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Wichmann Innovations Award 2019 - Seien Sie dabei!

Der Startschuss ist gefallen: Der Wichmann Innovations Award geht in die achte Runde. Bewerbungen sind ab sofort in den Kategorien „Hardware“ und „Software“ möglich. Die Bewerbungsfrist endet am 20. Juni 2019.Weiterlesen


BIM sei Dank

Andreas Eicher
Andreas Eicher 28.02.2019

Die gemeinsame Pressekonferenz des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie (HDB) und des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes (ZDB) zur Jahresbilanz im Baugewerbe 2018 brachte es Mitte Dezember letzten Jahres auf zwei wesentliche Punkte. Der Umsatz legt um sechs Prozent zu und die Zahl der Mitarbeiter steigt auf 850.000. Wie nicht anders zu erwarten, sind Erfolgsmeldungen meist des Pudels Kern einer Pressekonferenz. Und auch für 2019 sehen die beiden Verbände den „Baumarkt (…) weiter auf stabilem Wachstumskurs“ [1].Weiterlesen


Singapur: höher, schneller, weiter, BIM

Andreas Eicher
Andreas Eicher 18.12.2018

Einem Graffiti an einem Hochhaus in Athen zufolge sollte man diese einreißen, da sie die Sonne verdecken. Nun ist das mit der Sonne nicht immer so einfach in unseren Breitengraten – gerade aktuell. Aber Hochhäuser abreißen kommt aufgrund der Wohnungsnot vieler Menschen in den teuren Ballungsräumen und wegen der Spekulationssucht mancher Immobilienunternehmen in unseren Städten meist nicht in Betracht. Aber das ist eine andere Geschichte. Weiterlesen


Smart Mobility: Vom halb leeren Glas und dem Mut zur Veränderung

Andreas Eicher
Andreas Eicher 09.10.2018

August 2018, die Straße flimmert. "36 Grad - und es wird noch heißer" denke ich mir und an das Lied der Gruppe "2raumwohnung". Ich stehe an einer Ampel am Wiener Westbahnhof. Hier verläuft eine der Hauptverkehrsadern Wiens, der Gürtel. Autos stehen Stoßstange an Stoßstange und es riecht extrem nach Abgasen. Ich flüchte mich vor der Blechlawine mit ihrem CO2-Ausstoß in den Untergrund der U-Bahn-Station. Dort ist die Luft nicht wirklich besser, dafür kühl. Diese Momentaufnahme rund um den Wiener Westbahnhof ist kein Einzelfall. Weiterlesen


Fußball und Mobilitätsstrategie oder die schönsten Nebensachen der Welt

Andreas Eicher
Andreas Eicher 17.07.2018

Viele rieben sich sicher verwundert die Augen. Was war das denn? Gemeint ist die gerade abgepfiffene Fußball-WM in Russland und das historisch frühe Ausscheiden der deutschen Mannschaft. Der Rest rund um die scheinbar schönste Nebensache der Welt ist mittlerweile Geschichte. Aber das Aufräumen und Analysieren der teutonischen Tragödie hat gerade erst begonnen. Und auch beim Thema der zukünftigen Mobilität laufen wir hierzulande hinterher oder scheiden aus. Ein Beispiel ist das Thema Elektroauto. Längst hat sich die Regierung vom hochgesteckten Ziel verabschiedet, eine Million E-Autos bis ins Jahr 2020 auf die Straßen zu bringen. Somit zeigt sich, dass nicht nur beim Fußball die Fallhöhe hoch ist. Mehr noch müssen wir lesen: „China – Weltmacht bei Elektroautos“, wie es das Handelsblatt zu Beginn des Jahres titelte. Und weiter heißt es: „China ist das Maß aller Dinge in der Elektromobilität“ [1]. Weiterlesen


Im Zentrum steht das Wo

Andreas Eicher
Andreas Eicher 28.05.2018

Kennen Sie Eric Arthur Blair? Richtig, das ist jener George Orwell, der in den 1940er-Jahren das Buch „1984“ schrieb. Der Inhalt lässt sich mit einem totalitären Überwachungsstaat zusammenfassen, in dem die allgegenwärtige Staatspartei herrscht. Hauptdarsteller Winston Smith arbeitet in diesem Apparat und versucht, seine Privatsphäre zu sichern, und sich der permanenten Überwachung, die mithilfe von Teleschirmen und Mikrofonen stattfindet, zu entziehen. Das Buch erschien 1949 zunächst in London. Weiterlesen


