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#YII2016 – Zwischen Award Ceremony, Foren und kaputten Laptops

Der Mittwoch in London war lang … sehr lang … zu lang, um dann noch einen Blogbeitrag zu schreiben. Denn am Mittwoch stand neben den offiziellen Keynotes und den ersten Themenforen auch die große Be Inspired Awards Ceremony auf der Agenda. Aber von Anfang an: Der zweite Tag der offiziellen Konferenz begann mit der Corporate Keynote von Greg Bentley und stand unter der Überschrift „Converging and Connecting“. Schon das Intro der Keynote schuf eine besondere Atmosphäre. Im vollbesetzten Kings Ballroom mit schätzungsweise 700 Zuschauern griff der CEO des Unternehmens die Themen auf, die er der Presse bereits am Montag vorgestellt hatte: Er definierte BIM aus der Sicht von Bentley und stellte den Open Roads Designer sowie die AssetWise Connect Edition vor. Vielleicht die wichtigste News aus GIS-Sicht (die ich am Montag noch nicht verraten durfte *g*): Topcon und Bentley arbeiten von nun an mit vereinten Kräften an Cloudservices. Die Partnerschaft steht unter dem Fokus „Constructioneering“ und soll damit den wachsenden Bedürfnisse der globalen Infrastrukturen gerecht werden. „We live in a 3D world with 4D challenges, 5D constraints and 6D requirements“, so Ray O’Connor, CEO von Topcon. Die Unternehmen wollen im ersten Schritt eine nahtlose Verbindung zwischen der ProjectWise Connect Edition von Bentley und Topcons Magnet Enterprise gewährleisten und Context Capture für die Massendatenverarbeitung via UAS integrieren. Außerdem stellten Bureau Veritas und Microsoft verschiedene Ansatzpunkte ihrer Partnerschaft mit Bentley vor. Im Anschluss an die Keynotes und das Mittagessen konnten die Teilnehmer zwischen verschiedenen Themenforen wählen. So wurde im „Visions fort he Future“-Forum beispielsweise über hybride Lidar-Systeme und die Potenziale von 3D-Modellen berichtet. Da Aden Mercer, Industry Marketing Director – Utilities and Government, am Montag im Rahmen der Speed-Interviews bereits ausgebucht war, hatte ich die Gelegenheit am Mittwoch Abend nochmal mit ihm über die vorgestellten Neuheiten und das Potenzial für den GIS-Markt zu sprechen. Davon aber später mehr. Am Abend waren alle zur Be Inspired Awards Ceremony eingelandet – in Smoking und Abend- bzw. Cocktail-Kleidung. Nach einem hervorragenden Dinner, bei dem ich die Gelegenheit hatte auch wieder einmal mit deutschen Gästen von Siemens und DJI zu sprechen, wurden die Awards verliehen. Zur Einstimmung sang Chris Barron, Chief Communications Officer bei Bentley Systems, den umgetextet Song „50 Ways to Be Inspired“ (Original: 50 Ways to Leave Your Lover). Dann wurden zunächst die „Special Recognition“-Preisträger geehrt und im Anschluss aus über 300 Bewerbern und 53 Finalisten in 18 Kategorien die „Be Inspired Award“-Gewinner ausgezeichnet. Mit dabei in der Kategorie „Reality Modeling“ war das Projekt Helsinki 3D+ von dem ich bereits am Dienstag berichtet habe. Zum Ausklang des Abends ergriff dann erneut Chris Barron das Mikrofon für eine ganz spezielle, Bentley-eigene Version des Songs „Hello“ von Adele. Der letzte Tag der Konferenz war erneut geprägt von verschiedenen Foren und Vorträgen sowie den Präsentationen einiger Special-Recognition-Award-Preisträger. In der Mittagspause wollte ich nun eigentlich bereits diesen Beitrag schreiben. Leider war mein Laptop wohl der Meinung, ich bräuchte eine Pause und hat sich mit einem Bluescreen verabschiedet. Nach einer herzlichen Verabschiedung von den Verantwortlichen und Teilnehmern, ging diesmal mein Flug pünktlich und mein Gepäck war sogar auch an Board ;-) Nun schwelge ich noch ein wenig in Erinnerungen während ich bereits mitten ind er Produktion der gis.Business 6/2016 stecke (und auf meinen neuen Laptop warte *g*). Nach vier Jahren in London findet die „Year in Infrastructure“-Konferenz nächstes Jahr in Singapur statt. Man darf gespannt sein, welche spannenden Neuigkeiten Bentley dann für uns bereithält. Viele Grüße,
Annika-Nicole WohlleberWeiterlesen


