Bewertung der Vulnerabilität von Biotopen gegenüber Landschaftsveränderungen

Peter Weißhuhn

Um die Folgen von Habitatverlust und -fragmentierung auf die naturnahen Biotope zu bewerten, braucht der Naturschutz Bewertungsinstrumente, die neben einzelnen Flächen auch kumulative Effekte auf der Landschaftsebene einbeziehen. Eine flächendeckende Biotop-Vulnerabilitätsanalyse kann jene Gebiete identifizieren, die vom Landschaftswandel am stärksten betroffen sind und die geringsten Erholungsaussichten aufweisen. Für das Gebiet des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin (Brandenburg) wurden ökologische Indikatoren für die drei Vulnerabilitätsbereiche Exposition, Sensitivität und Anpassungskapazität entwickelt, die die Lagebeziehungen einzelner Biotope sowie Eigenschaften ihrer jeweiligen Biotopklassen auswerten. Die Indikatorwerte wurden dann zu einem Index aggregiert. Für das Untersuchungsgebiet konnte daraus eine synoptische Darstellung der Biotop-Vulnerabilität abgeleitet werden, die mit leichten Anpassungen auch für weitere großräumig vorhandene Biotopkarten generiert werden kann.
Schlüsselwörter: Landschaftsstrukturmaße, Habitatverlust, Fragmentierung, Naturschutz, Vulnerabilitätsanalyse

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