Wasser, Krise, Geodaten

Andreas Eicher
Andreas Eicher 23.04.2018

Kennen Sie den: Warum ist Wasser im Rhein? Damit die Schiffe nicht stauben! Nun, so weit sind wir hierzulande zum Glück noch nicht. Ganz im Gegenteil zu vielen anderen Gebieten auf der Erde, wo Wasser knapp ist und Schiffe wirklich stauben. In diesen Ländern ist der etwas flache Witz längst Realität. So wie in Bolivien. Dort ist der ehemals zweitgrößte See des Landes, der Lago Poopó, fast völlig ausgetrocknet. Ein Grund ist die Wasserentnahme des Zuflusses. Nun liegen die Fischerboote auf dem trockenen Grund des Sees. Gleiches zählt für den Aralsee zwischen Kasachstan und Usbekistan. Er war einst das viertgrößte Binnengewässer der Erde. Oder den Tschadsee in Afrika. Überall auf der Erde ist das Austrocknen von Gewässern zu beobachten. Nach Expertenmeinung nichts Ungewöhnliches. Aber der Mensch beschleunigt diesen Prozess – die übermäßige Wasserentnahme für die Landwirtschaft trägt merklich dazu bei. Hinzu kommen massive Eingriffe in die Ökosysteme durch den Menschen.Weiterlesen


Was darf es sein? Ein dutzend Aal oder tausend Megawattstunden Strom

Andreas Eicher
Andreas Eicher 23.03.2018

Der eine oder andere war bestimmt schon einmal auf einem Fest der Marktschreier. Dort stehen hoch auf ihren Lkws Männer und Frauen, verkaufen lauthals Fisch, Wurst, Käse oder Pflanzen. Das Prinzip: Es geht nicht um ein Stück Aal oder eine Yucca-Palme. Nein, im Dutzend muss es sein, viel und möglichst billig. So schreien die Verkäufer ihre Waren an das Publikum – charmant, schnoddrig, augenzwinkernd versteht sich, aber immer mit Geschäftssinn.Weiterlesen


Neulich, als ich das Geosystems User Group Meeting besuchte

Frank Stuwe
Frank Stuwe 07.12.2017

Gehört man in den D-A-CH-Ländern zu den Erdas Imagine Usern, so hat man unweigerlich mit der Geosystems GmbH in Germering zu tun.
Geosystems ist in den deutschsprachigen Ländern der Vertreiber/Supporter von Erdas Imagine. Das war schon so, als Erdas noch nicht zur Hexagon Gruppe gehörte, das ist jetzt – wo Erdas zu Intergraph und Intergraph zu Hexagon gehört – immer noch so. Und wie eh und je veranstaltet Geosystems im Herbst des Jahres ein zweitägiges Nutzertreffen, ein Forum für Weiterbildung und fachlichen Erfahrungsaustausch, wie es auf der Homepage zu lesen ist. Auf diesem Treffen hat man die Möglichkeit, die sympathischen Leute von Geosystems (und somit die deutschsprachigen Stimmen hinter Erdas Imagine) kennenzulernen, sich mit anderen Anwendern auszutauschen, interessante Fachvorträge aus dem Arbeitsalltag zu hören und in kleinen Workshops Funktionalitäten von Erdas Imagine gezeigt zu bekommen oder aber etwas über Neuerungen im Softwareportfolio und in neuen Softwareversionen zu erfahren.
In der Summe also ein lohnenswertes Treffen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich das UGM aus der Nähe anschauen. Ich kann es empfehlen. Wann habe ich eigentlich zum ersten Mal dieses Treffen besucht? Auf der Rückfahrt ins Rheinland überkam mich dieser Gedanke. Eine Antwort bekam ich aber erst zuhause. In meinen Unterlagen entdecke ich Programm und Anmeldung für das Nutzertreffen 2005. Zwölf Jahre ist das her. Wow, damals gab es noch nicht mal das IPhone. IPAQ und das Nokia N90 mit drehbarem Display hießen seinerzeit die Top-Smartphones. Vielleicht ist das ein guter Aufhänger für diesen Blogeintrag. Worüber ich nämlich seit den Tagen des UGM nachdenke ist die Frage, warum ich dieses Mal wenig über klassische Erdas-Imagine-Anwendungen vorgetragen bekam. Themenschwerpunkt war vielmehr die – scheinbar neue (oder andere) – Ausrichtung von Erdas bzw. Hexagon in Richtung modularer Anwendungen mit dem Spatial Modeler und deren Verteilung über Geodienste. Damit steht die Entwicklung der Software sinnbildlich für die Entwicklung der Arbeiten in der Datenbereitstellung, Verteilung und Aufbereitung.
2005 war es noch notwendig, selbst zu mosaikieren und zu georeferenzieren oder radiometrisch zu arbeiten. Betrachte ich das Programm von damals, so hießen die Programmpunkte unter anderem:

