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Live von der AGIT

Wie in jedem Jahr treffen sich Anfang Juli Interessierte der Geobranche zum "Klassentreffen" auf der AGIT in Salzburg. Von den spannenden Vorträgen, interessanten Gesprächen und dem Rahmenprogramm berichten wir wie immer live in unseren Social-Media-Kanälen: > Instagram > Facebook > Twitter Folgend Sie uns und erfahren Sie live, was auf der AGIT passiert. Aber auch ohne Social Media halten wir Sie mit einem Nachbericht hier im Blog selbstverständlich auf dem Laufenden. Viele Grüße,
Annika FritzschWeiterlesen


Von Sturmhauben, Veganern und dem Terrorkampf

Andreas Eicher
Andreas Eicher 27.06.2017

Menschen mit Sturmhauben auf dem Kopf im Supermarkt zwischen den Regalen. Vater, Mutter mit großen Masken, die Kinder tragen kleine Masken. Nein, es handelt sich hierbei nicht um einen Familienüberfall beim Discounter oder Einzelhändler um die Ecke. Vielmehr geht es um die Verschleierung des eigenen Gesichts. Hintergrund des fiktiven und zugleich makabren Treibens sind die fortschreitenden Analysemethoden von Handelsunternehmen in ihren Verkaufsgeschäften. Denn die planen die Gesichtserkennung in ihren Märkten voranzutreiben. Als Reaktion auf den zunehmenden Onlinehandel möchten die Einzelhandelskonzerne dem Big-Data-Treiben im Internet in nichts nachstehen und rüsten auf. So sollen mithilfe analytischer Methoden die Interessen und das Kaufverhalten von Kunden bereits im Supermarkt in zielgerichtete Werbung münden. Spiegel Online schriebt hierzu: „Die Zeiten, in der Verbraucher ziellos und unbehelligt durch einen Supermarkt laufen können, sind vorbei.“ Und das Nachrichtenportal führt fort: „Wer gedankenlos auf einen Bildschirm mit Werbung blickt, bekommt in vielen Märkten bereits heute das zu sehen, was ihn – vermeintlich – interessiert. Kameras analysieren, wie lange jemand den Filmen zusieht und wer vor ihnen steht: Mann oder Frau, alt oder jung – das System wählt zielgruppengerechte Spots aus“ [1].

Krieg, Terror oder die Simpsons

Im Grunde setzen Einzelhandelskonzerne damit einen Trend fort, der seit Jahren in allen Bereichen des wirtschaftlichen, politischen und privaten Lebens Einzug hält. Es geht um die Vermessung des Menschen in allen Facetten, um Bewegungsprofile und letztlich darum zu erfahren, wer, wann, wo und vor allem warum ist. Die Gründe sind vielfältig und münden doch in einem: Dem Denken des anderen möglichst einen Schritt voraus zu sein und sein Kaufverhalten, seine Wünsche, bösen Absichten oder geplanten Taten vorauszusehen. So entsteht eine intransparente Gemengelage aus Marketingzielen, Verkaufsförderung, Gefahrenabwehr und Terrorbekämpfung. Leider in vielen Fällen ohne das Wissen des Untersuchten, der beobachteten Personen. Was im Zuge des Kampfes gegen organisierte Kriminalität und Terror oder im frühen Erkennen möglicher Naturkatastrophen, Unfallgefahren sowie dem Schutz bedrohter Tiere gerechtfertigt erscheint, ist es an anderer Stelle noch lange nicht. Denn ob jemand sich vegan ernährt oder jeden Tag Fleisch kauft, ist eine moralische Frage, die jeder für sich beantworten muss oder auch nicht. Gleiches zählt für den Gang zur Disco, wie lange jemand dort tanzt oder ob er lieber nachts vor dem Bildschirm sitzt und Florian Silbereisen, die Simpsons oder Talkshows schaut. Das ist Privatsphäre. Ein Wort, das übrigens viel im Zusammenhang mit dem Thema Datenschutz in den Medien herumgeistert. Und doch wird der Datenschutz zusehends ausgehöhlt.

