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Frühjahrsbefliegung 2026 in Hamburg

Laserscanning- und Vermessungsbefliegungen finden jetzt über Hamburg statt – wichtige Datengrundlage für Stadtentwicklung, Umwelt und Sicherheit.

Hamburg: Befliegung 2026. Bild: LGV

Der Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) Hamburg führt im Zeitraum von Januar bis April 2026 turnusmäßige Laserscanning- und Vermessungsbefliegungen über dem Hamburger Stadtgebiet durch. Die Flüge sind gesetzlicher Bestandteil der amtlichen Datenerfassung und bilden eine zentrale Grundlage für zahlreiche Aufgaben in Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Im Rahmen der Laserscanning-Befliegung können vereinzelt nächtliche Flugbewegungen wahrnehmbar sein. Diese erfolgen in einer Flughöhe von rund 2.500 Fuß (ca. 760 Meter). Nachtflüge sind erforderlich, da der Luftraum tagsüber stark frequentiert ist und die Messflüge ansonsten den regulären Flugverkehr beeinträchtigen würden. Die Laserscanning-Befliegung wird voraussichtlich noch im Zeitraum bis 15. März 2026 durchgeführt.

Hamburg von oben

Ergänzend dazu sind Vermessungs-Bildflüge zur Erstellung von Luft- und Schrägluftbildern geplant. Diese finden – wie in den Vorjahren – möglichst früh im Jahr zwischen dem 1. Februar und 30. April 2026 statt, bei gutem Wetter und ausreichendem Sonnenstand. Geflogen wird in etwa 4.000 Fuß Höhe mit kleineren, zweimotorigen Flugzeugen.

Für beide Befliegungen gilt: Es finden keine Starts oder Landungen in Hamburg statt, diese erfolgen im Großraum Norddeutschland. Die Einsätze sind zudem wetterabhängig und erfolgen nur bei geeigneten Bedingungen, insbesondere ohne Regen oder Schnee.

Warum diese Befliegungen wichtig sind

Die Befliegungen leisten einen direkten und nachhaltigen Beitrag zum Gemeinwohl. Sie sind ein wichtiger Baustein für eine zukunftsfähige, sichere und lebenswerte Stadt und kommen langfristig allen Bürgern zugute:

  • moderne Stadtplanung und Transparenz,
  • Umwelt- und Klimaschutz,
  • effiziente Verwaltung und Kostenersparnis,
  • Nutzen für Wirtschaft, Wissenschaft und Privatpersonen.

Die erhobenen Daten ermöglichen den Aufbau und die kontinuierliche Aktualisierung des Digitalen Zwillings der Stadt Hamburg, einschließlich des 3D-Stadtmodells. Diese Modelle unterstützen Planungen von Neubauten, Infrastrukturprojekten und Variantenprüfungen und dienen auch als verständliche Grundlage für Öffentlichkeitsbeteiligungen.

Die Daten werden für Umweltmonitoring, Starkregen- und Hochwassersimulationen, Lärmausbreitungs- und Windsimulationen sowie für Analysen zu Begrünung, Versiegelung oder Solarpotenzial genutzt – wichtige Bausteine für eine klimaresiliente Stadt.

Flächendeckende, hochgenaue Geodaten reduzieren aufwendige Außendiensttermine, sparen Zeit und Kosten und werden von nahezu allen Fachbehörden für deren gesetzliche Aufgaben genutzt, etwa im Liegenschaftskataster, in der Stadt- und Verkehrsplanung oder im Liegenschaftsmanagement.

Ein Großteil der Daten steht der Öffentlichkeit als Open Data zur Verfügung – kostenfrei im Hamburger Geoportal oder als Download. Sie werden unter anderem von Architekturbüros, Vermessungsunternehmen, Planungsbüros, Forschungseinrichtungen und auch von Privatpersonen genutzt.

Weitere Informationen unter www.hamburg.de/

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