#YII2016 - Be Inspired Award Presentations

Der erste „offizielle“ Konferenztag der „Year in Infrastructure“ stand ganz im Zeichen der „Be Inspred Award“-Finalisten. Direkt nach dem Frühstück konnte man die Unternehmen zu einem Kurzinterview an Stehtischen im Frühstücksraum treffen. Anschließend starteten dann in verschiedenen Räumen jeweils halbstündige Präsentationen. Unterbrochen wurden diese nur von der Mittagspause und den „Technology Keynotes“, also der nun offiziellen Vorstellungen der Produktneuheiten von Bentley. Im Vergleich zu gestern allerdings in einem wesentlich imposanteren Rahmen mit deutlich gewachsenem Publikum. Insgesamt hatten sich mehr als 300 Projekte für den diesjährigen Award beworben. Daraus wurden 60 Finalisten in 18 Kategorien von einer Jury gewählt. Besonders gefallen haben mir zwei Projekte aus dem Bereich „Reality Modeling“: Das „A9 Dualling Programm“ von CH2M Fairhurst Joint Venture, bei dem es um den zweispurigen Ausbau der rund 130 km langen A9 zwischen Perth und Inverness in Schottland bis 2025 geht. Im Rahmen der Präsentation wurde genau erklärt welche Komponente der Bentley Connect Edition warum und wo zum Einsatz kam (und natürlich auch weiterhin kommt). So sollen ein besseres Verständnis und ein höheres Engagement der Interessengruppen, sowie eine effektivere Kommunikation im Team gewährleistet werden. Außerdem spare die Arbeit mit einem interaktiven 3D-Modell deutlich an Zeit (und damit natürlich auch an Geld). Ein weiteres interessantes Projekt war „Helsinki 3D+“ bei dem die Stadt Helsinki in einem Projekt ein semantischen 3D-Stadtmodell hat erzeugen lassen. Dabei kommen sowohl ein City-GML-Model als auch ein Mesh-Model zum Einsatz. Die Bodenauflösung liegt bei 10 cm. Die aus dem Projekt gewonnenen Daten stehen ab 1. Dezember 2016 als Open Data zur Verfügung. Ab 19 Uhr konnte bei der Welcome Reception bei Fingerfood und Getränken wieder fleißig genetzwerkt (oder passend zur Veranstaltung: „CONNECTED“) werden. Zu allgemeinen Belustigung und als nette Erinnerung gab es für alle noch eine Fotobox, die intensivst genutzt wurde. Während morgen die Jury noch einmal tagt, um am Abend die Gewinner bekannt zu geben, stehen verschiedene Keynotes und Themenforen auf der Agenda. Good Night from London,
Annika-Nicole WohlleberWeiterlesen