Massendatenauswertung und eine harte politische Hand

Schauen wir nach Berlin. Dort hat das Bundesministerium des Inneren, kurz BMI, im Januar dieses Jahres den Startschuss für ZITiS gegeben. Dahinter verbirgt sich die Zentrale Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich, deren Sitz in München ist. Auf den BMI-Seiten heißt es hierzu: „ZITiS ist Bestandteil der Cyber-Sicherheitsstrategie für Deutschland. Sie ist eine Forschungs- und Entwicklungsstelle und soll Expertise in technischen Fragestellungen mit Cyberbezug für die Sicherheitsbehörden des BMI abdecken.“ Die etwas unklare Formulierung löst sich zwei Absätze weiter auf. Denn die Aufgaben liegen unter anderem in den Bereichen „der digitalen Forensik“, „der Telekommunikationsüberwachung“, „der Kryptoanalyse (Dekryptierung)“ und der „Massendatenauswertung“, sprich Big Data. Das alles, um Kriminalität zu bekämpfen, Gefahren abzuwehren und Spionage vorzubeugen. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière: „Eine ganze Reihe von Ereignissen mit kriminellem, insbesondere aber terroristischem Hintergrund im Verlauf des Jahres 2016 haben unsere Sicherheitsbehörden auch vor technische Herausforderungen gestellt. Daher ist die Einrichtung einer Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern von großer Bedeutung“ [2]. Ideen, Gedanken, Daten sammeln – immer und überall (Bild: fotolia.com_wladimir1804) Klar ist, dass in Zeiten des Terrors alle möglichen Mittel und Wege gesucht werden, um Daten legal zu sammeln und auszuwerten. Und wo Verschlüsselung besteht, will man im Hause de Maizière diese brechen und nach Möglichkeit „Hintertüren“ einbauen. So positionierte sich der Minister im Rahmen der letzten „re:publica 2017“ nach WDR-Aussagen „klar gegen eine wirksame Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Es sei nicht hinnehmbar, Messenger-Nachrichten nicht so wie SMS auswerten zu können“ [3]. Außerdem ist Bundestagswahlkampf und eine harte politische Hand beim Thema der inneren Sicherheit liegt im Trend, wie die jüngsten Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen zeigten. Zwar wehren sich digitale Großkonzerne gegen die Forderungen des Mitlesens und -hörens durch staatliche Stellen. Aber im Grunde besteht eine gewisse Seelenverwandtschaft von Staat und Digitalunternehmen der Marke Google, Amazon & Co. Diese beruht auf dem Sammeln und Auswerten riesiger Datenmengen. Die einen tun es, um die Kontrolle über den Bürger und die Deutungshoheit digitaler Informationen – auch im internationalen Cyberkampf – zurückzubekommen. Die anderen, um den Kunden besser einzuordnen und sein Denken, seine Wege und sein Einkaufsverhalten frühzeitig zu analysieren und vorauszusehen. Vielleicht kommen Sturmhauben dann doch irgendwann in Mode. Sprich beim Einkauf der ganzen Familie: „Habt ihr eure Sturmhauben auf?“ fragen die Eltern vor dem Einkaufen ihre Kinder auf dem Rücksitz. „Ja“, antworten die wie selbstverständlich. Oder es kommt ganz anders und die Menschen sind froh, dass sie alles vor die Nase gesetzt bekommen – und sei es nur die angeblich personalisierteste Werbung. Wir werden es sehen und George Orwell dreht sich in der Zwischenzeit im Grabe um. Quellen: [1] www.spiegel.de/wirtschaft/gesichtserkennung-im-supermarkt-datensammler-ruesten-auf-a-1150335.html  [2] www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/01/zitis-vorstellung.html  [3] blog.wdr.de/digitalistan/politik-gesetze-und-filterblasen-notizen-von-tag-drei-der-republica-2017/ Weiterlesen


Vom BIM zum „BUM“?

Andreas Eicher
Andreas Eicher 30.05.2017

Das Marktforschungsinstitut „Research and Markets“ prognostiziert in einer Studie „Global Building Information Modeling Software Market 2016-2020“ das Wachstum des weltweiten BIM-Softwaremarkts um 17 Prozent bis 2020 [1]. Das klingt zunächst vielversprechend. Und doch muss bei genauerem Hinsehen eine Antwort lauten: „Setzen sechs“. Nicht was das Wachstum betrifft, sondern die Zusammenhänge. Denn BIM auf Software zu reduzieren, ist mehr als töricht. So schreibt das „Deutsche Architektenblatt“ bereits 2016: „BIM Methode, nicht Software“. Und der Beitrag folgert: „Building Information Modeling, was übersetzt etwa „Bauwerksdatenmodellierung“ bedeutet, ist keine Software. Darunter versteht man vielmehr jene Planungsmethoden und Prozesse, die für die Erstellung, Koordination und Übergabe konsistenter, für alle Beteiligten zugänglicher digitaler Gebäudedatenmodelle erforderlich sind“ [2]. Doch so einfach ist es nicht mit der Definition und dem Verständnis von BIM. Denn die drei Buchstaben und deren Inhalte sind alles andere als klar, sprich definiert. Bereits der „BIM-Anwendertag“ im Jahr 2015 brachte es auf den Punkt: „Dabei ist es sehr interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sind und dabei voneinander profitieren können. Die einen machen einfach „BIM“ oder „BIM“-Management, die anderen forschen daran und befassen sich damit, wie das eigentlich in die aktuelle Planungslandschaft einzubetten ist. Es gibt noch nicht sehr viele Definitionen von Leistungsbildern oder Abläufen. Auf jeden Fall hat noch keiner die Wahrheit gefunden, aber alle arbeiten zusammen an einer deren Findung“ [3]. Oliver Bürkler, Senior Produkt Manager bei Faro, sieht in diesem Kontext BIM als einen ganzheitlichen Prozess im Bauumfeld und wichtigen Faktor: „Dabei geht es um eine neue Methode und weniger darum, ein Stück Software zu verkaufen.“ Und diesen Prozess müssen Unternehmen leben, wollen sie mit BIM erfolgreich Projekte durchführen. Um das Thema BIM zu „ordnen“, schaltet sich die Politik verstärkt in den Gesamtprozess ein. In einem selbst auferlegten „Stufenplan zur Einführung von Building Information Modeling (BIM)“ möchte das BMVI die digitalen Plan- und Bauvorhaben umsetzen. Das erklärte Ziel heißt, BIM ab 2020 bei neu zu planenden Projekten regelmäßig anzuwenden [4]. Das ist löblich, zeigt aber, dass das Thema hierzulande noch nicht flächendeckend und vor allem bindend zum Einsatz kommt. Gründe waren bis dato unter anderem fehlende Regularien in Bezug auf BIM-Verträge und -Richtlinien sowie der mangelnden Rechtssicherheit in puncto möglicher Preisgestaltungen. Und das sehen Kritiker als Risiko – eben eines Scheiterns des theoretischen Themas BIM in der Praxis.

