Unzählige Möglichkeiten durch BIM – neue Chancen für die Geodäsie nutzen

Beatrice Messmer

Dieser Beitrag verfolgt das Ziel, die derzeitigen Veränderungen in der Immobilien- und Baubranche als Chance für eine Veränderung auch im geodätischen Umfeld wahrzunehmen und über die klassischen geodätischen Tätigkeiten hinauszudenken. Der wachsende Digitalisierungsgrad bei Bauvorhaben durch die Anwendung von Building Information Modeling (BIM) 1 und das steigende Automatisierungspotenzial klassischer geodätischer Tätigkeiten begründen die Notwendigkeit, Aufgabenfelder und die Rolle des Geo- däten weiterzuentwickeln. Geodätisches Know-how kann im BIM-Umfeld verstärkt eingebracht ­werden, da eine aktuelle und strukturierte Datengrundlage in allen Lebenszyklusphasen (Planen, Bauen und Betreiben) eines Gebäudes bei BIM-Vorhaben essenziell wichtig ist und den Erfolg eines BIM-Projekts maßgeblich beeinflusst. Diese Datengrundlage wird dabei federführend durch Geodäten hergestellt. Deshalb können schon heute die geodätischen Aufgaben den Lebenszyklusphasen eines Gebäudes zugeteilt werden. Im nächsten Schritt können diese mit BIM-Anwendungen verzahnt und um weitere neue Aufgabenfelder erweitert werden. Dies bildet aber nur eine wichtige Grundlage für eine Neuausrichtung im Ingenieurbüro. BIM erfordert ein Umdenken der Arbeitsprozesse aller Fachgewerke und fordert eine neue Art der Zusammenarbeit mit allen am Projekt beteiligten Akteuren ein. Deshalb wird in diesem Beitrag auf Grundlage von bereits erzeugten BIM-Leitfäden ein Ausschnitt für eine speziell für Ingenieurbüros angepasste Handlungsempfehlung dargelegt, wie BIM in einem Ingenieurbüro eingeführt werden kann.
Schlüsselwörter: BIM, Innovation, Vermessung, Geodäsie, Veränderungsprozess, BIM-Strategie

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