Year in Infrastructure Conference - Tag 1

In London tummeln sich gerade Pressevertreter aus der ganzen Welt gemeinsam mit Award-Anwärtern und Kunden von Bentley. Das Unternehmen hat wieder zur „Year in Infrastructure“-Konferenz (YII) eingeladen. Ich bin bereits gestern angereist – mit allerhand Schwierigkeiten: Der erste Flug wurde aufgrund des typisch englischen Wetters gechancelled, der zweite Flug war ausgebucht, für den dritten Flug habe ich es dann tatsächlich in allerletzter Sekunde von der Standby-Liste noch in den Flieger geschafft. Vielen Dank an Nina H. unbekannter Weise, die nicht erschienen ist. Leider hat dieses „Last-Minute-Boarding dazu geführt, dass mein Koffer es natürlich nicht mehr mit in die Maschine schaffte. Ich war also gegen 19:15 Uhr endlich eingecheckt, aber außer meinem Laptop und meinem Geldbeutel hatte ich nichts wirklich Notwendiges dabei. Glücklicherweise hat sich Aravinda Billavara von Bentley Systems meiner angenommen und mir einen leckeren Libanesen in der Nähe des Hotels gezeigt. Ohne Gepäck bin ich dementsprechend mit etwas Unbehagen in den Media Day heute gestartet. Der Dresscode war zwar mit Business Casual angegeben, aber rund um mich herum waren allerhand Menschen in Anzügen – und ich dazwischen mit Jeans und T-Shirt. Nun gut, zumindest kam ich mit dieser Geschichte gleich in Kontakt ;-) Während des gemeinsamen Frühstücks wurde uns die Agenda und Organisatorisches präsentiert bevor es in thematische Briefings und dann zur großen Pressekonferenz ging. Dort stellte Greg Bentley, CEO, die Presse-News vor: Die AssetWise Connect Edition sowie der OpenRoads Designer wurden angekündigt. Eines der Leitthemen der Konferenz ist „Reality Modeling goes Mainstream“. Außerdem waren verschiedene chinesische BIM-Projekte im Fokus von Bentley. Dem boomenden asiatischen Markt trägt das Unternehmen auch damit Rechnung, dass die YII-Konferenz kommendes Jahr in Singapur stattfindet. Nach der Mittagspause ist dann auch endlich mein Koffer im Hotel angekommen, sodass ich mich vor den Speed-Interviews noch einmal frisch machen konnte. Kat Flesh und Raoul Karp aus dem Structural-Bereich standen mir Rede und Antwort über die Trends und Innovationen. Leider war es gar nicht so leicht allen Informationen zu folgend, während rundherum an rund 15 Tischen je drei Personen Gespräche führten. Der Abend des Media Day stand dann ganz im Zeichen des Networking. Wir wurden mit schönen, alten, roten Doppeldecker-Bussen am Hotel abgeholt und zum „The Counting House“ gefahren – kleine Stadtrundfahrt inklusive. Dort konnten wir uns bei leckerem Essen und einem Gläschen Wein mit einigen der allein 132 Pressevertretern sowie verschiedenen Juroren und Mitarbeiten von Bentley austauschen. Nun freue ich mich aber auf eine ruhige Nacht ohne Sorge um mein Gepäck und mit einem fantastischen Ausblick über London aus dem 21. Stock des Tower Wing. Gute Nacht und schöne Grüße aus London,
Annika Wohlleber P.S.: Für Live-Updates von der Konferenz folgen Sie uns doch auf Twitter oder Instagram :-)Weiterlesen


„Wir stellen uns den Herausforderungen unserer Kunden“

Andreas Eicher
Andreas Eicher 12.10.2016

Die Intergeo in Hamburg läuft. Mittendrin statt nur dabei ist einer der Platzhirsche der Geoinformationsbranche, Zoller + Fröhlich. Das Unternehmen zählt mit seinen weltweit rund 260 Mitarbeitern zu einem der Stammgäste der Leitmesse für Geoinformationen. Die Redaktion von gis.Business sprach mit Simon Kresser, Marketingmitarbeiter beim Allgäuer Unternehmen, über Produkte, Eindrücke und Weitblicke im Sinne des Kunden, im Rahmen der Veranstaltung. Ein Interview – kurz und bündig.Weiterlesen