Von Regularien und Standards beim Bauen 4.0

Um das zu verhindern, arbeiten Politik, Verbände und Unternehmen seit geraumer Zeit an verbindlichen Regularien, Richtlinien und Standards. Einen umfassenden Überblick bietet beispielsweise der BIM-Leitfaden, der als Forschungsprogramm des ehemaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) – dem heutigen BMVI – von 2012 bis 2013 entstanden ist. Federführend bei diesem Forschungsprojekt war die Arbeitsgemeinschaft Obermeyer Planen + Beraten GmbH und AEC3 Deutschland GmbH. Mit Obermeyer und AEC3 waren damit zwei Unternehmen in den Forschungsaustrag eingebunden, die sich seit langer Zeit mit der Entwicklung neutraler Standards sowie der Projektarbeit und Beratung von BIM und den Methoden beschäftigen. Der Leitfaden ist „eine erste Annäherung an das Thema BIM und die damit verbundenen Anforderungen, die bei der Einführung dieser neuen Arbeitsmethode in ein Unternehmen oder bei der Anwendung in einem Projekt beachtet werden müssen“ [5]. Im Umkehrschluss zeigt sich, dass es noch vieles zu tun gibt in Sachen Gesetzen, Standards und Richtlinien beim Thema BIM. Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, zeigt sich indes zuversichtlich: „Mit BIM lassen sich Dauer, Kosten und Risiken großer Bauprojekte in erheblichem Umfang reduzieren. Unser Ziel ist es, Innovationsführer beim digitalen Bauen zu werden. In Zukunft soll in Deutschland der klare Grundsatz gelten: Erst digital, dann real bauen.“ Und das heißt: BIM fest zu verankern mithilfe eines Masterplans „Bauen 4.0“ [6]. Die hoch gesteckten Ziele aus dem Ministerium Dobrindts sind indes noch im Konjunktiv zu sehen, denn neben einem bis dato fehlenden BIM-Gesamtstandard hat „der öffentliche Auftraggeber in Deutschland bislang kaum Erfahrungen mit der BIM-Methode“ [7].

Einheitliches Verständnis sowie Aus- und Weiterbildung

Um das Thema BIM voranzutreiben, ist das Wissen um die Methode, der Prozesse und vor allem ein einheitliches Verständnis erforderlich. Bereits bei der Definition von BIM unterscheiden sich die Geister. Für die einen bedeutet BIM einen Ordner auf dem Laufwerk oder sie sehen darin überwiegend Software. Für die anderen ist BIM eine fundamentale Prozess- und Methodenänderung im kompletten Lebenszyklus des Bauprojekts. Zwischen diesen Extremen existieren viele Wahrheiten, Auffassungen und Erklärungsversuche. Dass dies für das Gesamtverständnis von BIM hinderlich ist, liegt auf der Hand. In diesem Zuge könnten verstärkte Aus- und Weiterbildungsgänge das Wissen zum Thema BIM fördern. Allerdings ist Deutschland von einer einheitlichen und flächendeckenden Lehre noch weit entfernt. Kurzum: Es mangelt an Wissen im Umgang mit BIM. Und diese Wissenslücke wird sicher weiter verstärken, wenn es keine tief greifenden Änderungen bei der Etablierung neuer Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Denn BIM wird gesetzlich zur Pflicht und damit entsteht ein zunehmender Bedarf an gut ausgebildeten Mitarbeitern.
Eines der wichtigsten Themen: Die Aus- und Weiterbildung im BIM-Bereich (Bild: fotolia.com_Trueffelpix)
Diesen Bedarf erkennen die Universitäten und bieten mittlerweile BIM-Seminare, Kurse und Lehrveranstaltungen an. Neben der Bauhaus-Universität Weimar mit der Ausbildung „Building Information Modeling (Kommunikationssysteme)“, dem interdisziplinären BIM-Kurs an der Technischen Universität München oder der Technischen Universität Kaiserslautern mit ihrer Einführung zum Thema BIM. Und auch die Universität Leipzig bot im vergangenen Jahr einen zweitägigen Workshop zu BIM an. Auf den Punkt gebracht ist das bisher zu wenig. Denn trotz zaghafter Fortschritte darf nicht übersehen werden, dass fundierte Aus- und Weiterbildungen bis dato eher selten sind. So beschränken sich die Fortbildungswege meist auf Initiativen privater Organisationen (teils in Kooperation mit Universitäten). Die TÜV Süd Akademie bietet beispielsweise eine Aus- und Weiterbildung zum „BIM Basis Anwender“ und „BIM Professional“ unter „Berücksichtigung der 5 BIM Faktoren: Menschen, Prozesse, Rahmenbedingungen, Technologien und Daten“ an [8]. Beim Unternehmen Hochtief ViCon wurde ein Schulungs- und Zertifizierungssystem entwickelt. Im Rahmen des modular aufgebauten Schulungssystems werden die „Nutzung der BIM-Anwendungen“ vermittelt und wie „mithilfe dieser Werkzeuge Prozesse effizienter gestaltet werden können“ [9]. Und auch „Mensch und Maschine“ (MuM) engagiert sich im BIM-Ausbildungsbereich. Das Unternehmen offeriert eine dreistufige Ausbildung (BIM Ready-Kurse) zum „BIM-Konstrukteur“ sowie „BIM-Koordinator“ und BIM-Manager“. Inhaltlich unterstützen die Kurse von MuM die „openBIM Standards“ der „buildingSMART International“. Die aufgezeigten Aus- und Weiterbildungswege können aktuell nur als Anfang gesehen werden. Ein wichtiger Punkt, den schon die Mancher des BIM-Leitfadens anmerkten: „Dringender Handlungsbedarf besteht in der Aus- und Weiterbildung, die an Hochschulen, Weiterbildungsinstitutionen und Fachakademien auf der Basis eines abgestimmten Grundkonzepts umgesetzt werden müsste. Der Fokus darf dabei nicht allein auf der Softwareschulung liegen, sondern die Zusammenhänge der BIM-Methode müssen ebenfalls vermittelt werden“ [10]. Es bleibt zu hoffen, BIM von der Theorie in die Praxis zu führen. Und vor allem, um die Sicht über den Tellerrand der reinen Software zu fördern. Andernfalls droht bei BIM das „BUM“ und die Beteiligten wachen mit einem großen Knall auf.

