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Von Sturmhauben, Veganern und dem Terrorkampf

Andreas Eicher
Menschen mit Sturmhauben auf dem Kopf im Supermarkt zwischen den Regalen. Vater, Mutter mit großen Masken, die Kinder tragen kleine Masken. Nein, es handelt sich hierbei nicht um einen Familienüberfall beim Discounter oder Einzelhändler um die Ecke. Vielmehr geht es um die Verschleierung des eigenen Gesichts. Hintergrund des fiktiven und zugleich makabren Treibens sind die fortschreitenden Analysemethoden von Handelsunternehmen in ihren Verkaufsgeschäften. Denn die planen die Gesichtserkennung in ihren Märkten voranzutreiben. Als Reaktion auf den zunehmenden Onlinehandel möchten die Einzelhandelskonzerne dem Big-Data-Treiben im Internet in nichts nachstehen und rüsten auf. So sollen mithilfe analytischer Methoden die Interessen und das Kaufverhalten von Kunden bereits im Supermarkt in zielgerichtete Werbung münden. Spiegel Online schriebt hierzu: „Die Zeiten, in der Verbraucher ziellos und unbehelligt durch einen Supermarkt laufen können, sind vorbei.“ Und das Nachrichtenportal…

Vom BIM zum „BUM“?

Andreas Eicher
Das Marktforschungsinstitut „Research and Markets“ prognostiziert in einer Studie „Global Building Information Modeling Software Market 2016-2020“ das Wachstum des weltweiten BIM-Softwaremarkts um 17 Prozent bis 2020 [1]. Das klingt zunächst vielversprechend. Und doch muss bei genauerem Hinsehen eine Antwort lauten: „Setzen sechs“. Nicht was das Wachstum betrifft, sondern die Zusammenhänge. Denn BIM auf Software zu reduzieren, ist mehr als töricht. So schreibt das „Deutsche Architektenblatt“ bereits 2016: „BIM Methode, nicht Software“. Und der Beitrag folgert: „Building Information Modeling, was übersetzt etwa „Bauwerksdatenmodellierung“ bedeutet, ist keine Software. Darunter versteht man vielmehr jene Planungsmethoden und Prozesse, die für die Erstellung, Koordination und Übergabe konsistenter, für alle Beteiligten zugänglicher digitaler Gebäudedatenmodelle erforderlich sind“ [2]. Doch so einfach ist es nicht mit der Definition und dem Verständnis von BIM. Denn die drei…

Smart City: intelligent im Superlativ

Andreas Eicher
Was haben Konstanz, Ludwigsburg und Heidelberg gemeinsam? Richtig, es sind drei Städte in Baden-Württemberg, die touristisch viel zu bieten haben. Sei es der Bodensee für Konstanz, das Ludwigsburger Residenzschloss oder die Altstadt von Heidelberg. Zudem sind alle drei Städte zwischen Bodensee, Stuttgart und Rhein-Neckar beliebte Hochschul- und Universitätsstädte mit renommierten Forschungseinrichtungen. Und auch wirtschaftlich gehören alle drei Städte in ihren jeweiligen Regionen zu den Gewinnern im deutschlandweiten Vergleich. „Viel Freund, viel Ehr“ könnte man bei all den positiven Attributen sagen, zumal auch die Lebensqualität und der -standard in allen drei Regionen hoch sind. Als wäre das alles nicht genug, haben sich Konstanz, Ludwigsburg und Heidelberg um den Status einer Smart-City-Hauptstadt beworben.

Cebit 2017: Digitalisierung soweit das Auge (oder die Verbindung?) reicht ...

Annika-N. Wohlleber
... so könnte ich meinen Tag auf der Cebit zusammenfassen. Los ging es morgens in Frankfurt mit dem ICE, der nun neuerdings auch kostenloses WLAN in der 2. Klasse anbietet. Hierfür „Zapft“ die Bahn alle verfügbaren Mobilfunknetze unabhängig vom Anbieter an. Soweit so gut. Mein subjektiver Eindruck aber ist, dass das WLAN (weil überlastet?) deutlich langsamer ist, als mein Smartphone im normalen Datennetz. Noch dazu hilft auch die Kombination verschiedener Datennetze nicht, wenn man auf der Strecke zwischen Kassel und Hannover unzählige Tunnel durchfahren muss. Kaum auf der Messe angekommen, versorgte mich mein Handy inkl. dazugehöriger Cebit-App sofort mit verschiedenen Veranstaltungstipps und zuvor gespeicherten Vorträgen. Los ging es für mich mit einem Vortrag zum Thema Indoor-Navigation in einem Raum – wie passend –, den es erst einmal zu finden galt. Robert Libert vom Start-up-Unternehmen Naise stellte die verschiedenen Techniken der Indoor-Navigation sowie die Lösung seiner Firma…