Intergeo Tag 1: Zwischen Fehlstart und Produktneuheiten

Wenn ich bereits um 10 Uhr morgens 10.000 Schritte auf meinem Schrittzähler angezeigt bekomme, hat das nichts mit Sportlichkeit zu tun, sondern mit meinem ganz persönlichen Fehlstart in den ersten Intergeo-Messetag. Denn von unserem nur mäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln an die Messe angebundenen Hotel in der Smart City Hamburg, starteten wir heute morgen zu Fuß 2 km zum Eingang Mitte. Auf dem Weg durch eine Stadt voller Baustellen bei typischem Hamburger Schietwetter geriet ich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Holzweg... ... langgestreckt im hellgrauen Anzug :-( Auf dem Stand angekommen, haben meine Kollegin und ich dann erst das ganze Ausmaß gesehen und so ging es zurück zum Hotel und in einem neuen Anzug weiter zur Reinigung. Gut für meinen Schrittzähler, schlecht für den Geldbeutel und die Stimmung ;-) Erneut auf der Messe angekommen, konnte ich mich dann aber endlich den vielen Neuheiten der Messe widmen. Hier ein kleiner Ausschnitt: Den Aufgalopp machte Riegl. In guter alter Manier präsentierte das niederösterreichische Unternehmen am ersten Messetag seine Neuheiten. Am Messestand lüftete Firmengründer Dr. Johannes Riegl das Geheimnis, unter anderem zum neuen „miniVux-1 UAV“ sowie den „VQ-1560i“. Firmengründer Dr. J. Riegl präsentierte im Rahmen der Intergeo die Riegl-Neuheiten: „miniVux-1 UAV“ sowie „VQ-1560i“ (Quelle: Andreas Eicher)

Drohnen als eines der Topthemen der Messe

Mehr als 130 Aussteller zeigen Ihre Lösungen der Boombranche UAV (Quelle: Andreas Eicher)  Intel entwickelt gemeinsam mit Ascending Technologies neue Speziallösungen für herausfordernde Drohnen-Anwendungen. Auf der Intergeo präsentiert Ascending Technologies | Part of Intel in Halle A1, Stand E1.039, ein neuartiges patentiertes Profisystem zur professionellen Industrieinspektion und Vermessung auf Basis neuester Intel-Technologie. Joshua Walden Senior Vice President and General Manager (New Technology Group, Intel) präsentiert den Intel Falcon 8+ (Quelle: Intel) Auch das Forum der integrierten Plattform „Interaerial Solutions” präsentiert verschiedenste Vorträge rund um Hardware, Software und Rechtliches. Morgen (12.10.) findet dort außerdem eine Startup-Session statt.

Wichmann Innovations Award und Leserbefragung

Schauen Sie doch auch einmal bei uns in Halle A3, an Stand D3.029 vorbei und voten Sie noch bis morgen Abend für die Nominierten des diesjährigen Wichmann Innovations Award. Für Sie gibt es neben verschiedenen Buch- und Abo-Preisen auch eine Garmin Vivosmart HR+ zu gewinnen. Darüber hinaus freuen wir uns über Ihre Meinung zur gis.Business. An unserem Stand können Sie die Leserbefragung direkt ausfüllen und neben verschiedenen Jochen-Schweizer-Gutscheinen auch eine Messe-Sonderpreis gewinnen. Und falls Ihnen im Hamburger Schietwetter zu kalt ist: Kommen Sie vorbei, melden Sie sich für unseren Newsletter an und nehmen Sie als Prämie eine Mütze oder einen Schal mit ;-) Viele Grüße,
Annika-Nicole WohlleberWeiterlesen


„Eine Gefahr ist Technologie-Blindheit“

Andreas Eicher
Andreas Eicher 27.09.2016

Im Interview: Tom Köhler, international anerkannter Strategie Experte für Cybersecurity und Governance, Risk & Compliance.Weiterlesen


In eigener Sache: Wer sind Sie? Was brauchen Sie? – Gestalten Sie unser Magazin mit!

