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GIS Talk 2018

Beim GIS Talk in Bonn drehte sich zwei Tage lang alles um die Anwendungsmöglichkeiten von Geoinformationssystemen (GIS) und die Potentiale von Location Intelligence. Dabei wurde deutlich: Ohne GIS stockt die Digitalisierung.

Im November kam die GIS-Welt im World Conference Center Bonn zusammen. In mehr als 60 Vorträgen und Tech Tracks zeigten 1.100 GIS-Anwender, IT-Experten und Manager sowie rund 30 Partner und Start-ups, dass Geoinformationssysteme (GIS) eine Schlüsselrolle bei der Digitalisierung spielen – und im Hinblick auf globale Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Urbanisierung, der Globalisierung oder der Sicherung kritischer Infrastrukturen weiter an Bedeutung gewinnen.

Die Bedeutung von GIS wächst

Vom Breitbandausbau über die Energiewende bis hin zur Förderung umweltfreundlicher Mobilitätslösungen oder der Analyse globaler Geschäftsprozesse – bei der Gestaltung des gegenwärtigen und künftigen Zusammenlebens sind Geoinformationssysteme unverzichtbar geworden.

Denn: Das bloße Sammeln von Daten ebnet noch längst nicht den Weg in Richtung Smart Environment, Smart Governance oder Smart City. Stattdessen brauchen Behörden, Unternehmen und Organisationen ein Werkzeug, das Daten in ihren Kontext setzt und komplexe räumliche Zusammenhänge sichtbar macht. Genau das ermöglicht Arcgis.

Dass die Visualisierung räumlicher Zusammenhänge in einer zunehmend vernetzten Welt neue Perspektiven eröffnet, betonten prominente Gast-Speaker wie der Bonner Bürgermeister Reinhard Limbach, der TV-Meteorologe Sven Plöger oder der rheinland-pfälzische Staatssekretär Andy Becht auf der Eröffnungs-Plenary der GIS Talk.

Nach einem Grußwort von Bürgermeister Limbach, der auf die Bedeutung von GIS für smarte Städte verwies, sprach Plöger in seiner Keynote über die Auswirkungen des Klimawandels. Er ordnete zunächst das außergewöhnliche Wettergeschehen des Jahres 2018 ein. Anschließend zeigte er, wie die intelligente Verknüpfung von Geodaten Kommunen und Einsatzkräften hilft, sich präventiv auf extreme Wetterereignisse wie Starkregen und auf das Risiko für Überschwemmungen und Erdrutsche einzustellen. Die Visualisierung von Echtzeitdaten erlaubt es, zu handeln, bevor es zu spät ist.

Becht sprach über das Thema Smart Farming und erklärte, wie das Bundesland Rheinland-Pfalz die Landwirtschaft bei der Digitalisierung unterstützt. Der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sieht die Chancen von Smart Farming unter anderem bei der effizienteren Nutzung von Betriebsmitteln und der Schonung von natürlichen Ressourcen.

So geht GIS in der Praxis

Nach der Eröffnungs-Plenary lag der Fokus auf den konkreten Anwendungsmöglichkeiten von GIS: In vier verschiedenen Themenforen – Smarte Städte und Regionen, Location Intelligence, Situational Awareness, Infrastructure Intelligence – zeigten mehr als 30 Referenten, wie sie Arcgis konkret nutzen und in ihrer jeweiligen Branche von der Lösung profitieren.

Von der Stadtplanung in 3D über das Monitoring von Infrastrukturen und Lieferketten bis hin zu Echtzeit-Lagekarten für Einsatzkräfte – die Themenforen stellten die gesamte Bandbreite der Arcgis Plattform dar. Die Vorträge veranschaulichten, dass GIS sowohl für den derzeitigen Ausbau einer leistungsstarken Digital-Infrastruktur als auch im Hinblick auf künftige Big-Data- und Realtime-Analysen größeren Maßstabs essentiell ist.

Während im Themenforum smarte Städte und Regionen die Themen 3D-Stadtplanung und Sicherheit im urbanen Raum besonders prominent vertreten waren, standen die Optimierung von Lieferketten, die Expansionsplanung und die Standortwahl im Themenforum Location Intelligence im Fokus.

Zu den Kernfragen im Forum Situational Awareness gehörte, welche Chancen und Risiken künstliche Intelligenz für öffentliche und militärische Sicherheitskräfte mit sich bringt – und wie Echtzeitdaten die Einsatzplanung und -führung unterstützen.

Im Themenforum Infrastructure Intelligence warfen die Besucher gemeinsam einen Blick auf die Hochleistungsnetze von morgen. Denn damit der Kreislauf moderner Gesellschaften nicht ins Stocken gerät und Telekommunikation, Ver- und Entsorgung sowie Transport zukunftsfähig werden, braucht es intelligente Netze, die aus Daten lernen und im Handumdrehen relevante Informationen bereitstellen – statt Einzeldaten nur anzuhäufen.

Der Blick unter die Haube

Am zweiten Tag standen die technischen Grundlagen der Arcgis Plattform im Mittelpunkt. Sowohl die technische Plenumsveranstaltung als auch die rund 30 Tech Tracks führten vor Augen, was mit Arcgis alles möglich ist – und wie sich die Lösung in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt.

Das Produktteam von Esri stellte die Möglichkeiten von Arcgis im Kontext von Machine Learning, dem Internet of Things (IoT) und Realtime dar. Dazu gehört neben der schnellen Datenverarbeitung und -analyse vor allem die reibungsfreie Bereitstellung von Informationen in der Cloud und On Premises.

Einige Tracks widmeten sich den Neuerungen in Arcgis Pro und Arcgis Online. So wartet Arcgis gerade bei der Daten-Visualisierung mit einigen Verbesserungen auf. Das Zusammenspiel von BIM und GIS, die Integration von hochauflösenden Bilddateien und Fernerkundungsdaten oder neue kartografische Funktionen erweitern den Anwendungsspielraum für die Nutzer.

Produktzentrum, Partner und Start-ups

Wer die Neuerungen in Arcgis gleich ausprobieren wollte, kam im Produktzentrum auf seine Kosten. Die Mitarbeiter von Esri standen während der gesamten Konferenz zur Verfügung und lieferten Arcgis-Knowhow aus erster Hand. Zudem präsentierten Esri-Partner, Geschäftspartner und Start-ups unterschiedliche Branchenlösungen, Apps und Dienstleistungen.

Wer auf der Suche nach frischen GIS-Ideen und innovativen Ansätzen war, wurde im World Conference Center Bonn fündig. Gerade die Einbettung von GIS im Kontext von Virtual Reality, Augmented Reality und Machine Learning zog das Interesse der Besucher auf sich.

Die Zeit der Datensilos ist vorbei

Die GIS Talk machte eines mehr als deutlich: Die Zeiten inkompatibler Datensilos ist vorbei. Das Tempo, mit dem die Digitalisierung voranschreitet, verlangt nach offenen Lösungen, die Daten unterschiedlicher Quellen problemlos verknüpfen und in bestehende Prozesse integrieren. Denn nur so lässt sich das Potential von Big Data, Realtime oder Machine Learning wirklich nutzen.

Weitere Informationen unter https://arcgis.esri.de

2762 - GIS Talk 2018
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