Dem Tsunami auf der Spur - Katastrophenschutz: Tsunami-Frühwarnsystem

Petra Köhler, Dr. Alexander Rudloff

Beim „German Indonesian Tsunami Early Warning System – GITEWS“ werden durch die Kombination terrestrischer und satellitengestützter Verfahren Daten zu Seismologie, Meeresspiegeländerungen und Verschiebungen der Erdkruste erhoben. Modellierungen zur Entstehung und Ausbreitung eines Tsunamis ermöglichen die Einschätzung der konkreten Gefährdung indonesischer Küstenabschnitte.

 

Artikelauszug / Extract:

Am 26. Dezember 2004 überraschte ein Tsunami verheerenden Ausmaßes die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans und zerstörte in wenigen Augenblicken das Leben von rund 230.000 Menschen sowie Hab und Gut weiterer Millionen. Auslöser war ein Erdbeben der Stärke 9,3 vor der Küste Nord- Sumatras. Die damalige Bundesregierung beschloss daraufhin eine umfassende Soforthilfe und die langfristige Unterstützung des Wiederaufbaus in den betroffenen Ländern. Ein nationales Forschungskonsortium unter Leitung des GeoForschungs- Zentrums Potsdam erhielt kurz darauf den Auftrag, ein zuverlässiges Tsunami- Frühwarnsystem für und mit Indonesien zu entwickeln und zur Betriebsreife zu bringen. Am 14. März 2005 wurde eine entsprechende Vereinbarung zwischen den Forschungsministerien der beiden Länder unterzeichnet, und wenig später konnten die Arbeiten im Projekt „German Indonesian Tsunami Early Warning System – GITEWS“ (www.gitews.de) beginnen.

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