Quellen:

[1] http://www.researchandmarkets.com/research/5zdjnr/global_building [2] http://dabonline.de/2016/06/01/bim-methode-nicht-software/ [3] http://cc-bim.de/interview-der-bim-anwendertag-in-muenchen/ [4] https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/digitales-bauen.html [5 ] http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ZB/Auftragsforschung/3Rahmenbedingungen/2013/BIMLeitfaden/Endbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=2 [6]https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2017/009-dobrindt-bim-gipfel.html?nn=214506 [7] https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Digitales/bim-leitfaden-deu.pdf?__blob=publicationFile [8] https://www.tuev-sued.de/akademie-de/seminare-technik/gebaeudetechnik-1/bim#tab_1464791179523822650735 [9] http://www.hochtief-vicon.de/vicon/BIM-Beratung/BIM-Training-5.jhtml [10] https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Digitales/bim-leitfaden-deu.pdf?__blob=publicationFile    Weiterlesen


Smart City: intelligent im Superlativ

Andreas Eicher
Andreas Eicher 10.04.2017

Was haben Konstanz, Ludwigsburg und Heidelberg gemeinsam? Richtig, es sind drei Städte in Baden-Württemberg, die touristisch viel zu bieten haben. Sei es der Bodensee für Konstanz, das Ludwigsburger Residenzschloss oder die Altstadt von Heidelberg. Zudem sind alle drei Städte zwischen Bodensee, Stuttgart und Rhein-Neckar beliebte Hochschul- und Universitätsstädte mit renommierten Forschungseinrichtungen. Und auch wirtschaftlich gehören alle drei Städte in ihren jeweiligen Regionen zu den Gewinnern im deutschlandweiten Vergleich. „Viel Freund, viel Ehr“ könnte man bei all den positiven Attributen sagen, zumal auch die Lebensqualität und der -standard in allen drei Regionen hoch sind. Als wäre das alles nicht genug, haben sich Konstanz, Ludwigsburg und Heidelberg um den Status einer Smart-City-Hauptstadt beworben.Weiterlesen


Cebit 2017: Digitalisierung soweit das Auge (oder die Verbindung?) reicht ...

... so könnte ich meinen Tag auf der Cebit zusammenfassen. Los ging es morgens in Frankfurt mit dem ICE, der nun neuerdings auch kostenloses WLAN in der 2. Klasse anbietet. Hierfür „Zapft“ die Bahn alle verfügbaren Mobilfunknetze unabhängig vom Anbieter an. Soweit so gut. Mein subjektiver Eindruck aber ist, dass das WLAN (weil überlastet?) deutlich langsamer ist, als mein Smartphone im normalen Datennetz. Noch dazu hilft auch die Kombination verschiedener Datennetze nicht, wenn man auf der Strecke zwischen Kassel und Hannover unzählige Tunnel durchfahren muss. Kaum auf der Messe angekommen, versorgte mich mein Handy inkl. dazugehöriger Cebit-App sofort mit verschiedenen Veranstaltungstipps und zuvor gespeicherten Vorträgen. Los ging es für mich mit einem Vortrag zum Thema Indoor-Navigation in einem Raum – wie passend –, den es erst einmal zu finden galt. Robert Libert vom Start-up-Unternehmen Naise stellte die verschiedenen Techniken der Indoor-Navigation sowie die Lösung seiner Firma vor. Naise macht mithilfe von entsprechenden Accesspoints das GPS-Signal in Gebäuden verfügbar. So soll eine nahtlose Navigation zwischen outdoor und indoor ermöglicht werden. Nach diesem informativen Auftakt ging es für mich in Halle 7 weiter. Hier gab es in den vergangenen beiden Jahren den „Gemeinschaftsstand Geoinformation“ – den man in diesem Jahr vergeblich suchte. Stattdessen hatten sich aus der Branche bekannte Unternehmen wie Disy und Cyclomedia am Gemeinschaftsstand „Digital Government“ eingefunden. Aber nicht nur dort waren Geoinformationen auf der Cebit zu finden: Halle 7 war sozusagen eine Halle voll von Geodaten. Im Smart-City-Forum stellten Heidelberg Mobil und Heigit ihre Geo-Lösungen vor und verschiedene Städte präsentierten ihre Projekte auf dem Weg zur Smart City. Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigte auf einem großen Stand alles rund um Infrastruktur und Mobilität. Ein autonom-fahrender Audi und eine Demonstration des „digitalen Testfeld Autobahn“ auf einem Multitouch-Tisch zogen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Aber nicht nur in Halle 7 war das Thema Autonomes Fahren präsent: In Halle 11 zeigte die Deutsche Bahn ihren autonomen Mini-Bus, ... ... in Halle 2 konnte der intelligente, fahrerlose Elektrobus Olli von IBM bestaunt werden und in Halle 13 konnte ich sogar eine Runde im autonomen Bus der Schweizer Post drehen. Letzterer allerdings ist mit elf Sitzplätzen und optionalen vier Stehplätzen schon ganz schön „kuschelig“ – selbst wenn man vorher keine Currywurst gegessen hätte ;-) Vom autonomen Fahren auf der Straße ging es in Halle 17 in die Luft: Mittelpunkt der Halle war eine große Flugzone, in der Copter-Piloten ihre Fähigkeiten im FPV-Racing-Event (First Person View) des Deutschen Modellflieger Verbandes (DMFV) beweisen konnten. Rundherum tummelten sich allerhand Aussteller rund um „Unmanned Systems & Solutions“, Virtual und Augmented Reality und 3D-Druck. Mit dabei war auch Spectair, die ihre Lösungen und Produkte vorstellten. Um die Fotobox habe ich mich nach dem langen Messetag aber gedrückt ;-) Viele Eindrücke, die es in diesem Jahr zu sammeln gab – und noch viel mehr, die ich hätte sammeln können, wenn die Bahn mich nicht wieder hätte nach Hause bringen müssen und der Handy-Akku mangels Lademöglichkeit auf der Messe zur Neige gegangen wäre. In Halle 4 beispielsweise soll ein smartes Wohn-Modellprojekt entstehen, das auf der Messe virtuell erlebbar war. Ebenfalls in Halle 2 stellte Hexagon Geospatial gemeinsam mit Huawei verschiedene Geo-Lösungen vor. Nächstes Mal, muss ich also wohl auch diese Halle noch mit in meinen Fokus aufnehmen :-) Dieses Mal haben die Besucher der Cebit besonders viel Zeit ihre Eindrücke zu verarbeiten: Die nächste Cebit findet erstmalig im (Früh-)Sommer vom 11. bis 15. Juni 2018 in Hannover statt.Weiterlesen


