AGIT Journal

Seite weiterempfehlenSeite drucken
Freiheitsgrade in der UML/GML-basierten Geodatenmodellierung und deren Auswirkungen auf die Harmonisierung von INSPIRE-Datensätzen
In den letzten Jahren ist eine Trendwende im Bereich der Geodatenmodellierung in Gange. Wurden früher die meisten konzeptionellen Geodatenmodelle anhand von ER-Diagrammen semantisch modelliert und im Anschluss im Rahmen des Implementierungsprozesses in ein logisches Datenbankschema übergeführt, so setzt sich in den letzten Jahren immer mehr der Trend zur modellgetriebenen Softwareentwicklung (MDSD) auch im Bereich der Geodatenmodellierung durch. Verstärkt wird dieser Trend einerseits durch den vermehrten Einsatz der Geography Markup Language (GML) und anderseits durch die Integration dieses Entwicklungsparadigmas in verschiedener proprietärer und freier verfügbare Softwareprodukte. Für die konzeptionelle Modellierung von domänenspezifischen Geodatenmodellen in GML kommt meist die Unified Modellig Langue (OMG UML 2015) zum Einsatz. Im Rahmen des ISO Standard ON EN ISO 19103: 2015 – Conceptual schema language wird ein UML-Profil für die Modellierung von Geodaten definiert. Zusammen mit dem ISO Standard ON EN ISO 19109:2006 – Rules for application schema, der die wesentlichen Komponenten einer UML-basierte Geodatenmodellierung zur Verfügung stellt, stecken diese beiden Standards den Rahmen für die UML-basierte Geodatenmodellierung ab. Das Encoding des konzeptionellen UML-Diagramms in ein physisches GML-Schema wird durch folgende Standards geregelt. Im Standard ON EN ISO 19118: 2012 – Encoding finden sich die allgemeinen Konzepte zur Übersetzung von konzeptionellen Geodatenmodellen in XML Applikationsschemas, welche im Annex E des frei verfügbaren OGC Standards GML 3.2 konkrete Anwendung finden. Des Weiteren findet man im INSPIRE-Dokument Generic Conceptual Model (D2.5: Generic Conceptual Model) im Anhang F „Example for an extension to an INSPIRE application schema“ weiterführende Regeln, wie man existierende INSPIRE-Datenspezifikationen erweitern kann. Diese Standards stellen die wesentliche Grundlage für die Softwareimplementierung und die heute erreichte Praxistauglichkeit der MDSD für die Entwicklung von GML-Applikationsschema dar.
Autor / Author:Grillmayer, Roland; Schleidt, Katharina; Schulze-Althoff, Jan
Institution / Institution:Umweltbundesamt GmbH, Wien, Österreich; Umweltbundesamt GmbH, Wien, Österreich; Umweltbundesamt GmbH, Wien, Österreich
Seitenzahl / Pages:10
Sprache / Language:Deutsch
Veröffentlichung / Publication:AGIT ‒ Journal für Angewandte Geoinformatik, 2-2016
Tagung / Conference:AGIT 2016 – Symposium und Fachmesse Angewandte Geoinformatik
Veranstaltungsort, -datum / Venue, Date: Salzburg, Österreich 06.07.2016 08.07.2016
Schlüsselwörter / KeywordsGeodatenmodellierung, INSPIRE, UML, GML // Geodatenmodellierung, INSPIRE, UML, GML
Paper review type:Extended Abstract Review
DOI:doi:10.14627/537622029
3881 - Freiheitsgrade in der UML/GML-basierten Geodatenmodellierung und deren Auswirkungen auf die Harmonisierung von INSPIRE-Datensätzen