gis.Business Ausgabe 6/2019

„The world needs better buildings.“ Dieser Slogan ist aktuell auf einer weithin sichtbaren Werbetafel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Berliner Hauptbahnhof zu lesen. Sinnbildlich ist er an einem Baugerüst angebracht. Sprich, das mit den besseren Gebäuden lässt sich durchaus als Wink an eine Branche im digitalen Umbruch verstehen.

Apropos nachhaltig. Mithilfe des Building Information Modeling, kurz BIM, soll der komplette Bauprozess an die Bedürfnisse einer digitalen Arbeits- und Lebenswelt von morgen ausgerichtet werden. Was das heißt, das porträtiert unser Titelbeitrag zu „Berlin: Platte, Protz und BIM-Methode“. Eine Erkenntnis in der Bundeshauptstadt ist, dass dank BIM vieles besser laufen kann beim Bauen der Zukunft. Aber, und das zeigt der Beitrag, es müssen viele Faktoren in die Überlegungen des Bauens im Modus 4.0 einfließen, will BIM ein Erfolgsmodell werden.

Erfolge ganz anderer Art verzeichnet seit Jahren die Immobilienbranche – vor allem aufgrund des Rennens um bezahlbaren Wohnraum. Denn wer heute auf der Suche nach einer Wohnung zur Miete ist oder gar ein Haus kaufen möchte, der erlebt in fast allen deutschen Großstädten einen mehr als angespannten Immobilienmarkt. Wie Geodaten helfen können, mehr Transparenz in die Immobilienbranche zu bringen, verdeutlicht das Special „Geo-IT in der Immobilienwirtschaft“.

An der digitalen Welt baut seit vielen Jahren das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV). Vom Standort in München aus treibt die Behörde die Digitalisierung merklich voran. In diesem Zuge sprachen wir mit Wolfgang Bauer, LDBV-Präsident, über den digitalen Weg, das Thema Virtual Reality und über die Mehrwerte für den Bürger. Eine Erkenntnis daraus lautet: Alles auf digital. Und auch in Freising, nur einen gefühlten Steinwurf von München entfernt, wird die Digitalisierung großgeschrieben. Unter dem Titel „Ein weiterer Schritt zur digitalen Stadt – webgestützte Aufgrabungsanmeldung bei der Stadt Freising“ wird ein Teil des digitalen Wegs dokumentiert.

Den digitalen Weg geht auch die Firma GRINTEC, wie das Beispiel der „Leitungsauskunft im Zeitalter der Digitalisierung“ zeigt. Zu diesem Thema, genauer zum Leitungsauskunftssystem „LineRegister“, sprachen wir mit Monika Ranzinger, Geschäftsführerin von GRINTEC. Abgerundet wird die neue Ausgabe durch den Beitrag: „Spike und Survey123 – Datenerfassung leicht gemacht“ und einem Interview zu Code-DE. Dr. Michael Schmidt, Dr. Johannes Schmidt und Christoph Reck vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt standen zur nationalen Copernicus-Dateninfrastruktur Rede und Antwort. Im Grunde ein Blick von oben.

Diesen Perspektivenwechsel suchen wir von der Redaktion in jeder Ausgabe der gis.Business mit neuen Themen, Trends und Anschauungen aus der Geoinformationswelt. Diese Erkenntnisse sind die Basis unseres Erfolgs. Und daran möchten wir im kommenden Jahr anknüpfen. Seien Sie gespannt!

Im Namen der gesamten Redaktion wünsche ich Ihnen nun ganz analog ein frohes Fest und bleiben Sie uns auch 2020 gewogen.

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