Katja Hanel
Katja Hanel 02.09.2016

Die gis.Business ist ein Fachmagazin mit einer treuen Leserschaft, die sich in einem dynamisch wandelnden Umfeld ständig neuen Herausforderungen stellt. Als Verlag haben wir den Anspruch, Ihnen Entscheidungsgrundlagen und Fachwissen an die Hand zu geben, damit Sie – unsere geschätzten Leser - in Ihrem Bereich stets bestens aufgestellt sind. Die gis.Business hat sich in den vergangenen zwei Jahren stark gewandelt: Personell und inhaltlich sind wir gewachsen. Die Heftstruktur haben wir an die neuen Leserbedürfnisse angepasst und optimiert. Dabei wurden wir von vielen treuen Lesern unterstützt, die an unserer Leserumfrage 2011/2012 teilnahmen. Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich! Als Fachmagazin, das den Anforderungen der Leser gerecht werden möchte, starten wir nun eine neue Leserumfrage. Sagen Sie uns, was Ihnen gefällt - und was nicht! Teilen Sie uns Ihre Meinung mit! Richten Sie gemeinsam mit uns die gis.Business auf die Anforderungen der Zukunft aus! » Zur gis.Lesebefragung Als Dankeschön gibt es attraktive Preise zu gewinnen. Machen Sie mit! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.Weiterlesen


Arbeitsgerät Brille, Armband oder Uhr

Wearables, diese kleinen Minicomputer, die sich neuerdings in verschiedenen Accessoires unterbringen lassen, haben neben einem In-Faktor noch weitaus mehr zu bieten. Sie haben zwar nur einen relativ geringen Funktionsumfang, können jedoch gewissermaßen durch ihre Größe punkten – und das nicht nur in der Freizeit, sondern zukünftig immer mehr auch im Berufsalltag. Ist die Technik nämlich in Brillen, Armbändern, Schutzhelmen, Ringen, Uhren oder Fitnessgürtel verstaut, hat man immer noch beide Hände zum Arbeiten frei. Außerdem können durch den hierbei entstehenden Körperkontakt mit verschiedenen Sensoren zusätzliche Werte gemessen und sinnvoll genutzt werden. Und was hat das alles mit GIS zu tun? Im deutschsprachigen Raum werden Wearables im GIS-Bereich bisher noch kaum angewandt. Jedoch bieten sie einige interessante Potenziale.

Sie können Gedanken lesen

Möglich ist zum Beispiel, dass man mit einer Art Stirnband, welches die Hirnströme des Träger misst, eine Drohne steuern kann. Videos dazu kann man von der University of Florida schon im Internet finden.  In Australien beispielsweise werden Hirnströme von Arbeitnehmern verschiedenster Branchen aufgezeichnet und ausgewertet, um vor Sekundenschlaf zu warnen. Das ist besonders interessant im Transportsektor, aber auch für Minenarbeiter. Denkbar ist in Verbindung mit Körpersensorik auch, dass Wahrnehmungen an bestimmten Orten aufgezeichnet werden können und dann entsprechende Kartierungen erstellt werden können. Das ist zum Beispiel für Anwendungen in der Stadtplanung und für die Bewertung von Orten interessant.

Sie funktionieren durch Fingerzeig

Durch die Auswertung von Muskelbewegungen funktionieren Armbänder, die als Wearables eingesetzt werden können, so zum Beispiel das Myo Armband. Durch verschiedene Gesten mit dem Arm an dem das Armband getragen wird kann man einen Device steuern. Derzeit funktionieren die Armbänder also lange noch nicht zuverlässig genug, jedoch wird daran geforscht, wie man den erheblichen Kalibrationsaufwand verringern kann. So könnte möglicherweise digitalisieren mit nur einer Hand funktionieren. 