Erneuerbare Energien: Wege, Ziele, Geodaten

Andreas Eicher
„Step back in time to Old Holland“, so ein Slogan der Stadt Amsterdam. Dieses alte Holland konnten Bewohner und Besucher Mitte Januar 2017 hautnah erleben. Ein Stromausfall sorgte für mittelalterliche Stimmung in Amsterdam. Für Romantiker und Entschleuniger bei Kerzenlicht eine willkommene Abwechslung. Für die Wirtschaft und das öffentliche Leben ein Worst-Case-Szenario. Infolge des Blackouts in der Stromversorgung fielen Züge und Straßenbahnen aus. Und auch in Frankreich wackelt die Stromversorgung. Die frostigen Temperaturen der letzten Wochen sowie Wartungsarbeiten in einigen Kernkraftwerken sorgen für Engpässe. Ein Blick auf den deutschen Strommarkt zeigt, dass eine Stromunterbrechung kein abwegiges Thema darstellt. „Bei Stromausfall bricht in der Stadt das Chaos aus“, titelte der Tagesspiegel bereits 2014 [1]. Gemeint war die Hauptstadt Berlin. Ganz zu schweigen von Osteuropa, wo aufgrund von Krieg kurzerhand der Strom abgestellt wird, Länder nicht versorgt werden oder der…

Die neue Drohnenverordnung – Fluch oder Segen?

Annika-N. Wohlleber
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat im Januar die neue „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ auf den Weg gebracht und dem Bundeskabinett vorgelegt. Die neuen Regeln bedeuten für Unternehmen, aber auch für den Hobbybereich einige Veränderungen.

Das Drohnen-Taxi hebt ab Richtung Zukunft

Annika-N. Wohlleber
Erinnern Sie sich noch an Bruce Willis mit seinem fliegenden Taxi in „Das fünfte Element“ (1997)? Was damals Science-Fiction war (und auch heute im Grunde noch so ist), könnte bald Wirklichkeit werden: Dubai plant den Einsatz von autonomen Drohnentaxis ab Juli 2017.

gis @ Leica Tour 2017

Annika-N. Wohlleber

9:00 Uhr

Alle Jahre wieder macht die Leica Tour auch im Rhein-Main-Gebiet halt. Dieses Jahr zum wiederholten Mal in Schwalbach/Ts. Und auch in diesem Jahr bin ich wieder vor Ort um zu berichten. Seien Sie "live" dabei auf Facebook, Twitter oder Instagram. Die Zusammenfassung gibt es dann im Anschluss hier im Blog. Viele Grüße,
Annika Wohlleber

16:15 Uhr

Vermessen der Welt – vom Großen ins Kleine

Die diesjährige Roadshow von Leica stand unter dem Motto „Vermessen der Welt – vom Großen ins Klein“. Rund 100 Anwender aus Stadtvermessungsämtern, Vermessungsbüros u. v. m. haben sich heute zu alljährlichen Leica Tour getroffen. Auf der Agenda standen Produktvorstellungen und Praxisbeispiele, aber auch eine Vorstellung des Hexagon Konzerns mit Leica als Teil der Unternehmensgruppe. 

Leica Geosystems – Part of Hexagon

Leica Geosystems versteht sich bereits seit rund 200 Jahren als Pionier in der Vermessung. Erst seit 2005 (oder schon seit 2005?) gehört Leica zur Hexagon AB, einem…

Kick-off in ein spannendes Jahr - Ein Blick hinter die Kulissen

Annika-N. Wohlleber
Während Gerold Olbrich, Katja Hanel und ich arbeitstechnich in Offenbach beheimatet sind, schreiben unsere Redakteure Dr. Annemarie Müller und Andreas Eicher ihre Beiträge für die gis.Business jeweils einige Stunden Fahrt entfernt von uns. Den heutigen Tag aber haben wir genutzt, um alle einmal live und in Farbe an einen Tisch zu kommen, um neue Pläne für Sie – unsere treuen Leser – zu schmieden. Während wir über Themen gesprochen haben, die die Branche derzeit ganz offensichtlich beschäftigen, will ich aber hier und jetzt auch Ihnen den Chance geben, sich aktiv einzubringen: Was interessiert Sie ganz persönlich im Bereich Geoinformationen, Vermessung und Geo-IT?
Was fehlt Ihnen?
Was sollten wir unbedingt näher beleuchten?
Wir freuen uns immer über Ihre Kommentare.
Aber auch abseits unseres Print-Hefts haben wir spannende neue Formate und Ideen entwickelt. Und so soll unser Meeting heute nicht nut ein Kick-off in die Heftproduktion 2017 gewesen sein, sondern auch ein Start für…

#YII2016 – Zwischen Award Ceremony, Foren und kaputten Laptops

gis-redaktion@vde-verlag.de
Der Mittwoch in London war lang … sehr lang … zu lang, um dann noch einen Blogbeitrag zu schreiben. Denn am Mittwoch stand neben den offiziellen Keynotes und den ersten Themenforen auch die große Be Inspired Awards Ceremony auf der Agenda. Aber von Anfang an: Der zweite Tag der offiziellen Konferenz begann mit der Corporate Keynote von Greg Bentley und stand unter der Überschrift „Converging and Connecting“. Schon das Intro der Keynote schuf eine besondere Atmosphäre. Im vollbesetzten Kings Ballroom mit schätzungsweise 700 Zuschauern griff der CEO des Unternehmens die Themen auf, die er der Presse bereits am Montag vorgestellt hatte: Er definierte BIM aus der Sicht von Bentley und stellte den Open Roads Designer sowie die AssetWise Connect Edition vor. Vielleicht die wichtigste News aus GIS-Sicht (die ich am Montag noch nicht verraten durfte *g*): Topcon und Bentley arbeiten von nun an mit vereinten Kräften an Cloudservices. Die Partnerschaft steht unter dem Fokus „Cons…