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Vermessungstechnologie bietet Einsparpotenziale

HydroMapper macht Infrastruktur dreidimensional und Investitionen planbar. Patentierte Vermessungstechnologie erfasst Bauwerke in 3D über und unter Wasser.

 

Hydromapper im Einsatz in Berlin. Bild: HydroMapper

HydroMapper digitalisiert die Erfassung und Verwaltung von Infrastruktur: Das Unternehmen verbindet patentierte Vermessungstechnologien mit der neu entwickelten cloudbasierten und KI-gestützten Plattform InfraCloud, auf der unterschiedlichste Datengrundlagen einfach zusammengeführt werden können.

Bauwerke wie Kaimauern und Brücken, Hafen- und Verkehrsanlagen, Industrieanlagen, Gebäude sowie komplexe Sonderbauwerke werden hochpräzise erfasst, ihr Zustand in einem „digitalen Zwilling“ dokumentiert und über den gesamten Lebenszyklus analysierbar. Betreiber, Kommunen und Behörden erhalten eine belastbare Datengrundlage, um Instandhaltung gezielter zu planen, Risiken früher zu erkennen und öffentliche wie private Investitionen effizienter einzusetzen.

Gemeinsame Datengrundlage für alle Projektbeteiligten

HydroMapper adressiert einen wachsenden Markt: Mit den milliardenschweren Investitionen in die deutsche Infrastruktur wächst der Bedarf an belastbaren Zustandsdaten als Grundlage für wirtschaftliche Sanierungsentscheidungen. Viele Infrastrukturdaten liegen heute verteilt, unvollständig oder in nicht kompatiblen Formaten vor. InfraCloud bündelt 3D-Modelle, Zustands- und Schadensdaten, Pläne, Fotos sowie Monitoringdaten in einer zentralen, cloudbasierten Arbeitsumgebung und stellt sie internen Teams, Ingenieurbüros, Prüfstellen und externen Partnern rollenbasiert zur Verfügung. Schäden, Messpunkte und Anmerkungen lassen sich direkt am digitalen Bauwerksmodell verorten; alle Projektbeteiligten arbeiten dadurch auf derselben aktuellen Datengrundlage, statt Informationen manuell zwischen verschiedenen Dateien und Systemen abzugleichen. Das verkürzt Such-, Abstimmungs- und Übergabeprozesse erheblich und schafft die Grundlage für eine Infrastrukturverwaltung, die nicht erst auf Schäden reagiert, sondern datenbasiert vorausplant.

„HydroMapper ist aus einer Lücke entstanden, die wir in der täglichen Ingenieurpraxis immer wieder gesehen haben: Das größte Problem war immer eine unvollständige oder veraltete Datengrundlage – besonders unter Wasser, wo kosten- und sicherheitsrelevante Bauteile liegen“, sagt Karsten Holste, CEO von HydroMapper. „Unser Ziel war deshalb, Annahmen durch belastbare, aktuelle Messdaten zu ersetzen. Wir erfassen Bauwerke mit Hydromapper durchgängig und präzise über und unter Wasser und machen die Daten mit InfraCloud so nutzbar, dass daraus konkrete, faktenbasierte Entscheidungen für Betrieb, Prüfung und Sanierung entstehen.“

Bewährte Technologie

Die Technologie ist bereits in zahlreichen Infrastrukturprojekten im Einsatz. Mehr als 100 abgeschlossene Projekte, über 300 Kilometer vermessene Uferwand und mehr als acht Jahre Praxiserfahrung zeigen die Bandbreite. In Berlin wurden beispielsweise rund 45 Kilometer Uferanlagen digital aufgenommen. In einem norddeutschen Seehafen erfasste HydroMapper eine rund 815 Meter lange Hafenkaje hochpräzise über und unter Wasser.

Die Messdaten zeigten statt der rechnerisch angenommenen Auslastung von 157 % eine tatsächliche Auslastung von nur etwa 70 %, sodass eine drohende Sperrung vermieden und der Hafenbetrieb ohne Einschränkungen fortgeführt werden konnte. Von einem 1912 errichteten Stahlviadukt der Hamburger Hochbahn in Hamburg-Barmbek wurde zunächst ein 3D-Modell aus Bestandsunterlagen erstellt. Anschließend wurden während kurzer planmäßiger Sperrpausen Schäden mit Hand- und 360°-Kameras aufgenommen und danach in InfraCloud bearbeitet. So musste der Betrieb nicht extra für die Vermessungen unterbrochen werden.

Der wirtschaftliche Hebel des neuen Verfahrens entsteht vor allem durch bessere und schnellere Entscheidungen zu einem früheren Zeitpunkt im Prozess. Beim beispielhaften Lebenszyklus einer einen Kilometer langen Kaimauer weist das Unternehmen nach eigenen Angaben je nach Arbeitsschritt Einsparpotenziale von bis zu 50 % aus; weitere Prozessschritte können um rund zehn beziehungsweise 15 % effizienter werden. Große Flächen lassen sich in kurzer Zeit und ohne aufwendige Gerüst-, Taucher- oder Zugangslösungen dokumentieren. Instandhaltungsmaßnahmen, Kosten und Bauzeiten lassen sich auf dieser Grundlage unmittelbar in der InfraCloud-Plattform planen. So verkürzen sich Bauwerksprüfungen, Abstimmungswege und erforderliche Sperrzeiten deutlich.

Für die Datenerfassung kombiniert HydroMapper unter anderem Multibeam-Sonar, terrestrisches Laserscanning, Mobile Mapping, Photogrammetrie, hochauflösendes HD-Mapping und ROV-gestützte Inspektionen und nutzt auch Drohnen für die Vermessung. Die EU- und US-patentierte HydroScan-Technologie liefert auch in trübem Wasser und bei Nullsicht vollständige Messdaten. Diese werden georeferenziert, mit vorhandenen CAD-, BIM-, GIS-, Foto-, Dokumentations- und Sensordaten zusammengeführt und in InfraCloud in kurzer Zeit als digitales Bauwerksmodell verfügbar gemacht. Die Plattform unterstützt Zustandsbewertungen, Verformungsanalysen und Soll-Ist-Vergleiche sowie die KI-gestützte Erkennung und Klassifikation von Schäden. Automatisierte Prüfberichte, integrierte Mess- und Kommentarfunktionen sowie die direkte Planung von Maßnahmen, Kosten und Bauzeiten beschleunigen den gesamten Prozess von der Bestandsaufnahme bis zur Instandsetzungsentscheidung.

Weitere Informationen unter www.hydromapper.de

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