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„Burglinde“ geht, das Hochwasser kommt

Das Sturmtief „Burglinde“ hielt die Feuerwehr in vielen Teilen Deutschlands während des Mittwochs im Atem. Auf der Spezialbaufachmesse Acqua Alta treffen sich auch dieses Jahr wieder vom 10. bis 12. Januar 2018 Hochwasser-Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kommunen zum Informieren und Netzwerken.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde sorgte Burglinde durch Starkregen und abgeknickte Bäume für Verkehrschaos und vollgelaufene Keller. Mittlerweile hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Unwetterwarnungen vor Orkan und orkanartigen Böen vorerst aufgehoben. Es folgen Dauerregen und Überschwemmungen.

Die jüngsten Ereignisse demonstrieren eindringlich, dass extreme Wetterphänomene zu einer zunehmenden Herausforderung des Klimawandels werden – das Thema Hochwasserschutz ist relevanter denn je. Unter der Schirmherrschaft der Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking treffen sich deshalb auf der Spezialbaufachmesse Acqua Alta auch dieses Jahr wieder vom 10. bis 12. Januar 2018 Hochwasser-Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kommunen zum Informieren und Netzwerken.

Während Burglinde nachlässt, macht vielen Regionen nun Hochwasser zu schaffen. In Köln lassen anhaltender Regen und Tauwetter den Pegel des Rheins immer weiter steigen und bedrohen Schifffahrt und Anwohner. Auch in Niedersachen stiegen die Pegel von Leine, Innerste und Lamme und ließen die Flüsse bereits über das Ufer treten. In Teilen Oberfrankens warnt der bayrische Hochwassernachrichtendienst angesichts anhaltender Regenfälle vor Überschwemmungen. Abseits von Flussgebieten spitzt sich die Lage zu: Bereits in der Nacht zu Donnerstag hatte Starkregen in Hamburg für überflutete Keller und Straßen gesorgt.

Die Acqua Alta hilft den wachsenden Herausforderungen adäquat zu begegnen und präsentiert Produkte und Lösungen rund um den mobilen und technischen Hochwasserschutz. Dabei richtet sich die Messe an alle Markteilnehmer: Behörden, Gemeinden, Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Stadt- und Raumplaner, Architekten und Ingenieure. Das Schwerpunktthema Hochwasservorsorge wird durch die Bereiche Risiko und Katastrophenmanagement, Sperrwerke und Dämme sowie Forschung und Entwicklung vervollständigt.

Hochkarätiger Kongress parallel zur acqua alta 2018

Ergänzt wird die Fachmesse für Hochwasserschutz, Klimafolgen und Katastrophenmanagement erneut durch einen hochkarätigen Kongress. Am 10. und 11. Januar diskutiert das vierte Symposium zum Hochwasserrisikomanagement den aktuellen Sachstand der Hochwasserschutz-Branche. Als thematischer Leitfaden dient dieses Jahr: „Gemeinsam Handeln – Risiken vermindern: Hochwasser- und Starkregenrisiko-Management in NRW“. Ein Schwerpunkt des ersten Kongresstages liegt auf dem Umgang mit Starkregenrisiken – wie entwickelt sich das Starkregenrisiko? Welche neuen Bedrohungen gibt es? Der zweite Tag widmet sich vor allem dem Hochwasserrisikomanagement und diskutiert unter anderem Themen wie Bau- und Eigenvorsorge, Risikokommunikation oder Objektschutz. Eröffnet wird das Symposium durch Christina Schulze Föcking, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Weitere Informationen unter www.acqua-alta.de

2420 - „Burglinde“ geht, das Hochwasser kommt
PR/as
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