Die stereophotogrammetrische Vermessung von Objekten oder Objektszenarien mit strukturierter Beleuchtung existiert bereits seit Langem. Die Einfachheit bei gleichzeitig hoher erzielbarer Genauigkeit hat dafür gesorgt, dass dieses Messprinzip in der Industrie und vielen Anwendungen bereits zum Einsatz kommt.
In den letzten Jahren hat sich durch die rasante Entwicklung der Kameratechnik, hin zu immer
schneller aufnehmenden Kameras, auch die Messzeit für 3D-Aufnahmen sukzessive verkürzt. Klassische Verfahren sind jedoch nicht beliebig beschleunigbar. Dies liegt meist an der verwendeten Projektionseinheit, die üblicherweise ein DLP-Projektor ist. In diesem Artikel wird ein neuartiges Projektionssystem auf Basis von Laserspecklen vorgeschlagen, welches die Limitierung aktueller 3D-Messsysteme löst und schnelle 3D-Aufnahmen von dynamischen Prozessen zulässt. Eine negative Folge dieser Technik, das Auftreten subjektiver Speckles, wird erklärt und ihr Einfluss mit einem adaptierten Aufbau gemindert.