Für Bürger dient die Wärmeplanung vor allem als Orientierung, welche klimafreundlichen und wirtschaftlichen Arten der Wärmeversorgung wo im Stadtgebiet möglich sein werden.
Mehrheitlich hat der Stadtrat außerdem auf gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CDU und SPD zur kommunalen Wärmeplanung unter anderem beschlossen, dass Maßnahmen mit finanziellen oder personellen Auswirkungen immer separat dem Stadtrat beziehungsweise den Fachausschüssen zum Beschluss vorzulegen sind. Dabei sollen die Auswirkungen auf den Haushalts- und Stellenplan der Stadt Krefeld ebenso dargestellt werden wie Auswirkungen, die Maßnahmen bei Tochterunternehmen hervorrufen, die über Ausschüttungen oder Zuschussbedarf den Haushalt der Stadt Krefeld berühren. Ebenso sollen verfügbare Förderprogramme genutzt und vorrangig für Maßnahmen eingesetzt werden, die für die Krefelder Bürger finanziell entlastend wirken.
Verschiedene Info-Angebote für Bürgerschaft
Verpflichtungen entstehen für Bürger aus der kommunalen Wärmeplanung nicht direkt. Der Beschluss der Wärmeplanung bedeutet für die Stadtverwaltung, dass der nächste Abschnitt in der Wärmewende startet. Die Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit wird sich jetzt mit verschiedenen Informationsangeboten an die Bürger richten. Unter anderem gibt es einen Infomarkt, eine digitale Informationsveranstaltung sowie Infos im Geoportal und auf einer speziellen Website. Einen schnellen Überblick, ob Fernwärme an einer spezifischen Adresse künftig potenziell möglich sein wird, liefert der Wärmefinder der NGN.
Wärmegebiete im Geoportal abrufbar
Die im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung definierten Wärmegebiete sind ab sofort auch im Geoportal der Stadt Krefeld abrufbar. Bürger können dort einsehen, welche Wärmeversorgungsoptionen perspektivisch in den jeweiligen Stadtteilen vorgesehen sind. Die Wärmeplanung ist im Geoportal abrufbar.
Zusätzlich ist die Stadt Krefeld dem Netzwerk AltBauNeu beigetreten und hat dort eine digitale Informationsplattform geschaffen. Das Netzwerk unterstützt Kommunen dabei, Bürger bei der energetischen Modernisierung von Bestandsgebäuden digital zu informieren und zu beraten. Auf der Website finden Interessierte unter anderem viele Antworten zur kommunalen Wärmeplanung im FAQ-Format, einen Modernisierungscheck für Wohngebäude, Informationen zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, Hinweise zu Energieberatungen sowie Informationen zur Suche nach qualifizierten Handwerksbetrieben. Ziel des Netzwerks ist es, Hauseigentümer praxisnah bei der energetischen Sanierung und bei der Umstellung auf klimafreundliche Heizsysteme zu unterstützen.
Weitere Informationen unter www.krefeld.de/