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Cebit 2017: Digitalisierung soweit das Auge (oder die Verbindung?) reicht ...

... so könnte ich meinen Tag auf der Cebit zusammenfassen. Los ging es morgens in Frankfurt mit dem ICE, der nun neuerdings auch kostenloses WLAN in der 2. Klasse anbietet. Hierfür „Zapft“ die Bahn alle verfügbaren Mobilfunknetze unabhängig vom Anbieter an. Soweit so gut. Mein subjektiver Eindruck aber ist, dass das WLAN (weil überlastet?) deutlich langsamer ist, als mein Smartphone im normalen Datennetz. Noch dazu hilft auch die Kombination verschiedener Datennetze nicht, wenn man auf der Strecke zwischen Kassel und Hannover unzählige Tunnel durchfahren muss.

Kaum auf der Messe angekommen, versorgte mich mein Handy inkl. dazugehöriger Cebit-App sofort mit verschiedenen Veranstaltungstipps und zuvor gespeicherten Vorträgen. Los ging es für mich mit einem Vortrag zum Thema Indoor-Navigation in einem Raum – wie passend –, den es erst einmal zu finden galt. Robert Libert vom Start-up-Unternehmen Naise stellte die verschiedenen Techniken der Indoor-Navigation sowie die Lösung seiner Firma vor. Naise macht mithilfe von entsprechenden Accesspoints das GPS-Signal in Gebäuden verfügbar. So soll eine nahtlose Navigation zwischen outdoor und indoor ermöglicht werden.

Nach diesem informativen Auftakt ging es für mich in Halle 7 weiter. Hier gab es in den vergangenen beiden Jahren den „Gemeinschaftsstand Geoinformation“ – den man in diesem Jahr vergeblich suchte. Stattdessen hatten sich aus der Branche bekannte Unternehmen wie Disy und Cyclomedia am Gemeinschaftsstand „Digital Government“ eingefunden.

Aber nicht nur dort waren Geoinformationen auf der Cebit zu finden: Halle 7 war sozusagen eine Halle voll von Geodaten. Im Smart-City-Forum stellten Heidelberg Mobil und Heigit ihre Geo-Lösungen vor und verschiedene Städte präsentierten ihre Projekte auf dem Weg zur Smart City.

Auch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zeigte auf einem großen Stand alles rund um Infrastruktur und Mobilität. Ein autonom-fahrender Audi und eine Demonstration des „digitalen Testfeld Autobahn“ auf einem Multitouch-Tisch zogen die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich.

Aber nicht nur in Halle 7 war das Thema Autonomes Fahren präsent: In Halle 11 zeigte die Deutsche Bahn ihren autonomen Mini-Bus, ...

... in Halle 2 konnte der intelligente, fahrerlose Elektrobus Olli von IBM bestaunt werden und in Halle 13 konnte ich sogar eine Runde im autonomen Bus der Schweizer Post drehen. Letzterer allerdings ist mit elf Sitzplätzen und optionalen vier Stehplätzen schon ganz schön „kuschelig“ – selbst wenn man vorher keine Currywurst gegessen hätte ;-)

Vom autonomen Fahren auf der Straße ging es in Halle 17 in die Luft: Mittelpunkt der Halle war eine große Flugzone, in der Copter-Piloten ihre Fähigkeiten im FPV-Racing-Event (First Person View) des Deutschen Modellflieger Verbandes (DMFV) beweisen konnten. Rundherum tummelten sich allerhand Aussteller rund um „Unmanned Systems & Solutions“, Virtual und Augmented Reality und 3D-Druck. Mit dabei war auch Spectair, die ihre Lösungen und Produkte vorstellten. Um die Fotobox habe ich mich nach dem langen Messetag aber gedrückt ;-)

Viele Eindrücke, die es in diesem Jahr zu sammeln gab – und noch viel mehr, die ich hätte sammeln können, wenn die Bahn mich nicht wieder hätte nach Hause bringen müssen und der Handy-Akku mangels Lademöglichkeit auf der Messe zur Neige gegangen wäre. In Halle 4 beispielsweise soll ein smartes Wohn-Modellprojekt entstehen, das auf der Messe virtuell erlebbar war. Ebenfalls in Halle 2 stellte Hexagon Geospatial gemeinsam mit Huawei verschiedene Geo-Lösungen vor. Nächstes Mal, muss ich also wohl auch diese Halle noch mit in meinen Fokus aufnehmen :-)

Dieses Mal haben die Besucher der Cebit besonders viel Zeit ihre Eindrücke zu verarbeiten: Die nächste Cebit findet erstmalig im (Früh-)Sommer vom 11. bis 15. Juni 2018 in Hannover statt.

2147 - Cebit 2017: Digitalisierung soweit das Auge (oder die Verbindung?) reicht ...

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