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Entwicklung und Programmierung räumlicher Entscheidungsunterstützungssysteme mit Java und ArcGIS Engine (ESRI)

Rainer Laudien, Georg Bareth

Moderne räumliche Entscheidungsunterstützungssysteme (Spatial Decision Support System = SDSS) vereinen GIS, Fernerkundung, numerische Modellierung und Expertenwissen (LAUDIEN et al. 2006). In dem vorliegenden Beitrag wird die plattformunabhängige Entwicklung solcher SDSS unter Verwendung von ArcGIS Engine (ESRI®) und Java vorgestellt. Dabei zeigt sich, dass Geodaten und Modelle, die beispielsweise in interdisziplinären Projekten erhoben werden, dem potentiellen Anwender fachgerecht aufbereitet und für dessen Entscheidungsfindung als zusätzliches Werkzeug, spezifisch der eindeutigen Fragestellung, eingesetzt werden können. Bei den Design- und Entwicklungsprozessen dieser Systeme ist darauf zu achten, dass verschiedene Nutzergruppen mit unterschiedlichem Fachwissen gleichermaßen zufrieden gestellt werden. Dies wird durch eine anwenderfreundliche, umfassende Oberflächenentwicklung realisiert. Innerhalb der Graphical User Interfaces (GUI) bietet sich dem Anwender die Möglichkeit, den Entscheidungsunterstützungsprozess auf zweierlei Weise einzuleiten. Einerseits kann der Anwender die voreingestellten Parametern nutzen, oder andererseits diese nach seinen Vorgaben editieren.

 

Artikelauszug / Extract:

Raumbezogene Daten, Modelle und Expertenwissen fließen heutzutage immer häufiger in Entscheidungsfindungsprozesse mit ein. Ein räumliches Entscheidungsunterstützungssystem vereint diese Daten und das Wissen in einem prozessbasierten Werkzeug, das spezifisch der eindeutigen Fragestellung in Anlehnung an einen Entscheidungsbaum entwickelt wird. Diese, im Englischen als Spatial Decision Support Systems bezeichneten Systeme gewährleisten Entscheidungsunterstützungen und Handlungsoptionen für verschiede Aspekte des Managements und der räumlichen Planung (TURBAN et al. 2005).
Essentiell für die Entwicklung solcher Systeme ist die Kenntnis über die Nachfrage, das Wissen und die Bedürfnisse der potentiellen Nutzer. Moderne SDSS müssen deshalb in Abhängigkeit der GIS-, Fernerkundungs- und Modellkenntnisse der einzelnen Nutzer spezifisch entwickelt und somit basierend der jeweiligen Anforderungen und Fragestellungen programmiert werden.

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