohnung mussten Käufer rund 3.600 Euro pro Quadratmeter (gegenüber 3.500 Euro pro Quadratmeter im Vorjahr) bezahlen. Eine gebrauchte Eigentumswohnung war für gut 2.200 Euro pro Quadratmeter (2.000 Euro pro Quadratmeter im Vorjahr) zu haben. Ob sich dieser Trend auch in der aktuellen Coronapandemie fortschreibt, bleibt abzuwarten, so der Leiter der ZGGH, Klaus-Peter Weis. Alles deute darauf hin, dass der hessische Immobilienmarkt angespannt bleibe.

Um Risiken und Chancen auf dem Immobilienmarkt einschätzen zu können, ist eine hohe Transparenz unabdingbar. Zu dieser Transparenz leisten die Gutachterausschüsse für Immobilienwerte einen erheblichen Beitrag: Ihr gesetzlicher Auftrag ist es, notariell beurkundete Kaufverträge auszuwerten, um neutrale und regional differenzierte Marktberichte landesweit zur Verfügung zu stellen. Basierend auf diesen Daten beschreibt der hessische Immobilienmarktbericht das Marktgeschehen, beispielsweise durch Umsatzzahlen (neu: Teilmarkt Forst), Durchschnittspreise für Eigenheime und durchschnittlich erzielte Mieten. Überregionale Auswertungen in Form von Sachwertfaktoren (neu: Sachwertfaktoren für Resthofstellen im Außenbereich), Rohertragsfaktoren und Liegenschaftszinssätzen ergänzen den Marktbericht. Die Auswertungen basieren auf den Verkaufsfällen des Jahres 2019.

Der Immobilienmarktbericht des Landes Hessen 2020 ist gegen eine Gebühr von 50 Euro erhältlich und kann als Download erworben werden.

Weitere Informationen unter www.hvbg.hessen.de

3393 - Immobilienmarktbericht 2020 des Landes Hessen
PR/as
Keywords:
GeodäsieGeoinformationGeoGeoinformatikGIHessenZGGHHVBG