Geodäsie und Geophysik als Methoden zur Untersuchung und Beobachtung eines Rutschhangs

Thomas Gallemann

Die Gebäude des Klosters Maria Eck im bayerischen Chiemgau werden seit 28 Jahren bezüglich ihrer Setzungen beobachtet. Erforderlich wurde dies, nachdem im direkten Umfeld 1992 eine akute Rutschung aufgetreten war. Im Beitrag werden die Messmethodiken und Ergebnisse präsentiert. Nachdem seit 2010 erneut verstärkte Hangdeformationen nahe dem Kloster auftreten, wurden zur Prognose eines möglichen neuen Anbruchs die Ergebnisse der geodätischen Messung mit einer geoelektrischen Untersuchung (ERT) des Untergrunds kombiniert. Anhand der im ERT-Profil interpretierten Mächtigkeit der Rutschmasse an einem Kreuzungspunkt von Tachymetrie und Geophysik konnte anhand der Neigungen tachymetrisch ermittelter Verschiebungsvektoren eine potenzielle Anbruchzone konstruiert werden. Durch die weitere geodätische Beobachtung lassen sich Veränderungen im Bewegungsregime erkennen, welche möglicherweise auf ein bevorstehendes akutes Rutschereignis hinweisen könnten.
Schlüsselwörter: Geodätisches Monitoring, Präzisionsnivellement, Geoelektrik, ERT, Gleitflächenkonstruktion

Der Volltext der aktuellen Artikel (< 1 Jahr) aus dem Artikelarchiv steht für avn-Abonnenten zur Verfügung.
Hier finden Sie mehr Informationen zum avn-Abonnement.