Die Uhr wird mal den Weg zeigen

Eine weitere Form von Wearables sind Uhren, zum Beispiel die Apple Watch. Im Hinblick auf Anwendungen im GIS-Bereich gibt es hier jedoch zu bedenken, dass die Batterielaufzeit in der Regel nicht besonders lang ist, die integrierte Farbkarte für Kartenansichten beispielsweise nur mittelmäßig ist und GPS-Funktionalitäten in der Regel nicht integriert sind. Das allerdings funktioniert dann doch, wenn man die Uhr mit einem GPS-fähigem Smartphone koppelt. Eine Ausnahme bilden Garmin Wearables wie die vívoactive HR oder auch die vívosmart HR+, die beide ein integriertes GPS vorweisen können. Die GPS-Funktionalitäten sind im GIS-Bereich vielseitig einsetzbar. Zum Beispiel kann man seine derzeitige Position am Handgelenk ablesen und hat noch beide Hände frei, um damit weitere Ausrüstungsgegenstände zu halten oder zu bedienen. Da die Garminprodukte auch die Herzfrequenz messen können ist auch eine Anwendung im medizinischen GIS-Bereich denkbar. 

Mehr erfahren durch die Brille

Das bekannteste, wenn auch derzeit nicht mehr bzw. noch nicht erhältliche Wearable ist sicherlich Google Glass, die Brille mit dem besonderen Etwas. Nachdem die erste Version den Alltagstest nicht bestanden hat arbeitet Google derzeit an der Version 2.0. Sie ist quasi ein Smartphone mit zusätzlichem Funktionsumfang, welche durch Stimme, Kopfbewegungen oder über das integrierte Touchpad gesteuert werden kann. Hier ist eine Anwendung in zahlreichen Bereichen denkbar, vor allem im Zusammenhang mit Augmented Reality. Zusatzinformationen werden dem Nutzer direkt im Sichtfeld angezeigt, so dass sowohl die Hände frei bleiben als auch der Blick nicht weggerichtet werden muss. Anwendungen im Kultur-, Tourismus-, Installations-, oder Navigationsbereich sind nur einige denkbare Anwendungsfelder.

Wo ist der Haken?

Wearables werden jetzt bereits millionenfach verkauft  und werden in ein paar Jahren dem Smartphone den Rang ablaufen. Bedenklich bei all diesen Vorteilen ist jedoch wie immer das Thema Datenschutz. Eine Unmenge an persönlichen und räumlichen Daten wird durch Wearables gesammelt und auf Servern in der ganzen Welt gespeichert. Während dieser Punkt in manchen anderen Ländern als nicht so problematisch angesehen wird, wird er im deutschsprachigen Raum sicherlich einer der Gründe sein, warum die Anwendung dieser Devices im professionellen Bereich noch nicht explodiert ist. Gehören Sie zu den Vorreitern und haben Sie Wearables schon im Berufsalltag getestet? Welche Erfahrungen können Sie teilen? Wir würden uns freuen, von Anwendungsbeispielen zu hören! Viele Grüße,
Ihre Annemarie Müller P.S.: Mehr zum Thema Wearables finden Sie in unserem gis.Business-Special in Heft 4/2016Weiterlesen