  • Neue Funktionen im Stereo Analyst für ArcGIS und in Image Analysis für ArcGIS
  • Laserscandaten-Verarbeitung – ein möglicher Workflow von den Rohdaten zum DGM
  • Triangulation von großen Blöcken – LPS und Orima
  • Sensor-Merge in Erdas Imagine unplugged
  2017 ist das kaum noch die Standardarbeit eines Photogrammeters oder Geoinformatikers im Arbeitsfeld eines größeren Betriebs oder einer Behörde, die nicht selbst befliegt, sondern Bilddaten extern bezieht. Georeferenzieren? Radiometrische Arbeiten? Diese Tätigkeiten werden weniger, weil Bildprovider sie gleich mit übernehmen oder sie soweit automatisiert sind, dass es dazu fast nichts mehr zu sagen gibt.
Satellitenbilddaten werden mit Raumbezug angeboten, der in seiner Genauigkeit für viele Fernerkundungsprojekte ausreicht, Luftbilddaten der Landesvermessungsämter sind über ihre Portale „fix und fertig“ zu beziehen. Immer häufiger − und in Zukunft wahrscheinlich noch mehr − werden die handwerklichen Arbeiten „am Bild“ geringer. Ausgenommen davon sind natürlich eigene Projektarbeiten der Fernerkundung wie Klassifikationen oder GIS-Analysen. Somit liest sich die Agenda 2017 dann auch ein wenig anders. Neben anderen Themen gab es Fachvorträge zu:
  • Spatial Modeler als plattformübergreifendes Tool in Erdas Imagine, GeoMedia, Erdas Apollo und Smart M.Apps
  • Pflege Ihrer Basisdaten: wie Sie Veränderungen effektiv erkennen und darauf reagieren
  • eWSM + Smart M.App – einfache Visualisierung dynamischer Daten in der Forstverwaltung
  • Bereitstellung maritimer Lageinformation in naher Echtzeit auf Basis von Fernerkundungsdaten
Automatisierte Verarbeitungsketten ist das Motto, das hinter all diesen Punkten steht. Aber, oh ha − was war 2005 genauso auf der Liste wie 2017? Der Borkenkäfer, man glaubt es kaum. Alles hat sich aber scheinbar nicht geändert. Hieß es 2005 in einem Programmpunkt „Automatisierte Erfassung von Borkenkäferschadflächen mit Hilfe von Satellitenbildern“, so war das Thema 2017 mit der Überschrift „Detektion von Borkenkäferbefall an Fichte mit Fernerkundungstechniken – Anforderungen der forstlichen Praxis und aktuelle Forschungsfragen“ ähnlich gelagert im Programm. Der Borkenkäfer. Ein Evergreen! Weitere Informationen zum Geosystems User Group Meeting 2017 finden Sie unter www.geosystems.de. Frank Stuwe
GIS is it
gisisit.wordpress.comWeiterlesen


