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Die kinematische Leistungsfähigkeit des iGPS

Claudia Depenthal

iGPS ist ein modular aufgebautes Messsystem, das hauptsächlich für den Large Volume Bereich konzipiert wurde und für statische sowie kinematische Anwendungen einsetzbar ist. Um die kinematische Leistungsfähigkeit des iGPS zu analysieren, muss zwischen einer räumlichen 3D- und einer raumzeitlichen 4D-Position unterschieden werden. Für die Beurteilung einer 4D-Position sind zeitreferenzierte Messungen zwingend erforderlich und können mit dem am Geodätischen Institut des KIT (= Karlsruher Institut für Technologie) entwickelten zeitreferenzierten 4D-Kalibrier- und Prüfsystem (Ti4Calibs) durchgeführt werden. Die im Sommer 2009 erfolgten Messungen zeigten, dass iGPS selbst bei Geschwindigkeiten von 3 m/s noch Koordinaten liefert und die Abweichung einer 3D-Position kleiner als 0,3 mm ist. Für die 4D-Position konnte nachgewiesen werden, dass ein Zeit-Offset von etwa 0,3 ms vorliegt. Wird dieses Zeit-Offset berücksichtigt, entsprechen die vorhandenen Abweichungen einer 3D-Position. Da iGPS permanent weiterentwickelt wird, könnte auch dieses konstante Zeit-Offset behoben werden. Aber bereits jetzt präsentiert sich iGPS als ein interessantes kinematisches Messsystem.



Schlüsselwörter: iGPS, Kinematik, Zeitreferenzierung
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