Erneuerbare Energien: Wege, Ziele, Geodaten

Andreas Eicher
Andreas Eicher 02.03.2017

„Step back in time to Old Holland“, so ein Slogan der Stadt Amsterdam. Dieses alte Holland konnten Bewohner und Besucher Mitte Januar 2017 hautnah erleben. Ein Stromausfall sorgte für mittelalterliche Stimmung in Amsterdam. Für Romantiker und Entschleuniger bei Kerzenlicht eine willkommene Abwechslung. Für die Wirtschaft und das öffentliche Leben ein Worst-Case-Szenario. Infolge des Blackouts in der Stromversorgung fielen Züge und Straßenbahnen aus. Und auch in Frankreich wackelt die Stromversorgung. Die frostigen Temperaturen der letzten Wochen sowie Wartungsarbeiten in einigen Kernkraftwerken sorgen für Engpässe. Ein Blick auf den deutschen Strommarkt zeigt, dass eine Stromunterbrechung kein abwegiges Thema darstellt. „Bei Stromausfall bricht in der Stadt das Chaos aus“, titelte der Tagesspiegel bereits 2014 [1]. Gemeint war die Hauptstadt Berlin. Ganz zu schweigen von Osteuropa, wo aufgrund von Krieg kurzerhand der Strom abgestellt wird, Länder nicht versorgt werden oder der gesamte Strommarkt samt Infrastruktur mehr als wackelig ist. Ein Grundproblem zeigt sich unter anderem in der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Laut Statistischem Bundesamt „basierte die Energieversorgung in Europa sehr stark auf den fossilen Brennstoffen Kohle, Erdöl und Erdgas.“ Und weiter heißt es: „In den letzten 40 Jahren wurden sie von der Kernenergie als nicht-fossilem Brennstoff ergänzt. Angesichts des Klimawandels und knapper werdender Ressourcen gewinnen die erneuerbaren Energieträger wie Wasser, Wind und Biomasse zunehmend an Bedeutung“ [2]. Ein Papier zum Thema „Erneuerbare Energien in Zahlen“, herausgegeben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), sieht den Bereich der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung weiter auf dem Vormarsch. „Gut 187 Milliarden Kilowattstunden Strom (2014: 161 Milliarden Kilowattstunden) wurden im Jahr 2015 aus erneuerbaren Energien erzeugt. Damit konnten die Erneuerbaren ihren ersten Rang im Strombereich vor der Braunkohle deutlich ausbauen und erreichten einen Anteil von 31,6 Prozent am Bruttostromverbrauch (2014: 27,3 Prozent)“, so das BMWi [3]. Das Fraunhofer ISE hat „Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland“ zusammengestellt. „In Summe produzierten die Erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser und Biomasse im Jahr 2016 ca. 186 TWh. Sie liegen damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres“ [4]. Das klingt erfreulich, gerade vor dem Hintergrund, dass der Ausbau des erneuerbaren Energiesektors eine zentrale Säule der Energiewende für das BMWi bedeutet. Mithilfe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verfolgt das Ministerium den Umbau der Energieversorgung, um „den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2050 auf mindestens 80 Prozent zu steigern“ [5]. Damit sollen vor allem der Klima- und Umweltschutz gestärkt sowie die volkswirtschaftlichen Kosten einer zukünftigen Energieversorgung reduziert werden. Ein wichtiger Moment in diesem Kontext spielt die technologische Entwicklung, um den Bereich der erneuerbaren Energien zielführend und zukunftssicher voranzutreiben – auch und gerade mithilfe von Geoinformationen.