Geodäsie – Mehr als nur Vermessung…

Michael Lösler
Michael Lösler 07.06.2016

Der Umgang mit raumbezogenen Daten ist aus dem modernen Alltag kaum noch wegzudenken. Wie selbstverständlich werden Kartendienste oder Luftbilder bei der Planung von Ausflügen mit einbezogen. Unterbringungsmöglichkeiten, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten werden nicht einfach nur als Symbol in der Karte präsentiert, sondern interagieren mit dem Anwender. Das Repertoire reicht von Rezensionen und Kundenbewertungen, einfachen Fotos vom Objekt und dessen Umgebung, und mündet in virtuellen Rundgängen. Die Koordinate zur Georeferenzierung des Punktortes ist die Basisinformation für solche Applikationen und unzertrennlich mit dem Vermessungswesen bzw. der Geodäsie verknüpft. Doch auch wenn geodätische Produkte den Sprung aus der Nische in unseren Alltag vollzogen haben – was ist eigentlich Geodäsie?    Prof. Schmidt (rechts) weist den Nachwuchs in die trigonometrische Höhenbestimmung mittels Tachymetrie ein, um die wahre Größe der Banken zu ermitteln (Foto: Lösler)   Die klassische Geodäsie zählt zu den sogenannten MINT-Fächern, die die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik im beruflichen Alltag miteinander verknüpft und, nach Friedrich Robert Helmert, als Wissenschaft von der Ausmessung und Abbildung der Erdoberfläche verstanden wird. Sie „hilft den Menschen seit Jahrhunderten, sich zu orientieren, die Erdoberfläche zu kartieren und einzuteilen“, fasst Prof. Robert Seuß vom Labor für Geoinformation der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) eine der Kernaufgaben der Geodäsie zusammen, und Prof. Cornelia Eschelbach vom Labor für Industrielle Messtechnik (FRA-UAS) ergänzt ausblickend, dass „Innovative Entwicklungen im Umgang mit raumbezogenen Daten ein breites Anwendungsfeld für geodätische Ingenieurinnen und Ingenieuren ermöglichen“. Auch wenn die Integration dieser innovativen, raumbezogenen Produkte in den Alltag als gelungen bezeichnet werden darf, ist die Geodäsie nicht im gleichen Maße als Urheber mit ins Bewusstsein der Anwender gerückt. Um die öffentliche Wahrnehmung der Geodäsie zu verstärken, hat die Deutsche Geodätische Kommission (DGK) den Tag der Geodäsie initiiert.   Demonstration einer 3D-Aufnahme mittels Laserscanning vom Gutenberg-Denkmal auf dem Roßmarkt in Frankfurt durch Ingenieure von Steuernagel (Foto: Šaravanja)   Am 4. Juni 2016 fanden in verschiedenen Bundesländern Informationsveranstaltungen rund um den Arbeitsplatz Erde statt. Interessierte konnten sich über die zahlreichen Facetten dieses Ingenieurberufs informieren, welcher, so Lothar Hecker vom Stadtvermessungsamt Frankfurt, „mit der Liegenschafts- und Ingenieurvermessung, der Verantwortung für eine Geodateninfrastruktur, der Immobilienbewertung und Bodenordnung die ingenieur- und geoinformationstechnischen sowie wirtschaftlichen und rechtlichen Themen in idealer Weise verbindet“. Unter der Leitung von Nicole Šaravanja und Jens Eckhardt der Bezirksgruppe Frankfurt schaffte es u. a. der DVW – Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement e.V. in Hessen, die Brücke zwischen der Wissenschaft (FRA-UAS), der öffentlichen Verwaltung (Stadtvermessungsamt) und der Privatwirtschaft (Steuernagel Ingenieure) zu schlagen und für diese Veranstaltung kompetente Ansprechpartner zu gewinnen. Passanten nutzen auf dem Frankfurter Roßmarkt die zahlreichen Möglichkeiten zum Informationsaustausch, zum Kennenlernen und Ausprobieren von modernen Messinstrumenten und nicht zuletzt zum Erkenntnisgewinn: Geodäsie – mehr als nur Vermessung.   Jens Eckhardt (links) beim Überprüfen der Koordinaten eines GNSS-Handempfängers (Foto: Lösler)Weiterlesen


Letzte Chance: Testen Sie kostenlos mit uns einen HP-Großformatdrucker

Gerold Olbrich
Gerold Olbrich 01.06.2016

Nur noch bis Montag haben Sie die einmalige Gelegenheit sich für den kostenlosen Test eines Großformatdruckers von HP zu bewerben!Weiterlesen


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