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Smart Citys: Geodaten sind die Basis, aber Zusammenarbeit ist nötig

Grundlagen für schlaue Smart-City-Lösungen sind schon heute vorhanden. Dennoch braucht es auch zukünftig ein Denken über Fachgrenzen hinweg und offene Daten als Voraussetzung für übergreifende Plattformen. Die Intergeo widmet sich auch 2019 dem Thema und fragt: Was trägt Geospatial Branche zu Smart Citys bei?

Wann der Herbst kommt, das wissen Stadtverantwortliche schon heute. Was sie in Zukunft außerdem wissen: wo genau jeder einzelne Baum in der Stadt steht, wie hoch er ist, wie groß sein Stammdurchmesser ist und wie viel Laub er verlieren wird. Wertvolles Wissen für die Abfallentsorgung. Ein Beispiel für eine Smart-City-Anwendung auf Basis von Geodaten. Und nur eines von vielen, von denen Professor Thomas H. Kolbe berichten kann. „Smart Citys brauchen Informationen unterschiedlicher Beteiligter ­­­– und Geodaten liefern die Struktur, weil sie den Raum strukturell repräsentieren und zerlegen“, sagt er. Kolbe ist Geo-Informatiker an der TU München und lässt keinen Zweifel daran, dass Geodaten die Grundlage sind für Städte der Zukunft, die lebenswert sind, effizient und nachhaltig funktionieren, und Bürgern bessere Dienste ermöglichen.

„Digitale Zwillinge“ für Infrastrukturbauwerke, 3D-Stadtmodelle oder smarte Sensortechnologien werden als Grundstein für Smart-City-Lösungen künftig für Städte unverzichtbar sein. Eine weitere Herausforderung ist die Bereitstellung der nötigen Daten, die in Deutschland nicht so offen verfügbar sind wie in anderen Ländern. Das aber ist eine weitere Voraussetzung, um Städte fit zu machen für die Zukunft. Nur auf diesen Daten können Plattformen basieren, die offen sind für alle – jederzeit und überall.

Die Geodäsie-Weltleitmesse Intergeo 2019 (17. – 19. September in Stuttgart) greift den Themenkomplex umfassend auf und hochrangige Keynote-Speaker beschäftigen sich ­– auch kritisch – mit der Frage: Welchen Beitrag leistet die Geospatial-Branche zur Stadt der Zukunft?

Dr. Jürgen Dold (President Hexagon Geosystems) betrachtet in seinem Beitrag Chancen digitaler Geschäftsmodelle, Staatssekretär Markus Kerber (Bundesinnenministerium) wird aus politischer Sicht auf Herausforderungen und Rahmenbedingungen von Smart Citys eingehen, der Smart-City-Experte Joachim Schonowski fragt: „Smart City: Hype, Utopie, Dystopie – wo stehen wir und wollen wir hin?“ Themenschwerpunkte setzt die in die Intergeo integrierte Plattform Smart City Solutions: Sie liefert Impulse und Inspirationen, bringt Städte und Lösungsanbieter aus unterschiedlichen Themenfeldern zusammen.

Klar ist aber auch: Geoinformationen allein machen aus einer Stadt noch keine Smart City, betont auch Geo-Informatiker Thomas H. Kolbe: „Auch Stadtplaner müssen umdenken, meist gehen dort noch Akten aus Papier in ein Umlaufverfahren.“

2936 - Smart Citys: Geodaten sind die Basis, aber Zusammenarbeit ist nötig
PR/af
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