Neue Regelungen und Hemmnisse

Und doch sind Zweifel angebracht am zukünftigen Weg hin zu einer Gesamtstrategie im Energiesektor. Zwar setzt die Europäische Union (EU) darauf, den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch in der EU bis 2030 auf mindestens 27 Prozent zu erhöhen [6], doch trübt das Ende 2016 veröffentlichte Energiepaket der EU den eingeschlagenen Weg. Dieses „Energiepaket“ sieht unter anderem zukünftig stärkere Regeln bei der Einspeisung für erneuerbare Energien vor. Laut Nachrichtenportal „euronews“ sollen „erneuerbare Energien keinen bevorzugten Zugang zu den Netzen bekommen“ [7]. Der Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. (BEE) schreibt hierzu: „So sollen nach dem Willen der EU-Kommission Erneuerbare Energien nicht mehr in vollem Umfang bevorzugt einspeisen dürfen, sondern nur Anlagen mit einer Leistung unter 250 kW, wenn gleichzeitig Ökostrom einen Anteil von 15 Prozent an der Stromerzeugung erreicht hat“. Rainer Hinrichs-Rahlwes, Europaexperte im BEE-Vorstand:„Durch die jetzigen Rahmenbedingungen für Fördersysteme fehlen Investoren Investitions- und Rechtssicherheit“. Und er ergänzt: „Das verlangsamt die Energiewende, konterkariert die Klimaschutzziele und verunsichert Investoren“ [8]. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass das offizielle Sprachrohr pro erneuerbare Energien die geplanten Einschränkungen kritisch sieht. Gegenwind kommt auch von der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Diese kritisiert die Vorschläge aus Brüssel, da „sich die Klimabeschlüsse von Paris darin nicht widerspiegeln und erneuerbare Energien ausgebremst werden“. Für die DUH stelle der Wegfall des Einspeisevorrangs für erneuerbare Energien die Gefahr dar, dass „Strom aus klimaschädlicher Erzeugung den erneuerbaren Strom im Netz verdrängt und mehr Treibhausgase ausgestoßen werden“ [9]. Kritik kam Anfang des Jahres auch von der Süddeutschen Zeitung (SZ). Diese schrieb mit Bezug auf den Rechnungshof: „Die Bundesregierung macht schwere Fehler in der Energiepolitik. Das geht aus einem Bericht des Bundesrechnungshofs hervor, über den die FAZ berichtet. In dem noch unveröffentlichten Dokument, das dem Haushaltsausschuss des Bundestags vorgelegt werden soll, ist die Rede von schwerwiegenden Mängeln bei der Kontrolle der Energiewende“ [10]. Im Grunde werden damit Vorhaben zur Förderung erneuerbarer Energien ad absurdum geführt. Wenn die politisch Verantwortlichen nicht willens sind, verbindliche und vor allem investorenfreundliche Regelungen zu treffen, kommen Initiativen im erneuerbaren Energieumfeld nicht vom Fleck.
Energiewende heißt auch, viele Faktoren zu berücksichtigen (Bild: fotolia.com_K.C.)

