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Azubis installieren ersten Kontrollpunkt für Navigationsgeräte in OWL

Alina Freitag und Niklas Bever sind Auszubildende in der Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung des Kreises Gütersloh. Gemeinsam mit ihrem Ausbildungsleiter Tobias Groppe haben sie den ersten GPS-Referenzpunkt in ganz Ostwestfalen-Lippe (OWL) installiert.

Alina Freitag und Niklas Bever sind Auszubildende in der Abteilung Geoinformation, Kataster und Vermessung des Kreises Gütersloh. Gemeinsam mit ihrem Ausbildungsleiter Tobias Groppe haben sie den ersten GPS-Referenzpunkt in ganz Ostwestfalen-Lippe (OWL) installiert. Er steht auf dem Gelände des Kreishauses in Gütersloh und ist Ergebnis des Ausbildungsprojekts 'geodätischer Kontrollpunkt für mobile Navigation' des Kreises.

Bever und Freitag haben mit genauesten Satelliten-Messmethoden die Koordinate N 51° 54.225' | E 008° 20.926' und in einem Nivellement die Höhe von 73,20 m über NHN bestimmt. Markiert ist dieser Punkt, durch eine Steinstele, die nahe des Radwegs am Kreishaus in Gütersloh zu finden ist. Wer also wissen möchte, ob sein GPS-Gerät oder GPS-fähiges Smartphone genau misst oder wie groß die Abweichung zur tatsächlichen Koordinate ist, kann dies ab sofort an dieser Stele testen. Entweder die erwähnten Koordinaten in das GPS-Gerät eingeben, zu den Koordinaten laufen und schauen, wie weit man von der Stele entfernt steht. Oder das GPS-Gerät auf die Stele legen und die angezeigten Koordinaten mit denen auf der Stele vergleichen.

Neben Radfahrern und Wanderern, die ihre Einstellungen und Genauigkeiten ihres Navigationsgerätes überprüfen möchten, ist die Stele auch Anziehungspunkt für "moderne Schatzsucher". Denn in der Nähe des Referenzpunktes haben die beiden Auszubildenden des Kreises einen Geocache versteckt. Dabei handelt es sich um ein kleines Plastikröhrchen mit einem Logbuch darin. Die Geocacher können diesen Cache mittels der Koordinaten und einem GPS-Gerät finden. Die Kombination aus Aktivität in der Natur, Technik und Sammelleidenschaft macht das Hobby über alle Altersklassen hinweg beliebt. Neben dem Logbucheintrag in Papierform, können Cacher den Fund dieses Schatzes auch online registrieren. Mehr als 50 Cacher haben dies bereits binnen eines Monats getan und lobten in ihren Logs das Projekt der Kreis-Azubis: "Was für eine tolle Idee", "Die Katasterstifte haben damit echt was auf die Beine gestellt", "Toll, dass der Kreis mitspielt".

Carsten Tannhäuser, Abteilungsleiter Geoinformation, Kataster und Vermessung des Kreises Gütersloh, schließt sich dem Lob der Geocaching-Gemeinde an. Er ist stolz auf seine Auszubildenden und das erfolgreiche Projekt: "Es zeigt, wie vielseitig der Beruf sein kann". Für Interessierte bietet die Abteilung sowohl im Lehrberuf des Vermessungstechnikers also auch des Geomatikers Praktika und Ausbildungsplätze an. Informationen hierzu liefert der Internetauftritt des Kreises unter www.kreis-guetersloh.de sowie die Plattform www.arbeitsplatz-erde.de.

Unter coord.info/GC5ZBY4 finden Interessierte die Beschreibung und Koordinaten des Caches. Von Hand oder mittels entsprechender Apps werden die Koordinaten in ein GPS-Gerät oder Smartphone übertragen und dann geht es los. Zu den Spielregeln gehört unter anderem sich beim Heben des Caches nicht beobachten zu lassen. Sonst könnten Unwissende auf die Idee kommen, an gleicher Stelle zu suchen und den Cache bewusst oder unbewusst zu zerstören – zum Beispiel dadurch, dass sie ihn mitnehmen. Beim Geocaching wird der Schatz nach dem Loggen immer an Ort und Stelle wieder versteckt und bleibt so für die nächsten Schatzsucher erhalten.

Bever und Freitag bitten die Cacher darum, im Logbuch zu vermerken, welche Koordinaten das Gerät des Cachers angezeigt hat und mit welchem Gerät der Cacher unterwegs war. Diese Daten werden in einer von Freitag programmierten Datenbank anonymisiert gespeichert und ausgewertet. Von Zeit zu Zeit wird im Internet unter www.geocaching.com veröffentlicht, welches Gerät die genausten Ergebnisse geliefert hat.

PR/aw

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