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Flurneuordnung: „Lefis Hessen“ geht an den Start

Steigerung der Daten-Aktualität sowie die Zuverlässigkeit und Qualität der Daten, vor allem aber eine Reduzierung von Redundanzen bei der Bearbeitung von Bodenordnungsverfahren – das sind die wesentlichen Vorteile des Landentwicklungsfachinformationssystems, kurz Lefis.

Am 22. Juni 2017 ist der Abschluss des Projektes „Lefis-Hessen“ nach sechs Jahren Laufzeit im Kulturzentrum Buseck im Rahmen einer Veranstaltung gewürdigt worden. Im Jahr 2011 hat die Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation (HVBG) vom Hessischen Wirtschaftsministerium den Auftrag erhalten, Lefis Hessen einzuführen und fachlich die Entwicklung des Verfahrens von der Vorbereitung der Vergabe bis zur Lieferung der Software zu begleiten.

Vorrangiges Ziel des Projektes war die erfolgreiche Erprobung und Einführung der von dem Auftragnehmer – dem Softwarehersteller AED-Sicad – zu liefernden Module. Zu den weiteren Zielen gehörte die Schulung des Fachpersonals in der Applikation Lefis, die Begleitung der Programmeinführung in einer Pilotierungsphase bis zum Produktivstart und die Einrichtung einer Anwenderbetreuung.

Bisher sind in Flurbereinigungsverfahren die Sachdaten und die Grafikdaten getrennt bearbeitet worden, zukünftig erfolgt dies ganzheitlich in einem System. Ein objektorientiertes, auf internationalen Normen und Standards basierendes Fachdateninformationssystem wird dies leisten. Es wird alle Bearbeitungsschritte der Bodenordnung in Verfahren nach dem Flurbereinigungsgesetz abbilden.

Mit der Einführung von Lefis wird die Möglichkeit geschaffen, durch eine einheitliche, länder- und verwaltungsübergreifende Schnittstelle den problemlosen Datentransfer zu gewährleisten. Zudem wird die getrennte Datenhaltung mit allen bestehenden Nachteilen in den Flurbereinigungsverwaltungen abgelöst. Aufgrund der Flexibilität des objektorientierten Datenmodells kann darüber hinaus zur Erhöhung der Einheitlichkeit schnell auf Änderungen und Anpassungen reagiert werden. Ein bedeutender Vorteil dieser integrierten Modellierung ist ferner die Beseitigung der Redundanzen in der bisherigen Datenhaltung sowie die Sicherstellung der Datenaktualität. Zu den weiteren Gründen für Lefis gehört auch die Anpassung der Flurneuordnung an das AAA-Datenmodell (Afis, Alkis, Atkis) und die Kompatibilität mit dem Grundbuch.

Weitere Informationen unter www.hvbg.hessen.de

2255 - Flurneuordnung: „Lefis Hessen“ geht an den Start
PR/as
Keywords:
GeodäsieGeoinformationGeoGeoinformatikGILefisHessische Verwaltung für Bodenmanagement und GeoinformationHVBGFachdateninformationssystem

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