Von Technologien, Big-Data und der Wissenschaft

Die Energiewende zu gestalten heißt auch, auf neue Technologien zu setzen. Nicht im Sinne „smarter“ Marketingbegriffe, deren Inhalte und Bedeutungen sich dem Betrachter kaum erschließen. Vor allem deshalb, weil die intelligenten Energielösungen zunächst die Verkaufsstrategien der Unternehmen beflügeln und nicht in erster Linie Aufklärungsarbeit leisten. Etwas realistischer sah das Ganze Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel bereits im Jahr 2014: „Der Umbau der Energieversorgung in Deutschland ist ein Jahrhundertprojekt, das wir zum Erfolg führen wollen. (…) Das Technologieprogramm E-Energy leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. So kann etwa der Netzbetrieb durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien wesentlich effizienter werden“ [11]. In diesem Technologiemix können Geoinformationen einen entscheidenden Mehrwert bieten. Darauf verweist unter anderem der Verband der Geoinformationswirtschaft Berlin Brandenburg e. V.: „Geoinformationstechnologien spielen für viele Entscheidungsfindungen und Prozessoptimierungen eine zentrale Rolle“, unter anderem „bei der Auswahl von Standorten für erneuerbare Energien“ [12]. Beispielsweise setzt das Unternehmen Esri mit GIS-Technologien auf eine schnellere Energiewende. Hierzu hießt es aus dem Unternehmen: „Schon heute dient Esri Technologie den Energieerzeugern, Projektierern und Anlagenherstellern bei der Identifizierung neuer Standorte, bei der Planung neuer Transporttrassen und der Netzanbindungsanalyse“. Konkret verknüpft Esri damit Apps und „Fachschalen zur Zeichnung und Konstruktion von Windkraftanlagen“ [13]. Und auch im Bereich der erneuerbaren Energien spielt Big Data eine wichtige Rolle. Die Deutsche Welle (DW) berichtete in einem Beitrag zu „Windkraft: Mehr Effizienz durch Big Data“ vom Oktober 2016 davon, dass „immer mehr Firmen und Forschungseinrichtungen im Bereich der erneuerbaren Energien (…) auf Big Data“ setzen. Und weiter heißt es: „Sie sammeln riesige Datenmengen, filtern sie und werten sie aus, um den optimalen Nutzen daraus ziehen zu können. Das Potenzial dieser Daten insbesondere im Bereich der Windstromerzeugung ist immens“ [14]. Den Betreiberfirmen sei es mithilfe der Daten möglich, wichtige Informationen über den Zustand der Anlagen zu erhalten sowie Vorhersagen für eine effizientere Nutzung der Turbinen zu treffen. In eine ähnliche Richtung denken auch die Wissenschaftler am Lehrstuhl für Geoinformations-Engineering der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Der Lehrstuhl forscht an der Entwicklung von Algorithmen und Berechnungsverfahren, „um das technische und ökonomische Potenzial der Wind- und Sonnenenergie in der Schweiz zu bestimmen“. Ein aktuelles Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Programms, das dem Anwender unter anderem die Bestimmung geeigneter Standorte für Wind- und Solaranlagen in der Schweiz ermöglicht [15]. Die Hochschule für Technik Stuttgart (HFT) hat im Rahmen eines Projekts im Studiengang „Vermessung und Geoinformatik“ ein Geoinformationssystem zum Thema erneuerbare Energiequellen aufgebaut. Das sogenannte „GreenEnergyGIS“ „informiert Benutzer über den aktuellen Stand vorhandener Anlagen in Deutschland“ – von Windkraftanlagen über Wasserkraftwerke bis zu Biogasanlagen und Solarkraftwerke. Die Daten werden in einer Karte dargestellt. Als Datengrundlage der GIS-Anwendung dient OpenStreetMap [16]. Solche Vorhaben unterstützten den erneuerbaren Energiesektor. Sie sind ein wichtiges Bindeglied, um mithilfe der Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen und Prozessen im Big-Data-Umfeld zu gelangen. Wichtig bei all dem ist es aber, diese Daten sinnstiftend zu verknüpfen und auszuwerten. Im Sinne neuer Wege und Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Zeit drängt. Bezeichnet in diesem Zusammenhang: Graeme Maxton, Generalsekretär des Club of Rome, forderte im Rahmen des 5. Stuttgarter Forum für Entwicklung im Oktober 2016 in Stuttgart eine stärkere Zusammenarbeit aller Akteure – von der Zivilgesellschaft über Nationalstaaten bis zur Wirtschaft. Für G. Maxton sei eine Umkehr unumgänglich und machbar. Denn es sei keine Frage der Technologie oder der Finanzen. „Wir haben alles“, so G. Maxton. Es sei einzig eine Frage der Organisation. Also ein Aufruf zum Handeln. Sonst droht nicht nur „Old Holland“, sondern das alte Europa mit Kerzenschein im Dauermodus. » Mehr zum Thema erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der gis.Business.
Quellen: [1] http://www.tagesspiegel.de/berlin/katastrophenschutz-in-berlin-bei-stromausfall-bricht-in-der-stadt-das-chaos-aus/9444242.html [2] https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Internationales/FaltblattErneuerbareEnergien0040003119001.pdf?__blob=publicationFile [3] http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/erneuerbare-energien-in-zahlen,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf [4] https://www.ise.fraunhofer.de/de/daten-zu-erneuerbaren-energien/daten-zu-erneuerbaren-energien#title-35c311fe59f68fd093cdfb5b33123914 [5] http://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Dossier/eeg.html [6] http://ec.europa.eu/clima/policies/strategies/2030_de [7] http://de.euronews.com/2016/11/29/heftige-kritik-am-eu-energiepaket [8] http://www.bee-ev.de/home/presse/mitteilungen/detailansicht/verpasste-chance-eu-kommission-verlangsamt-europaeische-energiewende/ [9] http://www.presseportal.de/pm/22521/3496685 [10] http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/erneuerbare-energien-rechnungshof-regierung-macht-teure-fehler-bei-der-energiewende-1.3329829 [11] http://www.erneuerbare-energien.de/EE/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2014/2014-05-07-gabriel-informations-und-kommunikationstechnologien-sind-ein-wichtiger-baustein-der-energiewende.html [12] http://www.geokomm.de/zahlen-und-fakten.html [13] https://www.esri.de/branchen/ver-und-entsorgung/erneuerbare-energien [14] http://www.dw.com/de/windkraft-mehr-effizienz-durch-big-data/a-36211691 [15] http://www.gis.ethz.ch/forschung/gis-fuer-erneuerbare-energien.html [16] https://www.hft-stuttgart.de/Studienbereiche/Vermessung/Bachelor-Vermessung-Geoinformatik/Projekte/greenenergygis/index.html/deWeiterlesen


Die neue Drohnenverordnung – Fluch oder Segen?

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat im Januar die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ auf den Weg gebracht und dem Bundeskabinett vorgelegt. Die neuen Regeln bedeuten für Unternehmen, aber auch für den Hobbybereich einige Veränderungen.Weiterlesen


Das Drohnen-Taxi hebt ab Richtung Zukunft

Erinnern Sie sich noch an Bruce Willis mit seinem fliegenden Taxi in „Das fünfte Element“ (1997)? Was damals Science-Fiction war (und auch heute im Grunde noch so ist), könnte bald Wirklichkeit werden: Dubai plant den Einsatz von autonomen Drohnentaxis ab Juli 2017.Weiterlesen


gis @ Leica Tour 2017

9:00 Uhr

Alle Jahre wieder macht die Leica Tour auch im Rhein-Main-Gebiet halt. Dieses Jahr zum wiederholten Mal in Schwalbach/Ts. Und auch in diesem Jahr bin ich wieder vor Ort um zu berichten. Seien Sie "live" dabei auf Facebook, Twitter oder Instagram. Die Zusammenfassung gibt es dann im Anschluss hier im Blog. Viele Grüße,
Annika Wohlleber

16:15 Uhr

Vermessen der Welt – vom Großen ins Kleine

Die diesjährige Roadshow von Leica stand unter dem Motto „Vermessen der Welt – vom Großen ins Klein“. Rund 100 Anwender aus Stadtvermessungsämtern, Vermessungsbüros u. v. m. haben sich heute zu alljährlichen Leica Tour getroffen. Auf der Agenda standen Produktvorstellungen und Praxisbeispiele, aber auch eine Vorstellung des Hexagon Konzerns mit Leica als Teil der Unternehmensgruppe. 