#YII2017 – Drei Tage geballter Input

Die „Year in Infrastructure“-Konferenz fand in diesem Jahr im Marina Bay Sands in Singapur statt – einem Resort das sich selbst seit 2010 zu den Gewinnern der „Be Inspired Awards“ zählen darf. Singapur darf sich aber wohl nicht nur deswegen zurecht als Smart City und Smart Nation bezeichnen. Tag 1 der offiziellen Konferenz begann mit der Corporate Keynote von Greg Bentley und drehte sich um die Fortschritte im Bereich des Building Information Modeling (BIM) durch die Digitalisierung. In diesem Zusammenhang sprach er über die Vernetzung von Daten und die Gedanken hinter Conceptioneering, Constructioneering, Inspectioneering und Operationeering. Constructioneering war bereits letztes Jahr ein wichtiges Thema im Zusammenhang mit der strategischen Partnerschaft mit Topcon. Diese wird zukünftig noch um eine gemeinsame Constructioneering Academy erweitert. Im Bereich des Inspectioneering ist das Bureau Veritas Partner von Bentley Systems. Im Anschluss an die Coporate Keynote übernahm Helmuth Ludwig, Global Head of Information Technology bei Siemens, das Wort und berichtete über die zunehmende Digitalisierung in allen Bereichen von Infrastruktur und die Rolle, die Unternehmen für digitale Workflows und digitale Städte spielen. Auf einem Chart zeigte er die verschiedenen Stati von Infrastruktur. Infrastruktur 4.0 ist demnach eine voll integrierte, intelligente Infrastruktur – so wie in Singapur. Wo steht Deutschland? Was meinen Sie? Die Session am Nachmittag war den ersten Präsentationen von Finalisten gewidmet. Unglaubliche viele asiatische Projekte, einige amerikanische Projekte sowie Projekte aus Australien, Russland, Großbritannien, Schweden und einigen weiteren europäischen Ländern. Leider hat es nur ein deutschsprachiges Unternehmen in die Runde der 51 Finalisten geschafft: Das Schweizer Unternehmen Raymond Vogel Landschaften AG stellte die Landschaftsplanung für ein neues und einmaliges Wasserkraftwerk in Hagneck (Nähe Bern) vor. An Tag 2 referierte Corey Sanders von Microsoft äußerst erfrischend über die Cloud-Lösung Azure und wie diese bei Bentley integriert ist, welche Sicherheitsmaßnahmen Microsoft für eine 99,99%ige Erreichbarkeit ergreift und welche Komponenten Teil der Lösung sind. Immerhin 90 % der „Fortune 500“-Unternehmen nutzen die Cloud von Microsoft, so C. Sanders. Im Anschluss folgte die Technology Keynote von Bhupinder Singh, Chief Product Officer, und Keith Bentley, Gründer und Chief Technology Officer bei Bentley Systems. Keith Bentley berichtete davon, wie er vor etwa 35 Jahren von Bill Gates vom „Personal Computer“ gehört hat, diese einmalige Chance gesehen und für Bentley ergriffen hat. Während es früher einen Rechner für viele Anwender gab, machte es der PC möglich, dass jede Person einen eigenen Rechner nutzen kann. Durch Cloud-Lösungen ist es nun wiederum möglich, dass eine Person auf die Rechenleistung vieler weiterer Computer zugreift. Dem trägt auch Bentley Rechnung und ergreift die „zweite einmalige Chance“, um die neue Cloud-Plattform iModel 2.0/iModelHub für digitale Workflows vorzustellen. „Speichern Sie die Änderung, nicht das Ergebnis der Änderungen.“ (Keith Bentley) Auch dieser Tag war im Anschluss den Präsentationen der Finalisten gewidmet, denn deren Präsentation vor den Teilnehmern und Juroren entschied letztendlich über Gewinnen und Verlieren bei der Award Ceremony. In der Product Keynote gestern stellten verschiedene Produktmanager von Bentley die neusten Software Releases innerhalb der Connect-Edition und deren Einsatzgebiete vor, beispielsweise WaterGEMS, SewerGEMS und OpenPlant für den Bereich Wasser und Abwasser oder AEOCOsim Building Designer für Flughäfen. Das Besondere in allen Anwendungen ist die große Auswahl an vordefinierten Komponenten, die Zusammen mit den herstellenden Unternehmen entwickelt und integriert wurden. Im anschließenden Podium der strategischen Partner (Alliance Partner Panel) sprachen Microsoft, Siemens, Topcon und Bureau Veritas über ihr Business und ihre Partnerschaft mit Bentley: „Ein Unternehmen kann nicht alle Probleme lösen. Wir müssen alle zusammenarbeiten.“ Im „Alliance Partner Pavillion“ konnten sich alle Teilnehmer im Anschluss an den Ständen der Partner noch genauer über deren Produkte informieren. Ebenfalls Teil der Ausstellung war die „Station IX“ (links unten im Bild), ein „Virtual Reality Theater“ in dem mittels Projektion eine 220-Grad-Sicht (horizontal; 42 Grad vertikal) ermöglicht wird, um ein möglichst realistisches Eintauchen in das Modell für bis zu drei Personen gleichzeitig zu ermöglichen. Am Abend fand dann die Verleihung der Be Inspired Awards im festlichen Rahmen statt. Die Liste der nominierten Unternehmen/Projekte und die Sieger stellen wir Ihnen in den kommenden Tagen als News zur Verfügung. Leider blieb das Schweizer Projekt aber ohne Auszeichnung. Heute nun werde ich mich vor meinem Rückflug noch einmal selbst davon überzeugen, wie „smart“ Singapur ist – und natürlich im Anschluss hier im Blog berichten. Viele Grüße,
Annika FritzschWeiterlesen


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