Leica Geosystems – Part of Hexagon

Leica Geosystems versteht sich bereits seit rund 200 Jahren als Pionier in der Vermessung. Erst seit 2005 (oder schon seit 2005?) gehört Leica zur Hexagon AB, einem Anbieter für Mess-, Visualisierungs- und Informationstechnologien mit Hauptsitz in Stockholm/Schweden. Hexagon ist inzwischen in 46 Ländern mit mehr als 16.000 Mitarbeitern vertreten. Zwei Drittel des Umsatzes von Hexagon machen Leica und Intergraph. Etwa 11 % des Unternehmensumsatzes fließen in die Forschung und Entwicklung, in der wiederum rund 3.400 Mitarbeiter beschäftigt sind.  >>> Mehr zum Hexagon-Konzern erfahren Sie übrigens auch in unserem ersten Heft der gis.Business 2017, das am 2. März 2017 erscheint. <<<

Lösungen von Leica Geosystems

Im Rahmen der Roadshow hat Leica Geosystems verschiedenste Lösungen vorgestellt. Vom zukunftssicheren GNSS Unlimited über das selbstlernende GNSS RTKplus und das 3-cm-genaue, Korrekturdaten-freie SmartLink bis hin zur Katasterlösung Captivate, der Monitoring-Lösung GeoMOS Now und, und, und… Damit will ich Sie aber gar nicht langweilen. Wenn Sie sich für die vielfältigen Produkte von Leica interessieren, testen Sie doch einmal unsere neue Suche hier auf der Website :-) Aber sogar der Wichmann Innovations Award hat es in die Präsentation von Leica Geosystems geschafft, denn mit der Mobile-Mapping-Lösung „Pegasus:Backpack“ hat das Unternehmen 2015 den ersten Platz geholt.

Datenerfassung aus der Hosentasche – Produktneuheit BLK 360

Eigentlich wurde der neue 360°-Scanner bereits im November 20016 erstmals vorgestellt – er darf aber natürlich auch im Rahmen der Roadshow nicht fehlen. Der besonders kleine und handliche Laserscanner ist ausgestattet mit drei LED-Kameras und einem LED-Blitz sowie einer Wärmebildkamera. Der BLK360 versteht sich im Grunde als reiner Datenkollektor: Er sammelt Daten in seinem 64-GB-großen internen Speicher, alle Prozesse aber laufen extern auf dem iPad pro. Die Synchronisierung, Georeferenzierung und Steuerung des Geräts erfolgt komplett mit der Recap 360 App von Autodesk, die im Bundle mit dem Scanner für rund 15.000 Euro ab April ausgeliefert wird. Hübsch ist das jüngste Mitglied in der Leica-Familie auf jeden Fall anzusehen – Leica rät gar zu einer „coolen Sonnenbrille“ wenn man mit dem Mini-Man-in-Black im Feld arbeitet ;-) :-P "Breaking-News": Gestern Abend hat der BLK360 den "PRISM Award for Photonics Innovation" gewonnen.

Starke Partner

Wie auch schon in den vergangenen Jahren hat Leica Geosystems Parnerunternehmen zu Tour eingeladen. Mit dabei waren heute in Schwalbach Burg Software & Service mit der neuen Kivid-Feld-App unter Leica Captivate, Frox – Die IT Fabrik mit der FX Smart Android App zur Datenerfassung mit Smartphone-Genauigkeit sowie HHK Datentechnik GmbH und RIB Software AG. Etwas schade allerdings: Zu den Präsentationen dieser Partner im Anschluss an die Mittagspause waren nur noch gut ein Drittel der Teilnehmer anwesend :-( Zum Abschied gab es für alle Teilnehmer noch eine kleine "analoge Datenbank": Prima Sache für mich Zettel-Tante ;-) Ja, trotz Digitalisierung, Smartphones, Tablets und Social Media brauche ich immer noch Notizzettel :-D Nun wünsche ich Ihnen ein schönes und entspanntes Wochenende! Bis bald,
Ihre Annika-Nicole Wohlleber Weiterlesen


Kick-off in ein spannendes Jahr - Ein Blick hinter die Kulissen

Während Gerold Olbrich, Katja Hanel und ich arbeitstechnich in Offenbach beheimatet sind, schreiben unsere Redakteure Dr. Annemarie Müller und Andreas Eicher ihre Beiträge für die gis.Business jeweils einige Stunden Fahrt entfernt von uns. Den heutigen Tag aber haben wir genutzt, um alle einmal live und in Farbe an einen Tisch zu kommen, um neue Pläne für Sie – unsere treuen Leser – zu schmieden. Während wir über Themen gesprochen haben, die die Branche derzeit ganz offensichtlich beschäftigen, will ich aber hier und jetzt auch Ihnen den Chance geben, sich aktiv einzubringen: Was interessiert Sie ganz persönlich im Bereich Geoinformationen, Vermessung und Geo-IT?
Was fehlt Ihnen?
Was sollten wir unbedingt näher beleuchten?
Wir freuen uns immer über Ihre Kommentare.
Aber auch abseits unseres Print-Hefts haben wir spannende neue Formate und Ideen entwickelt. Und so soll unser Meeting heute nicht nut ein Kick-off in die Heftproduktion 2017 gewesen sein, sondern auch ein Start für mehr Infos hier im Blog. Mehr "Hinter den Kulissen", mehr Meinungen, mehr aktive Mitgestaltung durch Sie und mehr "Geo zum Anfassen". Wir starten also hochmotiviert und hoffen, Sie belohnen uns durch regelmäßige Besuche der Website und den ein oder anderen Kommentar ;-) Viele Grüße,
Ihre Annika Wohlleber (die Kleine unten in der Mitte *g*) Foto v.l.n.r.: Gerold Olbrich, Katja Hanel, Annika-N. Wohlleber,
Annemarie Müller, Andreas Eicher
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